Cyanide im WrestlingFever.de Interview (Deutsch, 04.06.2017)

WF: Vielen Dank für Deine Zeit, wie geht es Dir aktuell?

C: Danke für die Anfrage. Mir geht es super, viel beschäftigt aber gut.

WF: Wir freuen uns, Dich für ein Interview gewonnen zu haben. Generell scheint das Interesse an Wrestling wieder größer zu sein, wie es einmal war. Wie konntest Du das für Dich feststellen, gerade in den UK?

C: Die Szene im United Kingdom ist explodiert seit meinem Debüt 2006. Damals war es ein großer Erfolg wenn das Publikum um die 100 Leute groß war. Jetzt gibt es mehr Shows als je zuvor und demnach auch mehr Zuschauer. Wrestling ist an einem Punkt an dem es sich langsam aber sicher wieder etabliert und hoffentlich helfen World of Sport und WWE UK dabei es endlich wieder so beliebt zu machen wie es vor einiger Zeit einmal war.

WF: Du bist ein riesiger Typ mit ordentlich Masse, war das schon immer so, also auch am Anfang Deiner Karriere?

C: Ich war schon immer ein riesiger Typ. Ich habe eine Weile Rugby gespielt bis ich das Wrestling entdeckte. Es brachte mich dazu im Studio härter zu trainieren und meine Masse noch zu erhöhen. Ich denke es lässt mich aus der Menge hervorstechen und macht mich in vieler Hinsicht einzigartig.

WF: Bist Du jemand der auf die Ernährung achtet, sprich: Versuchst Du Figur zu halten oder auch zu definieren?

C: Ich folge einem strengen Ernährungsplan den ich zumindest dafür nutze um sicherzugehen das ich ausreichend Proteine und Kohlenhydrate zu mir nehme. Mein aktueller Plan ist es ein wenig abzunehmen jedoch nicht zu viel Gewicht zu verlieren. Ich denke wirklich das meine Größe und Beweglichkeit mich von anderen abhebt und das möchte ich nicht verlieren.

WF: Wie erinnerst Du Dich an Deine ersten Trainingseinheiten?

C: Ich erinnere mich daran wie ich bei Futureshock Wrestling ankam und fast schon Todesangst hatte. Ich war ein ruhiger, schüchterner Junge der kein Selbstbewusstsein hatte und sich unwohl im eigenen Körper fühlte. Meine erste Trainingsstunde öffnete mir das erste Mal die Augen darüber wie viel Arbeit es bedeutet um im Wrestling erfolgreich zu sein. Ich erinnere mich, dass es eine harte und brutale Trainingseinheit war aber ich fand es toll. Ich war quasi vom ersten Tag an süchtig danach.

WF: Was oder wer hat Dich dazu bewegt, Pro Wrestler zu werden?

C: Es war eher ein Zufall der mich zum Wrestling brachte. Ich habe es ab und zu im Fernsehen gesehen aber nicht sehr oft. Dann eines Tages auf dem Weg aus dem Urlaub nach Hause, hat sich mein Bruder eine WWE DVD angesehen und ich sagte nur ‚WOW, das sieht nach einer Menge Spaß aus.‘ – ich hätte nicht gedacht dass man das in England erlernen könnte. Ich war so naiv zu glauben es gäbe nur WWE und TNA. Dann habe ich Nachforschungen angestellt und fand Futureshock Wrestling und, wie oben bereits beschrieben, alles Weitere startete dort. Die Wrestler die mich mich vom Wrestling überzeugten waren Leute wie Shawn Michaels, Kane, Undertaker, The Rock und vor allem, was viele schockiert, Rey Mysterio. Was er zeigte war spektakulär und ich wusste das ich Leute so toll aussehen lassen will wie er es tut.

WF: Wir haben mit „Demolition Davies“ einen ebenfalls gewichtigen Wrestler, der allein durch seine Erscheinung natürlich für Aufsehen sorgt. Du konntest mehrmals an seiner Seite Matches bestreiten, wie erinnerst Du Dich an diese Matches, Davies & NEW?

