WrestlingFever Interview: Michael Schenkenberg (20.01.2013)

Michael_SchenkenbergDas Hamburger Talent Michael „Schenkenberg“ trainierte selbstverständlich beim NFC. Kretschmer war sein Trainer und dies sieht man auch im Ring – solides Wrestling das sich sehen lassen kann. Wir freuen uns Euch dieses Talent näher vorstellen zu dürfen!

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WF: Michael, wir danken für Deine Interesse an einem Interview mit WrestlingFever.de.

M: Gerne!

WF: Du bist noch gar nicht so lange Fan und verfolgst das Wrestling also noch keine 10 Jahre. Was hat Dich daran so fasziniert, bzw. was ist es heute?

M: Ich denke was mich damals so fasziniert hat war, dass die Wrestler im TV immer diese „larger than life“ Personen waren und ich die Storys auch als sehr spannend empfunden habe.

WF: Ich hab durch Interviews mit einigen Deiner Kollegen und Freunde erfahren, das ihr Euch über Internetforen kennen gelernt habt. Heute sind Maxi Schneider und auch Nikita Charisma Pro Wrestler. Welche Erinnerungen hast Du an diese „Fanzeit“?

M: Es war damals natürlich schwer für uns, uns zu treffen, da Maxi ja in der Nähe von Hannover gewohnt hat, also haben wir uns höchst professionelle Kämpfe aufgehoben, sodass wir sie dann zusammen schauen konnten wenn er uns hier in Hamburg besucht hat.

WF: Siehst Du heute gewisse Dinge anders als damals?

M: Natürlich sieht man viele Dinge nun anders als damals. Ein genaues Beispiel fällt mir jetzt spontan aber nicht ein.

WF: Du bist großer Fan des technischen Wrestling, bevorzugst Wrestler wie Benoit und Jericho. Haben die beiden Deinen Stil beeinflusst und hattest Du die Möglichkeit sie einmal live zu sehen/treffen?

M: Das stimmt, ich bin sehr interessiert am technischen Wrestling. Leider konnte ich Chris Benoit nicht mehr live miterleben, aber Chris Jericho durfte ich zuletzt live bei der letzten Wrestlemania in Miami bestaunen.

WF: Aktuell nutzen viele junge Talente wie Du auch die Möglichkeit MMA zu trainieren. Welchen groben Unterscheid gibt es da zwischen dem „einfachen“ Wrestling Training und dem der „MMA“?

M: Bei uns im NFC konzentrieren wir uns auf das Grappling, welches im MMA Bereich sehr wichtig ist. Zu Schlägen und Tritten kommt es dabei nicht. Beim Wrestling Training jedoch sind diese natürlich feste Bestandteile.

WF: Ist MMA für Dich interessant, auch im Bezug auf UFC?

M: Ich verfolge UFC fast gar nicht, aber das MMA Training macht mir immer sehr viel Spaß und ich teste mich gerne mit den anderen um meinen Fortschritt zu messen, daher möchte ich auch nicht darauf verzichten. Außerdem ist es ein sehr guter Zusatz zum Wrestling Training.

WF: Da Du aus Hamburg stammst, liegt natürlich auf der Hand bei wem Du trainiert hast. Wie erinnerst Du Dich an das Training mit Karsten Kretschmer und gibt es evtl. den „einen oder anderen“ Tipp von ihm, den Du uns verraten kannst?

M: Ich blicke immer mit freudiger Erinnerung auf das Training zurück, da ich immer sehr viel Spaß dabei habe, ansonsten wäre ich wohl auch nicht so weit gekommen. Als kleinen Tipp kann ich nur sagen passt auf Blumenkohl-Ohren auf!

WF: Der NFC ist vor kurzem sehr gewachsen, Man hat nun nicht nur viel mehr Platz sondern auch mehr Möglichkeiten. Wie wird das Angebot aufgenommen?

