Big Bully Busick im WrestlingFever.de Interview (08.10.2014)

WF: Zuerst einmal vielen Dank für Deine Interviewzusage! Wie geht es Dir und was macht der „Big Bully“ heute?

BB: Es ist mir eine Ehre, mit Wrestlingfans in Deutschland in Kontakt treten zu dürfen.

WF: Du warst bereits in den 70ern aktiv und hast einige Jahrzehnte aktiv erlebt. Heute sehen die Wrestler anders aus: Kleiner, dünner und nicht mehr so kräftig wie früher. Gefällt dir das?

BB: Diese Frage ist schwer zu beantworten. Für mich hat es mehr damit zu tun, jeden einzelnen Wrestler zu respektieren, der hart dafür gearbeitet hat, Erfolg zu haben, unabhängig von Statur oder Größe.

WF: Trainierst Du heute noch regelmäßig und achtest Du auf die Ernährung?

BB: Ich bin ein passionierter Gewichtheber und trainiere verschiedene Athleten. In den meisten Fällen rate ich den Leuten sich an die Fachfrau Sarah Wernert zu wenden, wenn es um Ernährung und Diäten geht.

Busick1

WF: Die meisten Fans hier in Deutschland erinnern sich durch Deine Zeit bei der WWE an Dich. Du warst ein böser Charakter, der brutal gegen seine Gegner vorging. Wie war es für Dich, diesen Charakter zu spielen?

BB: Der Bully ist und war ein Fun-Charakter, es machte Spaß ihn zu verkörpern. Aufgrund des heutigen Social Media stelle ich immer wieder fest, dass die Charaktere von früher den Fans immer noch im Gedächtnis sind, das ist weitaus länger als ich es jemals für möglich gehalten hätte.

WF: Weißt Du noch wer die Idee zu „Big Bully“ hatte, hattest Du Mitspracherecht?

BB: Entwickelt habe ich den Charakter selbst und durch einen Vorschlag von Joe Pedicino war der Name geboren.

WF: War von Anfang an klar, das Du einen Bösewicht verkörpern wirst?

BB: Absolut!

WF: Der Respekt spielt im Leben aber auch im Beruf eine wichtige Rolle. Wie hart war es sich gerade zu deinen Anfangszeiten, sich zu etablieren und (auch im Lockerroom) durchzusetzen?

BB: Um erfolgreich als Mensch zu sein, musst du von den Erfolgreichen lernen. Ich habe getan was mir gesagt wurde, in den meisten Fällen von den Leuten, die als die Besten im Business galten.

WF: Wolltest Du als Heel auftreten, hat Dir das gefallen oder hättest Du gerne auch einen Face verkörpert?

BB: Ich habe als Heel angefangen und war nur in einer kurzen Zeit als Georgia Heavyweight Champion als Face unterwegs.

WF: Du warst Polizist, wie kam der Entschluss aktiv in den Ring zu steigen – Wie ich hörte hast Du den Beruf nicht lange ausgeübt?!

BB: Ich war fast 17 Jahre im Strafvollzug, Ausbildung oder als vereidigter Officer tätig. Ich bin glücklich darüber, sowohl im Wrestling, als auch im Strafvollzug gearbeitet zu haben. Zwei tolle Karrieren.Busick2

WF: Warst Du zuvor schon sportlich aktiv, Bodybuilding etc.?

BB: Ich habe mit 15 Jahren mit Krafttraining begonnen und zu High-School-Zeiten gerungen.

WF: Damals war alles anders, man musste sich durchsetzen. Wie siehst Du das Business heute im Vergleich zu früher – was ist wirklich anders?

BB: Je mehr Dinge sich verändern, desto mehr bleiben wie sie sind.

WF: Siehst Du das Internet als Fluch oder Segen?

BB: Segen!

WF: Ich frage ganz direkt: Ist ein Rücktritt wirklich ein Rücktritt – Kann man jemals für immer zurücktreten? Du bist auch aus dem Ruhestand zurückgekehrt…

BB: Also ich für meinen Teil bin und bleibe inaktiv.

WF: Wenn man etwas so sehr liebt, wie seinen Beruf, wie schwer ist es dann aufzuhören?

BB: Ein Mann muss seine Grenzen kennen.

WF: Wie hast Du Dich selbst als Wrestler gesehen? Warst Du ein „guter“ Wrestler?

BB: Es gab viele Momente, wo ich gut war, aber es gab auch Momente, wo meine Arbeit weniger inspirierend war.

WF: Was macht für dich einen guten Wrestler aus?

BB. Die Reaktion der Fans.

WF: Sicherlich hast du eine lustige Story für uns aus Deiner aktiven Zeit, die Du mit uns teilen kannst?!

BB: Diese Geschichten teile ich nicht LOL

WF: Könntest Du Dir vorstellen heute noch mit WWE auf Tour zu gehen und als Road Agent oder Manager zu agieren?

BB: WWE ist meine Heimat seit Beginn meiner Karriere. Sollte sich diese Möglichkeit ergeben, würde ich bestimmt ernsthaft darüber nachdenken.

WF: Vielen Dank Nick!

BB: God bless.

About