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WF: Hallo Joey, wie geht es Dir?
JL: Ich tue mein Bestes,
um beschäftigt zu sein aber auch, um möglichst viel Zeit mit meinen
Kindern zu verbringen.
WF: Was bedeutet Pro Wrestling für Dich und wie würdest Du Deinen
Beruf einer Person erklären, die noch nie davon gehört hat?
JL: Für mich ist es einfach eine lustige Art seinen Lebensunterhalt
zu verdienen und die Welt zu sehen. Ich würde es wohl (in einer perfekten Welt) als eine durchdachte, dramatische Stunt
Show beschreiben... mit gelegentlich einer heißen Braut! (lach)
WF: Du stammst aus Kanada. Hast Du Dir als Kind oder auch später
Stampede Wrestling angesehen?
JL: Ich habe Stampede
Wrestling auf TSN (The Sports Network) sooft wie ich nur konnte gesehen. Ich
bin aus Toronto und so konnte ich es niemals live sehen, ist Calgary doch ca. 4
oder 5 Flugstunden von Toronto entfernt. Ich mochte jedoch das Produkt und
lernte viele der Talente aus der Show kennen, befreundete mich sogar mit
Einigen.
WF: Kannst Du unseren Lesern mehr über Deine ersten Schritte als
Wrestler verraten und über Deinen Trainer?
JL: Ich
trainierte 10 Jahre lang Karate und Kung Fu (4 schwarze Gürtel), das
war cool aber wie ich der Mutter meines Freundes Keith sagte (als sie uns beim
Training besuchte), sah ich keine reelle Zukunft darin in der Lage zu sein,
Jeden in der Schlange von Arbeitslosen zusammenschlagen zu können! Da mich mein
Vater immer gerne zu lokalen Wrestling Shows in Scarborough (dem Bezirk von
Toronto wo ich aufwuchs) und zu WWF Shows im Maple Leaf Gardens nahm, bekam ich
den Eindruck, ich könnte mit einer physisch fordernden, auf Performance und
Spaß basierenden Karriere durchstarten.
Ich sah mich um und
fand Sully`s Gym in der Innenstadt von Toronto, wo Ron Hutchison und Sweet
Daddy Siki "Pro Wrestling"- Seminare an den Wochenenden anboten und
nahm daran teil.
Ich versuche bis
heute, mit ihnen Kontakt zu halten. Ron
ist leicht zu finden auf FaceBook und er ist einfach wirklich einer der besten
Menschen, die ich kenne. Siki war auch großartig zu mir und ich bin den Beiden
dankbar für die Extraportion an Zeit und Freundlichkeit um sicherzustellen,
dass ich wusste was ich tue, bevor ich ins wirkliche Business hinausging
um aufzutreten.
Dass ich in
Deutschland lebe, ist eine direkte Folge des Wrestlings hier. Wenn man mir
nicht den richtigen Weg gezeigt hätte, wäre mein Leben ganz anders und
möglicherweise wesentlich schlimmer verlaufen.
Ich wäre nie meiner
Frau begegnet.
Ich wäre nicht Vater
meiner Zwillingssöhne.
Ich hätte keine TV
Show in Großbritannien gehabt.
Ich hätte nicht die
Erfahrung eines Vertrags mit der WWF gehabt.
Ich hätte nicht das
Pech mit meinem TNA-Vertrag gehabt (habe mich jedoch mit großartigen Leuten und
Talenten dort angefreundet).
Die Liste geht weiter
und weiter aber der Antrieb für das alles waren die Freundlichkeit,
Großzügigkeit, die Fürsorge und die wirklich guten Absichten, die mir Ron
Hutchison und Sweet Daddy Siki zeigten und gaben. So stehe ich für immer in
ihrer Schuld.
WF: Erinnerst Du dich an Dein erstes Match und wie war es zum
ersten Mal vor Publikum aufzutreten?
JL: Mein erstes Match war
gegen Johnny Destiny (ein guter Freund namens Keith Assune, der nun ein SEHR
talentierter Schauspieler ist) und es war auch sein erstes Match. Es war auf
einem Indianerfestival und wurde gebookt vom legendären Wrestler Tiger Jeet
Singh (der mir auch so viel Großzügigkeit zeigte und mir meine ersten Auftritte
in Japan verschaffte. Ich stehe in seiner Schuld und der seiner Familie!) und
es waren etwa um 10.000 Indianer vor Ort.
