Aiden Black im WrestlingFever.de Interview (Deutsch, 01.08.2021)

WF: Wir freuen uns, ein weiteres französisches Talent vorstellen zu können: Aiden Black! Vielen Dank für Ihre Zustimmung zu diesem Interview.

AB: Es ist mir auch ein Vergnügen und immer eine Ehre, interviewt zu werden!

WF: Soweit ich weiß, wurdest Du von Tristan Archer trainiert?

AB: Absolut, ich hatte das Privileg, von Tristan Archer trainiert worden zu sein und zwar bereits schon einige Zeit VOR der Corona Pandemie. Ich traf ihn in der ECA, der Wrestlingschule von AYA, wo er der amtierende Champion war. Ich war zuerst ein bisschen eingeschüchtert, weil er ein ehemaliger WWE „Cruisergewicht Classics“ Teilnehmer war und dieser Typ (der überall wrestlete, während ich noch in der Schule war) nun über meine Zukunft nachdachte (lacht)!

Zum Glück ging es natürlich sehr schnell, wir teilen beide eine große Leidenschaft für die Manga-Kultur, das sieht man an unseren Tattoos. Und ich glaube, wir haben den Vergleich noch nicht abgeschlossen (lacht). Ich hatte 2019 die Möglichkeit sein Coaching für ein ganzes Jahr in Anspruch zu nehmen und ich denke, dass er mich weiter im Auge behalten wird um zu überwachen, wie ich mich in diesem Geschäft so schlage. Er gibt mir immer noch wichtige und gutgemeinte Ratschläge. Ich hoffe, dass ich ihm eines Tages alles zurückgeben kann. Natürlich habe ich auch mit anderen trainiert. Eine wichtige Sache, die ich in diesem Geschäft erlernt habe, ist, dass wir ständig trainieren und uns weiterentwickeln müssen.

Ich denke hier besonders an Paul Tucker Gallagher, er war jemand, den ich nicht wirklich kannte, ich hatte ein bisschen von ihm gehört, weil er einer der ersten war, der bei NXT UK unterschrieb. Aber an dem Tag, an dem ich ihn traf, war es wie ein zeitloser Moment.
Dieser Typ ist wirklich sehr nett! öffne ein Wörterbuch, neben dem Wort „wunderbar“ hast du keine Definition, du hast dort sein Foto (lacht)!
Paul, hat mir viel gebracht, sei es beim Aufbau eines Matches, die Haltung im Ring, Verhalten in der Umkleidekabine. Er ermöglichte mir, mein Gimmick besser zu verstehen, indem ich immer mehr an kleinen Details fand, um alles größer zu gestalten. Ich konnte zwei Wochen mit ihm arbeiten. Eine Woche im Februar 2020 und die andere im Oktober 2020.

Ich gebe zu, dass ich in meiner ersten Woche nicht das Niveau meiner Erwartungen erreichte und hatte diese Wut auf mich, die mir sagte: „Ich wollte so viel besser machen“
Also ging ich im August 2020 für 2 Wochen zum Training mit dem „Bodyzoï Team“ in Belgien. Das ist eine unvergessliche Erfahrung für mich. Ich hatte die Möglichkeit mit unglaublichen Leuten wie MBM, Ultima Sombra, Mike D Vecchio, Cormac Hamilton, Striker und die französische Legende Pierre Booster Fontaine zu arbeiten. Ein Typ, der mir sofort vertraute, mit dem ich, glaube ich, mich stark verbessern konnte. Ich konnte seinen vielen Geschichten, Anekdoten etc. stundenlang zuhören.

Sicherlich eine meiner besten Begegnungen in diesem Geschäft. Dadurch konnte ich im Oktober 2020 für meine zweite Woche zu Tucker reisen, wo ich zeigen konnte, wozu ich inzwischen fähig war und auch, dass ich meine Ziele erreichen kann. Ich wurde zum besten Kämpfer der Woche gewählt und die Übergabe der Trophäe durch Paul ist die beste Erinnerung, die ich bisher habe.

WF: Betreibst Du andere Sportarten?

AB: Unbedingt, ich mache seit der Grundschule Sport und während der gesamten Schulzeit ein Sportstudium absolviert. Also Radfahren, Orientierungslauf, Klettern, Schwimmen, Triathlon, Kajak, Leichtathletik, Judo und einiges habe ich vergessen. (lacht)

Als Erwachsener konnte endlich eine Sportart ausüben, die mich schon lange faszinierte: US-Football! Ich liebte es vom ersten Tag an! Ich habe 6 Jahre bei den „Fenris de Dijon“ verbracht und gehe mit 2 BFC-Meistertiteln und vielen Erinnerungen. Ich bin meinem Verein auch immer noch sehr verbunden, denn wir gehen nach so viel Spielzeit nie ganz auseinander (lacht).
Und es macht immer Spaß, mit den Jungs ein NFL-Spiel zu sehen.

