Emil Sitoci im WrestlingFever Interview (26.03.2012)

Der Niederländer Emil Sitoci gilt auch unter den Kollegen als Ausnahmeathlet. Viele sehen seine Zukunft in einer der großen Mainstream Ligen in Amerika. Emil selbst hat bereits WWE Erfahrung sammeln können aber hat sich einen Namen in Europa gemacht. In allen erfolgreichen Ligen ist er aufgetreten und hat die Fans überzeugt. Wir freuen uns ihn für ein WrestlingFever.de Exklusivinterview gewonnen zu haben.

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WF: Hallo Emil! Vielen Dank das Du Dir die Zeit für dieses WrestlingFever.de Exklusivinterview genommen hast. Wie geht es Dir?

EMIL: Mir geht es gut, danke!

WF: Aus den Niederlanden kommen sind bei uns nicht mehr so viel Talente bekannt, die aktiv sind. Haben Dich auch die TV Auftritte dazu bewegt Pro Wrestler zu werden oder war es evtl. sogar eine europäische Show?

EMIL: Ich bin im Alter von 3 oder 4 Jahren zum Wrestling gekommen. Ich versuchte WWF auf Sky zu schauen. Nun, es war kleiner Teil davon weil meine Mutter wollte, das ich ins Bett gehe.

WF: Viele haben ja den Traum einmal bei WWE zu landen. Inzwischen hattest Du mehrere Auftritte bei World Wrestling Entertainment. Gibt es da eine Art Vorvertrag oder war das alles „One Night Only“?

EMIL: One night only (mit der Option, das noch mehr kommt) 😉

WF: Die meisten Fans haben Dein Aufeinandertreffen mit Kane in Erinnerung. Dieses geschah auf dem Flur, als Kane dich würgte. Kannst Du uns erzählen wie so was bei WWE geprobt, besprochen wird?

EMIL: Es war bei Smackdown. Die Show wurde bereits getaped und aus dem nichts kam ein Talent Scout und rief uns zu sich. Der Director kam herüber und sagte, das sie „schlanke, gutaussehende Typen“ brauchen. Dann kam Triple H, schaute uns an und suchte mich aus. Wir rannten nochmals und nahmen es auf. Es brauchte 2 Takes weil beim ersten mal der Ton aus war. Eine Lustige Tatsache ist, wenn du genauer hin schaust, das ich eine Getränkedose in der Hand hatte und Kane damit an der rechten Augenbraue traf.

WF: Wie hoch sind die Chancen Dich mal regelmäßig im WWE TV zu sehen – hast Du Interesse ganz in die USA zu gehen oder bleibst Du lieber in Europa?

EMIL: ich würde sagen, die Chancen sind gut aber es liegt nicht alles an mir. Ich liebe Europa aber ich möchte wirklich einige Zeit in Amerika verbringen.

WF: Chris Hero war einer Deiner Trainer. Erzähle uns bitte über Deine Anfänge, das Training oder auch über Deine Ernährung

EMIL: The first time I trained with Hero was at a camp in The Netherlands. He watched my match from the night before and right off the bat he told me that he thought it was “pretty bad“. I wasnt used tot hat kind of brutal honesty. During the camp he didn’t like me much at all. I told him I wanted to come train in the States and he kinda thought to himself “I’ll believe it when I see it“. Then about a half year later I email him and said I’d be moving over for a whole year. He got real excited and said I should let him train me. I did, and it was one oft he best decisions I ever made. For a whole year he went out of his way to help me. In the process I earned his respect, and we became good friends to this day.

WF: Im Juli hast Du Deinen wXw Titleshot gegen Big Van Walter. Was können die Fans in Mannheim erwarten?

EMIL: Erwartet von mir, das ich versuchen werde ihn zu Boden zu bringen, wie ein Panther einen silber-schwarzen Gorilla (mit einem schlechten Haarschnitt). Er sollte vorsichtig sein um nicht von mir k.o. geschlagen zu werden, weil ich könnte es tun. Ich habe schon in meiner langen Karriere gegen größere Typen gekämpft.

WF: Die wXw hat sich in den letzten Jahren toll entwickelt. Du warst auch Teil der GSW (Nicht die Leiter). Wie siehst Du das Ende der GSW?

EMIL: Das Ende ist noch nicht hier. Natürlich ist die Company angeschlagen aber sie ist nicht tot. Das ist alles, was in dieser Sache zählt.

WF: Was macht dieses wXw Publikum aus?

EMIL: Sie haben definitiv ihre eigene Meinung. Sie sind schlaue Fans die sich selbst nicht erlauben als einfach eingestuft zu werden. die wXw hat eine großartige, sehr einzigartige Atmosphäre aber in der Vergangenheit gab es einige Momente als es schädlich war. Die Fans hatten alles gesehen und liessen sich nicht mehr von der Action beeinflussen. Ich hoffe jeder realisiert, wie weit wXw in den letzten Jahren gegangen ist um ihre Fans zu befriedigen. Vielleicht manchmal etwas zu weit.