C: Demolition Davies und ich haben ein paar Gemeinsamkeiten aber im Grunde sind wir zwei komplett verschiedene Wrestler ganz besonders wenn man sich unsere Matches ansieht. Das Tag Team mit ihm ist großartig und wir sind eine Macht mit der man immer rechnen muss. NEW ist toll. Sie gaben mir die Chance meine Arbeit einem vollkommen neuem Publikum zu zeigen und ich denke dass ich, seit meinem Debüt, einen bleibenden Eindruck hinterlassen habe und zu einem ihrer Hauptakteure geworden bin.

WF: Wie stehst Du einem möglichen Dream-Match zwischen Dir und Davies gegenüber und wird man Dich wieder bei NEW sehen?

C: Ich würde es als einen Krieg bezeichnen. Ich bin für jede Herausforderung zu jeder Zeit bereit, daher würde ich auch davor auf keinen Fall zurückschrecken. Als aktueller Tag Team Champion und neuer Nummer 1 Herausforderer auf den NEW Heavyweight Titel kann man davon ausgehen dass ich noch eine ganze Weile bei NEW zu sehen sein werde.

WF: Wie würdest Du Deinen Stil beschreiben?

C: Ich würde es beschreiben als hart zuschlagend, heftige Aktionen mit einem einzigartigen WOW-Faktor. Ich wollte nie nur ein großer Kerl sein, ich wollte Leute schocken und zeigen dass ich mehr bin als das. Keiner erwartet einen 190kg schweren Moonsault oder Drop Kick, schon gar nicht der Gegner.

WF: Bei WWE ist es inzwischen so, das man nicht mehr auf die typischen Athleten baut, sprich durchtrainierte Größen. Man sieht kleinere, schmächtigere und gewichtigere Wrestler. Wie siehst Du diese Entwicklung und ist die WWE eine Option für Dich?

C: Ich habe da gemischte Gefühle. Ich vermisse die guten alten großen Superstars von einst, denke aber dass die Fans heutzutage anderes sehen wollen. Ich würde gern irgendwann für die WWE arbeiten. Das ist definitiv eines der Ziele für die ich so hart arbeite.

WF: Du bist als Tag Wrestler und Singles Wrestler aktiv – was liegt Dir mehr?

C: Da bin ich ganz ehrlich unschlüssig. Es gefällt mir beides zu dominieren und so aus beidem siegreich hervorzugehen.

WF: Wie bist Du zu Deinem Ringnamen gekommen?

C: Mein Name kommt von einem tödlichen Gift (Cyanid / Zyanid / Blausäuresalz). Ich wollte einen Namen der anders war aber gleichzeitig klarstellt dass ich ein Killer bin. Ich denke das tut es.

WF: Wer hat Dich trainiert und somit ausgebildet?

C: Ich wurde von mehreren trainiert. Am meisten beeinflusst haben mich Sam Bailey, Dom Travis, Damon Leigh und auch Alex Shane. Ich habe bei Futureshock Wrestling in Manchester trainiert und kann es gar nicht genug empfehlen. Es ist ein Ort der dir alles beibringt um es zu etwas zu bringen.

WF: Gibt es Idole, Vorbilder?

C: Ich habe beides nicht- Es gibt Leute die ich respektiere aber ich will der erste Cyanide sein, nicht der beste Nachahmer eines solchen.

WF: Hast Du zum Abschluss eine lustige Road Story, die Du uns erzählen kannst?

C: Ich werde nicht allzu sehr ins Detail gehen aber da war dieses eine Mal als ein Typ, der mich und zwei andere Wrestler gefahren hat, die ganze Zeit komische Schleifen gefahren ist. Am Ende landeten wir in einem Schlammloch ohne Straße auf der anderen Seite. Also mussten ein aktueller WWE Superstar und ich per Hand Betonstreifen auf dem Boden graben um eine halbwegs sichere Straße zu BAUEN um aus dem Schlamm zu kommen. Es stellte sich heraus dass unser Fahrer sein Navi auf ‚Fußgänger‘ eingestellt hatte.
Wir werden ihn das nie vergessen lassen.

WF: Vielen Dank für Deine Zeit!

C: Ich danke Euch. Folgt mir gern über die sozialen Medien. Ich bin @alexcyanide bei Instagram und Twitter und bin da auch sehr aktiv. Bis zum nächsten Mal.
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