M: Soweit ich das sehe wird das breit gefächerte Angebot sehr gut aufgenommen, dennoch will ich mir nicht anmaßen dies zu beurteilen, da ich nicht jeden Kurs sehe und mitkriege mit wie viel Eifer dort trainiert wird.

WF: Sicherlich bieten sich da auch für Dich und einige Kollegen viele, weitere Möglichkeiten, die man professionell nutzen kann. Hat dies Einfluss auf deinen Stil?

M: Wie bereits gesagt wird mein Stil sehr durch das MMA Training beeinflusst, dennoch muss man in der Lage sein, sich immer auf den Gegner einzustellen und so auch seinen Stil zu variieren.

WF: Nenn uns doch mal Deine Lieblingsländer, die Du bis jetzt bereist hast oder auch dort wrestlen durftest.

M: Dänemark ist immer eine Reise wert und es macht jedes Mal wieder sehr viel Spaß dort anzutreten, doch mein Lieblingsland ist und bleibt Deutschland, da hier das Angebot an Ligen so vielfältig ist.

WF: Gibt es noch ein absolutes Traumland?

M: Eines meiner absoluten Traumländer ist natürlich die USA, da die ersten Kämpfe die ich gesehen habe amerikanische waren und ich dadurch geprägt wurde.

WF: Fans die Deine Karriere schon länger verfolgen wissen, das es immer wieder „Verwechslungen“ mit Deinem Nachnamen gibt.

M: Huch?! Mit 3-5 Abänderungen ist es da nicht getan, denn aus irgendeinem Grund bietet der Name Michael Schenkenberg große Angriffsfläche für solche Verwechslungen. In Dänemark schafft es z.B. kaum ein Ansager mich richtig anzusagen und es endet damit, dass ich von allen nur noch „Skinke Baer“ genannt werde. Einmal kam es auch dazu, dass nicht der Nachname sondern der Vorname verwechselt wurde und so hieß ich plötzlich „Markus Schenkenberg“. Klassiker sind aber auch Namen wie „Schinkenberg“, „Schneckenberg“ oder „Schenkenberger“. Der Phantasie sind also keine Grenzen gesetzt.

WF: Warum „Schenkenberg“ als Ringnamen?

M: Die Geschichte zu meinem Namen ist recht simpel. Ich erfuhr damals recht kurzfristig von meinem ersten Match, da ein anderes abgesagt wurde und ich einspringen musste. Mir fehlte aber noch ein Name, schließlich kam dann mein Trainer Karsten auf Schenkenberg, weil er meinte ich hätte Ähnlichkeiten mit dem Model.

WF: Du steigst jetzt etwas mehr als ein Jahr aktiv in den Ring. Welches Erlebnis ist Dir besonders im Kopf geblieben?

M: Es gibt eine Menge Erlebnisse, die ich wohl nie vergessen werde und die ich auch nie vergessen möchte. Eines davon ist wie ich mit meinem Auto runter gefahren bin zur NEW zusammen mit Big van Walter, Bad Bones, Chaos, Poul, Demolition Davies, Scotty Saxxon und Amber Rox. Es war ein sehr heißer Sommertag und die Klimaanlage funktionierte nicht und so saßen wir alle in einer großen Sauna und standen zu allem Überfluss noch im Stau, wodurch offene Fenster den Effekt nur noch verstärkten. Letztendlich haben wir es aber alle noch heil in den Hotspot geschafft.

WF: Gibt es was Schöneres als gegen und mit den besten Freunden zu arbeiten?

M: Ich kann mir nichts besseres vorstellen!

WF: Wie sieht es mit dem weiblichen Nachwuchs in Hamburg aus, soweit wir in Erfahrung bringen konnten ist Liss Austria nicht mehr aktiv?

M: Zu dem weiblichen Nachwuchs habe ich leider nicht viele Informationen. Ich schätze da müssen sich die Fans noch etwas gedulden.

WF: Was liebst Du besonders an Deinem Job?

M: Es ist schwer einen der vielen Aspekte besonders hervorzuheben. Ich denke ich liebe es besonders mit so vielen höchst professionellen Leuten im Ring stehen zu dürfen und davon durfte ich schon eine Menge kennenlernen.