WF: Die GSW hat ihre Shows ja auch im Internet gesendet. Ein interessantes Konzept um eine breite Maße anzusprechen. Wie denkst Du darüber?

EMIL: GSW nahm eine neue Hürde in eine neue Richtung und bedauerlicherweise bekam dieses Geschäftsmodell noch nicht die Unterstützung um ,so wie wir es taten, erfolgreich zu sein. Ich bin stolz ein teil davon gewesen zu sein und es war wirklich sehr toll einen tollen Run als Champion zu haben.

WF: Hattest Du bei GSW Lieblingsmatches und Gegner?

EMIL: Die letzten 2 Jahre waren toll für mich. Ich liebte es gegen Bones, Kovac, Andy und natürlich auch Stevie Douglas zu wrestlen. Mit der Ausnahme von Kovac waren es alles Jungs, mit denen ich schon oft gewrestlet hatte aber da ich nun für den Titel vorgesehen war, mussten wir mich letztendlich von allen Opener oder Mid-Card Matches streichen. Das Match mit Kovac brachte mich weiter. Als wir uns kennenlernten, war ich ein dünner, 16 jähriger Junge. Im Lockerroom war er angepisst, weil ich die Leute im Ring nicht hart genug schlug. Ich war noch nicht bereit und er wusste es. Jahre später hatten wir bei GSW letztendlich ein Singles Match, das sich als hervorragend gestaltete. Er sagte danach sehr schöne Sachen über mich, wofür ich sehr dankbar bin. Der Mann ist ein Pro!

WF: GSW ist nun Teil der wXw, Ingo Klaus Vollenberg wird die kreative Rolle behalten. Ist das eine Option für die Zukunft der GSW?

EMIL: Aktuell ist dies die Beste Option. Wie ich zuvor sagte, das GSW Business Model war noch nicht bereit dafür. wXw hat gezeigt, das sie weiss wie man überlegt.Ich liebe Ingos kreative Vision und es ist defenitiv ein Platz in Europa für dieses GSW Produkt, also sollte das funktionieren.

WF: In welcher Rolle siehst Du Dich selber am Liebsten? In der des arroganten Schnösels oder in der des Babyfaces (der zum Beispiel damals Bad Bones und Carnage gesaved hat)?

EMIL: Das ist schwer zu beantworten. Ich denke beide Charaktere entwickelten sich im letzten Jahr völlig verschieden. Aber wenn ich die Wahl habe, ist mir der Heel Charakter lieber (den ich bei den letzten GSW Shows verkörperte). Mein Fcae-Ansehen in der wXw hat sich seit dem Januar 2012 zum guten entwickelt. ich lieebe es in Frankreich Face zu sein. Es ist mehr klassisch aber ich bekomme großartige Reaktionen da.

WF: Könntest Du Dir vorstellen als Schauspieler Dein Geld zu verdienen?

EMIL: Definitiv. Ich hatte bereits in der Vergangenheit versch. TV Auftritte. Sehr aufregend!

WF: Welches Gimmick sagt dir mehr zu, das, das „Glitter-Gimmick“, welches du aktuell international präsentierst, oder „Das Nihilist“ bei WRP?

EMIL: Das Nihilist… Ich & WRP’s Jeff Katz hatten beide die gleiche Idee zur gleichen Zeit. Es ist SO schwierig, alles was ich bisherr tat nun SO in eine andere ganz andere Richtung zu lenken. Sollte ich das jemals in Europa rauslassen, so lauft und versteckt euch besser. Es endete darin, dass ich ein paar Elemente meines Charakters in mein Pink & Glitter Ding verwendete. Daraus wurde der „unzähmbare“ Charakter, den ich nun verkörpere. Ich liebe sie beide.

PS: Das „The God of glitter“ Gimmick ist endgültig verschwunden, es wurde nur etwas gefährlicher. So habe ich drei Möglichkeiten damit zu arbeiten.

WF: Heel oder Face – Was liegt Dir mehr?

EMIL: Es ist hart zu sagen. In Deutschland würde ich Heel sagen aber in Frankreich würde ich am liebsten für immer Babyface sein. Generell denke ich, das Heels etwas mehr Unterhaltung bieten, da diese nicht mit Ethik oder der Moral eingeschränkt sind.

WF: Was wurde aus Deinem beliebten Theme von „Rachel Stevens – I said never again (but here we are) – Nutzt Du diesen in Deutschland nicht mehr?

EMIL: Ich habe es bei der letzten GSW Show immer noch benutzt. Ich hatte das Gefühl, das ich es etwas abgehört habe und für meinen wXw Faceturn war es definitiv der falsche Song. Aber es kommt evtl. irgendwann zurück, ich weiss es noch nicht. Ich mag es sehr gern.