Es wurde draußen
abgehalten und wegen des Wetters wrestlete Tiger schon früher um dem Regen zu
entkommen also wurden Keith und ich zum Main Event (ehrlich gesagt war Tiger in
jedem Fall der Main Event aber wir bekamen das letzte Match des Tages also
„erhebe ich mich“ etwas und behaupte mein Debüt war der Main Event!
(lacht).
Ich war Babyface und
ich war SCHRECKLICH darin. Mein Wrestling war in Ordnung und das Match solide
aber ich hatte damals KEINE AHNUNG, wie man das Publikum involviert. Ich habe
es immer noch irgendwo auf Kassette und hin und wieder hole ich es heraus um
genüsslich über mich selbst zu lachen.
WF: Joey, Du wrestlest seit 1992. In Deinen Anfangstagen gab es
ein Tag Team namens Sex And Violence
mit Sexton Hardcastle, dem späteren Edge. Wie kamt Ihr zusammen und würdest Du
mit uns ein paar Erinnerungen teilen?
JL: Ich wrestlete
außerhalb vom Gym für ca. ein Jahr aber war noch im Training an den Wochenenden
als Adam (Edge) ins Gym kam. Er nahm Dinge echt schnell auf und weil wir die
größeren Typen in dem Gym waren, dachten Ron und Siki, dass es ein gutes Match
wäre. Also arbeitete Adam für die erste Zeit seiner Karriere meist mit mir.
Wir wurden Freunde
und er war wirklich bestrebt darauf den Heel
zu spielen (genau wie ich). In den ersten Jahren HASSTE ich es als Babyface angeheuert zu werden, auch wenn ich es
inzwischen schätze. Also hatte ich die Idee zum Team genannt "Sex &
Violence".
Der Gag war der, dass
die Pro Wrestling Illistrated uns als Team wirklich mochte. Sie wollten ein
Feature von uns als vielversprechende Stars veröffentlichen, doch sie hatten
ein Problem mit dem Namen "Sex & Violence". Er wäre es doch zu
anzüglich fürs Geschäft. Die ECW war zu dieser Zeit noch kein Faktor dieses
Geschäfts.(lacht)
Wie auch immer, wir
bekamen dann doch unseren Artikel und arbeiteten viel um Ontario und Michigan,
mit regelmäßigen Touren durch die Reservate in Mannitoba. Aber die GEMEINE Heel
Heat bei den Shows blieb aus, bis wir unseren "Anti Amerika-Pro
Kanada" Thug Life Angle starteten.
Ich gab mit dem
Mikrophon die Richtung vor, danach folgten Stunts, wie das Zusammenschlagen
eines Weihnachtsmannes unter den Zuschauern im Dezember oder das Abbrennen der
amerikanische Flagge im Ring, um die Massen wirklich zum Kochen zu bringen.
Ich bekomme heute
noch Nachrichten von Fans aus dieser Region, die mir schreiben, wie sehr sie
das vermissen und fragen, wann ich zurückkomme?! All das ist sehr
schmeichelhaft zu wissen, dass alle meine Bemühungen, egal wie übel gesinnt sie
damals auch waren, so anerkannt wurden.
WF: 1997 warst Du
dann Teil des Stables "Thug Life" . Kannst Du uns bitte mehr über die
Gruppe und ihre Mitglieder erzählen?
JL: Thug Life waren Joe E. Legend, Sexton Hardcastle (Edge),
Christian Cage (Christian), Rhino Richards (Rhyno) und ein weitere wechsendes
Mitglied. Ein Bisschen so wie es die 4
Horsemen machten, mit Ole Anderson, dann
Luger, dann Windham, usw...
Es
war einfach eine Gruppe aus Typen, die stets was zu lachen hatten, jung waren
und die Aussicht genossen, jeden Abend Allen die Show zu stehlen - in dem sie
immer 100 % gaben.

WF: Wann kamst Du zum ersten Mal nach Deutschland und was denkst
Du über die CWA, der Promotion für die Du zu dieser Zeit gearbeitet hast?
JL: Ich kam zum ersten
Mal 1998 für das CWA Hannover Turnier nach Deutschland. Ich war der Ersatz für
Marshal Duke (Duke the Dumpster Drose), der zu der Zeit ziemlich populär war.