Außerdem habe ich während meines Aufenthaltes in der Gendarmerie viele Kampfsportarten geübt, brasilianisches Ju-Jitsu, Ringen, Sambo, Selbstverteidigung.
Ich erinnere mich immer an meinen Lehrer, der uns in 2-3 Bewegungen in die Luft gejagt hat, ich habe die Sitzungen mit dem Kopf nach unten beendet, meine Knie um 360 Grad gebeugt und das Schlimmste war, dass ich die nächste Stunde wollte (lacht)!

WF: Corona hat die Welt noch immer im Griff, daher ist es nicht nur für die Veranstalter schwierig, sondern auch für euch Worker und Fans. Stimmt es, dass Du deswegen Dein Debüt verschieben musstest?

AB: Oooh ja, es war für alle sehr kompliziert und ich begrüße die Kampfbereitschaft aller Promoter und Worker. Die Leute haben ihre Ziele nie aufgegeben und auch deshalb werden so viele Shows wieder aufgezeichnet / veranstaltet. Leider wollte ich Anfang 2021 mein Debüt geben, aber der Covid hat sich anders entschieden (lacht).

Nach alle dem ist es für einen „grünen“ wie mich schon kompliziert, seinen Platz in all dem zu finden, also habe ich mich entschieden, alleine an anderen Projekten zu arbeiten, um am Tag der der Shows bereit zu sein. Wir hören schließlich nie auf zu arbeiten!
Jetzt ist alles fast fertig. Aiden Black darf die Arena betreten!

WF: Erinnerst du dich an deine erste Begegnung mit Wrestling?

AB: Als wäre es gestern gewesen! Ich muss so 12 oder 13 Jahre alt gewesen sein. Einige Freunde am College hatten mir etwas von „Kanal 11“ erzählt. Es ging um Kämpfe, Dramen und Geschichten. So entdeckte ich mein erstes WWE „RAW“ am Montagabend, das war kurz vor Wrestlemania 24. Ich war vom ersten Tag an süchtig!

Viele Jahre später wollte ich endlich das „Warum“ und „Wie“ verstehen. Warum ist er Heel, warum redet er nicht viel, warum sehen wir diesen Wrestler nicht mehr. Und ich fing an, mir anzusehen, was woanders geschah. Ich fing an, mir die TNA, die CZW, die AAA, die Lucha Underground, die Chikara und natürlich bestimmte Strukturen in Frankreich wie die ICWA anzuschauen. Bei all diesen Stunden, in denen ich Wrestling zuschaute, verfiel ich den dunklen Gimmicks die mich faszinierten.

Typen wie Abyss, seine Monsterseite, der sich extrem quälte oder Samoa Joe, ich liebte seine Promos. Dank all dieser Promos habe ich die englische Sprache erlernt, weil ich wie ein Kind zuhörte, wenn der Vater was erzählt (lacht). Aiden Black würde es nicht geben, wären da nicht
Undertaker und Kane gewesen. Ich könnte die Matches zwischen Taker und Shawn Michaels bei Mania 25 und 26 in Dauerschleife sehen. Das ist mein Referenz-Match (lacht).

Heute bin ich weniger an der WWE interessiert, aber ich liebe, was NXT bietet.
Ich kannte Adam Cole, Walter, Tommy End und Ricochet bereits und liebe Fehden.
Es ist genau diese neue Generation von Wrestlern wie Tommy End oder Dexter Lumis, die mich in meiner Herangehensweise an mein Gimmick weiterentwickeln lassen.

WF: Gibt es Wrestler oder Gimmicks, die dein Outfit, deinen Style beeinflusst haben?

AB: Klar, wie ich schon sagte, sind es Wrestler wie der Undertaker, Abyss oder neuerdings auch Typen wie Tommy End oder Dexter Lumis, die mich inspirieren. Danach versuche ich immer, das Original zu finden. In der Vergangenheit habe ich auch improvisiert.
Ich bin immer auf der Suche nach den kleinen (neuen) Dingen, die man nicht erwartet, und baue das ein oder andere in meinem Kampfstil.
Tatsächlich merke ich, dass mein Outfit hauptsächlich eine große Mischung aus Einflüssen ist, die ich mitten aus dem Wrestling und dem Kino (Alien-Saga) habe.

WF: Ich habe gehört, du wartest auf deine neue Gear, wie wird sie aussehen und wie würdest du „Aiden Black“ beschreiben?

AB: In der Tat. Ich arbeite aktiv mit einem unglaublichen Künstler zusammen, dem Arteïde Studio, der in Nordfrankreich lebt. Um nicht zu sehr ins Detail zu gehen, muss man wissen, wie man ein kleines Geheimnis bewahrt, um die Spannung anzuheizen (lacht). Aiden Black, Krieger, der er ist, wird endlich mit seiner Rüstung aus seinen unterirdischen Galerien kommen. Also stellt euch die Mischung aus einer Kriegsrüstung, Bestien, Knochen und Insektenelementen vor.

Um Aiden Black zu beschreiben, würde ich sagen, dass er ein wildes Tier ist, welches im Untergrund lebt, er ist wie ein Tier, also folgt er seinen Instinkten und geht für sein Essen auf die Jagd, wie ein Raubtier. Stelle Dir so eine Kreatur vor, die nicht viel über den heutigen Moralkodex weiß. Es kann beängstigend sein (lacht).