WF: Du hast viele Länder bereist und hattest quasi in ganz Europa gewrestlet. Wo hat es Dir am Besten gefallen?

EMIL: Ich liebte Irland & Norwegen. Italien auch. Sie alle haben ihren eigenen Charme. Ich musss ehrlich sagen das ich das Essen unterwegs in Frankreich HASSE.

WF: Wie unterscheiden sich zum Beispiel die niederländischen Fans von den deutschen Anhängern?

EMIL: Niederländische Fans sind traditionell sehr schwer zu begeistern mit dem was wir tun. Die Niederlande hat keine Wrestling Geschichte. Aber um fair zu bleiben, ich habe einige male für DPW gearbeitet and die Leute sidn sehr begeistert und laut.

WF: Eine lustige Road Story wäre klasse…

EMIL: Mal eben eine Geschichte die mir so einfiel….Ich tourte mit ein paar Mädels durch Italien. Eins von ihnen war ein wunderschönes, blondes Model. das als Ring-Girl gebucht wurde. Das ganze Team hat in dieser Nacht zusammen gegessen. Ich teilte mir ein Zimmer mit Stevie Douglas,während sich die Blondine ein Zimmer mit einer (nicht ganz so attraktiven) Rothaarigen teilte. Während des Essens konnte jeder sehen das ich mich mit der Blondine gut verstand. Wir blieben lange auf und warteten darauf das alle in ihren Zimmern verschwanden, außer ich, Stevie und die beiden Mädels. Ich versuchte die Blondine anzubaggern doch ihre rothaarige Freundin stoppte mich und wollte sie mit in ihr Zimmer nehmen. Also beschlossen Stevie und ich auch nach oben zu gehen um ein bißchen zu schlafen. Jedoch, als wir 4 die Treppen nach oben gingen öffneten alle Wrestler ihre Zimmertüren, kamen auf den Flur und „brabbelten“ – was meine Anbaggerversuche bei der Blonden total ruinierte. Das totale Chaos als 20 Leute herum rannten. El Generico…Er fragte mich ob mir der Blondinen was lief. Nene antwortete ich, die Rothaarige fährt mir in die Parade. Generico sah sich sie an, schaute mich wieder an und ging zu ihr. Er fing an zu erzählen um die Rothaarige abzulenken. Das war meine Gelegenheit die Blondine unbemerkt in mein Hotelzimmer zu bewegen. Jedoch durchschaute die Rote ihn und erwischte mich wie ich mit der Blondinen aus dem Chaos flüchten wollte. Bevor sie all meine Chancen ruinieren konnte griff Generico zu seinem allerletzten Mittel: Er schmiß seinen Umhang weg und startete seinen Funky Dance genau vor der Rothaarigen….in seiner Unterwäsche! Das verdutzte sie lange genug so das ich die Blonde zurück in mein Zimmer ziehen konnte und die Tür hinter mir zutrat. El Generico – der beste „Flügelmann“ aller Zeiten!

WF: Du trainierst auch Talente im wXw Dojo. Gibt es für Dich schon jemanden, dem Du großes zutraust?

EMIL: Ich möchte einige Favoriten nicht beim Namen nennen aber es sind einige sehr geeignete Jungs dabei. Einige kommen sogar verletzt zum Training um alles mitzubekommen. So soll es sein.

WF: In Deutschland gibt es Gott sei Dank wieder einige Wrestlingschulen. Welchen Tip hast Du für all Deine Schüler?

EMIL: Tu ALLES was du kannst und sei HART mit dir selbst, wenn du es sein musst. Bleibe in Form, esse gut, schlafe reichlich, schaue JEGLICHES Wrestling und gehe in eine gute Schule. Je mehr Zeit Du im Ring verbringst, umso besser. Und weiche nicht davor zurück andere Kollegen zu fragen, deine Arbeit kritisieren zu lassen.

WF: Was denkst Du eigentlich über das Womens Wrestling?

EMIL: Unter bewertet. Nicht nur bei den Fans, auch bei den Promotern. Es würde mir mehr gefallen, wenn man sie als seriöse Alternative booken würde statt nur als Blickfang.

WF: Welche Sportarten betreibst Du zusätzlich zum Wrestling noch?

EMIL: Ich habe 7 Jahre Judo, 6 Jahre Gymnastik, MMA für 2 Jahre und meistens habe ich Krav Maga gemacht (ist kein offizieller Sport aber eine Kampftechnik).

WF: Hast Du noch einige Worte an Deine Fans?

EMIL: Die richtige Menge des falschen, ist das Beste vom richtigen. Liebe als wärst du nie verletzt worden und tanze so, wie du es tust wenn keiner zuschaut. Gute Nacht, viel Glück und vergesst nicht Kondome zu benutzen. xxxx

 

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