WF: Was gefällt Dir aktuell eher nicht so?

M: Ich denke alles hat seine Vor- und Nachteile, das Wrestling Geschäft ist natürlich besonders Zeitaufwendig, aber wenn man so süchtig danach ist wie ich merkt man das gar nicht mehr.

WF: Wir konnten Dich bereits schon bei versch. Ligen sehen. Am vergangenen WE warst Du bei der GSW Show. Wie hat es Dir dort gefallen?

M: Für die GSW arbeiten zu dürfen war eine große Ehre für mich. Ich habe wie sehr viele andere auch die Entwicklung mitverfolgt und dann plötzlich selbst dort im Ring zu stehen ist etwas ganz besonderes.

WF: Du warst neben DPW in Dänemark auch schon bei wXw im Ring gestanden. Wie hat es Dir in Dänemark gefallen und wie würdest Du die Crowd dort beschreiben?

M: Wie ich schon vorher geschrieben habe gefällt es mir sehr bei der DPW. Es macht immer wieder Spaß dorthin zu fahren und man lernt immer neue Gesichter kennen, da sie durch ganz Dänemark touren. Die Crowd ist jedes Mal wieder voll dabei und ist mit einer der lautesten Crowds die ich bisher miterleben durfte.

WF: Siehst Du Ähnlichkeiten zwischen wXw und GSW?

M: Na klar. Gerade da die GSW jetzt so von der wXw unterstützt wird. Dennoch muss man sagen hat die GSW immer noch ihren ganz eigenen Charme und ich glaube den kann man so schnell auch nicht wegnehmen.

WF: Bei meinen Recherchen habe ich entdeckt, dass Du Ecki Eckstein schon besiegen durftest. Unter uns, wie ist es gegen Veteranen und Trainer zu wrestlen. Bekommt man nach dem Match gleich Kritik um die Ohren?

M: Gegen jemanden zu kämpfen wie Ecki Eckstein ist noch einmal ganz etwas anderes als ein normales Match. Ich weiß noch, wie ich erst einen Tag vorher erfahren habe, dass er mein Gegner sein würde und ich bis zu unserem Kampf und auch noch danach sehr aufgeregt war. Aber es hat auch sehr viel Spaß gemacht und dies war ein Kampf den ich niemals vergessen werde, da er sich praktisch in meinen Kopf gehämmert hat.

WF: Wen siehst Du aus dem NFC in einigen Jahren an der Spitze der Deutschen Wrestler?

M: Mich natürlich! Aber wen ich hier als kleinen Geheimtipp offenbaren muss ist „Nikita Charisma“. Er arbeitet wirklich hart an sich und macht riesige Fortschritte und wenn er weiter so macht wird er schon bald ganz an der Spitze sein.

WF: Hast Du noch einen realistischen Wunschgegner aus dem deutschsprachigen Raum?

M: Leider durfte ich noch nie in einem Einzelkampf gegen Nikita Charisma antreten und bis heute ist er mein größter Wunschgegner, da ich mich unbedingt mal mit ihm messen möchte. Neben ihm fallen mir aber noch Leute ein wie Big van Walter, Freddy Stahl oder Da Mack. Auch kämpfe ich immer wieder gerne gegen Maxi Schneider oder Apu Singh!

WF: Wie hat es Dir bei NEW gefallen, wie war die Zusammenarbeit mit Alex Wright. Viele Kollegen schauen immer recht ehrfürchtig auf

M: Auf eine Zusammenarbeit mit Alex Wright freue ich mich immer wieder, besonders da er es schafft die NEW zu einer höchst professionellen Liga aufzubauen und ich bin immer wieder gerne ein Teil davon.

WF: Wir danken Dir und wünschen alles Gute!

M: Vielen Dank! Ich habe zu danken!

WF: Wo kann man Dich finden/booken etc.?

M: Gebt einfach meinen Namen RICHTIG ein dann findet ihr mich auch 😉

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