WF: Wir sind immer interessiert an der Enstehung Deines Namens, gibt es eine Geschichte dazu?

AB: Ah, das ist eine gute Frage!

Oft versuchen wir unseren Namen so gut wie möglich klingen zu lassen. Wir stellen uns vor, wie ein Ringsprecher unseren Namen ruft, um zu sehen, wie er klingen würde (lacht)
Ich habe versucht, den Namen Aiden Black so zu verstehen, dass er etwas bedeutet, wenn man darauf achtet, ähnlich wie Finn Balor.
Finn ist in Irland ein ziemlich beliebter Name, was nicht dumm ist. Balor ist der Gott des Chaos. Ich glaube, ich habe es nicht rezensiert, sorry (lacht)

Kommen wir zurück zu Aiden Black, Aiden bezieht sich auf Eden, das Paradies, ein Ort, an dem wir in Frieden enden. Das stellt unweigerlich den Widerspruch zu „Black“,
„Eden Noir“, gibt großen Hinweis auf die Unterwelt, wo die Ruhestätte von Aiden Black liegt, wo er der Herr ist und es sein Paradies ist. Aber es ist ein Ort, an den er seine Gegner bringen wird, damit sie in einem schwarzen Eden landen.

WF: Heel oder Face – Was liegt Dir besser?

AB: Hmm, ich sage dir, ich liebe beides! Bei Aiden Black habe ich den Vorteil, diese beiden unterschiedlichen Seiten zu vereinen.
Als Bösewicht versuche ich zu erschrecken, diese monströse räuberische Seite zu zeigen und es funktioniert ganz gut, ich zähle nicht mehr die Anzahl der Kinder, die Angst hatten und weinten, als ich eintrat (lacht).

Im Gegensatz dazu, was ich liebe, ist, dass „Aiden Black“ auch diese alberne Seite hat, er kennt die Regeln zivilisierter Menschen nicht, also wird er zum Beispiel versuchen alles zu essen, was in seiner Nähe vorbeikommt. Die Telefone, die Mikrofone, er wird es vor die Kameras stellen, um zu sehen, was es ist (lacht).

Es ist ein bisschen so, als ob du dich vor einem Gorilla wiederfindest und ihm etwas gibst, das er nicht kennt, es wird völlig unkonventionelle Reaktionen haben, aber du musst vorsichtig sein, denn es ist ein wildes Tier, das dir den Kopf wegreißen kann.

Um deine Frage wirklich zu beantworten, würde ich „Heel“ sagen, weil es letztendlich die Seite ist, die am meisten auffällt.

WF: Du lebst in Frankreich, wo großartige Talente wie Archer, Senza Volto etc. herkommen. – Gibt es Länder, wo du unbedingt arbeiten möchtest?

AB: Oh ja und die neue Generation wie Aigle Blanc steckt voller Zukunft, ich hoffe, eines Tages eine so große Karriere zu haben. In diesem Geschäft muss man oft umziehen und ich habe es geliebt! Mein Ziel ist Europa. Wir haben nicht so viele unglaubliche Strukturen wie in Osteuropa. Ich habe es geliebt, in Irland zu arbeiten, besonders bei der OTT
in England für Progress, Riptide und all diese anderen Ligen, denn es gibt es so viele!
Aber wenn es tatsächlich ein Land gibt, das mir viel Aufmerksamkeit schenkt, es ist Deutschland! Einerseits, weil ich nicht weit von den deutschen Grenzen entfernt bin (lacht) und weil ich sehe, dass dort all diese französischen Namen erfolgreich sind!
Ich würde es lieben für cOw, Wrestlingkult, GWF, POW zu arbeiten und alle die ich jetzt in der Eile vergessen habe. Am Ende würde ich es lieben, überall zu arbeiten (lacht)

WF: Wie sieht die aktuelle Szene in Frankreich aus, könnt/organisiert ihr schon Shows oder sind die Auflagen so streng wie bei uns?

AB: Von dem, was ich bisher sehen konnte, haben die meisten Indoor- oder Outdoor-Shows ziemlich viel Publikum. Aber nach der Rede unseres Präsidenten ist der Gesundheitspass und unbedingt die Impfung für den Besuch der Show obligatorisch. Ich hoffe also, dass unsere großen Ligen weiterhin Shows organisieren und auf das geimpfte Publikum zählen kann. Und die Delta-Variante ist immer noch da, um uns mit einer neuen Epidemiewelle zu drohen. Ausnahmsweise bleibe ich lieber optimistisch und sage, dass wir aktuell das Publikum willkommen heißen dürfen und das ist die Hauptsache.

WF: Wenn dich jemand buchen möchte, wie kann man dich am besten kontaktieren?

AB: Zögert nicht mich über Social Media zu kontaktieren:
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WF: Aiden, wir hoffen, dich bald hier zu sehen! Bleib gesund und vielen Dank!

AB: Danke für das Vergnügen, ich hatte eine tolle Zeit. Ich hoffe wir treffen usn wieder und trinken ein deutsches Bier zusammen!

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