Aber er hatte so etwas wie ein Rechtsproblem in Florida, was ihn in den Staaten
zurück hielt und so brachte mich Rhyno dafür hinein.
Ich LIEBTE es und
wünsche es würde noch immer laufen und gedeihen. Otto behandelte mich immer
sehr gut und ich lernte viele tolle Kerle und großartige Talente kennen, hatte
tolle Zeiten und großartige Kämpfe. Ich sehe einige von ihnen bis zum heutigen
Tage. Vor ca. 2 Wochen hatte ich ein
Abendessen mit Tony StClair und seiner Frau Christiane und Tony ist immer noch der selbe großartige
Mann, der er damals war, als wir uns kennen lernten.
WF: Warum hast Du dich für ein Leben in Deutschland entschieden?
JL: Ich habe eine
Deutsche geheiratet.
Aber es ist auch nett
und zentral gelegen in Europa, also habe ich ein weites Spektrum an
Arbeitsplätzen ohne zu viel zu reisen. Es hilft auch dass viele Kulturen ihre
Höhen und Tiefen haben. Wenn die Popularität des Wrestlings in Großbritannien
etwas abnimmt, dann gehe ich nach Frankreich wo es momentan RIESIG ist. Wenn
das wieder herunter fährt, dann hat Belgien momentan ein wachsendes Geschäft.
Ich finde immer was, wo meine Arbeit populär ist, ein akzeptabler Flugpreis
entfernt für den Promoter, um mich anzuheuern und behalte doch ein stabiles
Familienleben mit meinen Kindern, wenn ich nicht aufbrechen muss um dem
Business hinterher zu jagen mit stetigen Ortswechseln.
WF: Du sagtest mir einmal, dass du bereits in einem FKK-Camp und
auch in einer Kirche angetreten bist. Kannst Du den Lesern mehr über solch
seltsame Orte erzählen?
JL: Ja, ein FKK-Camp
in Ontario (nein, ich wrestlete nicht nackt!!) und eine Kirche in Wales (nein,
nicht während der Messe!!). Auf einer 20 Meter hohen Plattform in einer Arena
in Moskau (nein, ich war nicht betrunken), eine Straßenshow im Rotlichtbezirk
von Hannover (wo wir uns in einem der Räume der Prostituierten umzogen) ...
(Nein, sie saß nicht im Raum mit uns). In einem Edelbordell in Hamburg oder
Köln (es gab nichts gratis, nicht mal einen Coupon! ...lach).
Immer wenn ich denke,
ich habe den Boden erreicht, mit einer Arbeitsstätte, findet wer
neue Keller.
WF: Joe, Du hast überall rund um den Globus gearbeitet, sogar in
der WWE als "Just Joe". Wer
kreierte das Gimmick und was denkst Du über die WWE.
JL: Mein ursprünglich
erdachtes Gimmick war ein Sekteinführer, aber Vince dachte dass es zu sehr in
die religiöse Richtung geht.
(Corporate Ministry,
Reverend Devon, Mordecai, Brother Love, Vince Wrestling GOD!! WAS?). Aber als
ich ihm sagte, wollte ich mich nicht als Gott etablieren, sondern ihm (Vince)
dienen (ganz klar als Bösewicht, der Leute für seine Absichten manipuliert -
wie eine Schlange im Gras), nahm er es
an und mochte den Einfall, mich den
"Propheten" zu nennen.
Ich hasste es aber,
dachte ich wäre zu neu in der Firma um etwas abzuschlagen.
Wie auch immer, Mir
wurde ein zurückgebliebener, talentloser Schreiber namens Jamie zugeteilt, der
es zu dem Desaster machte, das es wurde. Ich versuchte alles, die Dinge in ein
positives Licht zu rücken, aber er wollte nicht zuhören.
Lustig daran ist,
dass dieser Trottel am Ende wegen Inkompetenz gefeuert wurde - leider erst
nachdem man mich gehen ließ. Es ist eine Schande, dass es so lange dauerte,
aber er bekam was er verdiente.
WF: 2003 hast Du
für TNA gearbeitet. Ich mochte Deinen Run dort aber soweit ich mich erinnere
gab es dort ein Problem mit dem Gründer Jeff Jarrett? Kannst Du meine
Erinnerung bitte etwas auffrischen und uns erzählen, was zwischen Euch
vorgefallen ist?
JL: Wirklich? Eigentlich habe ich damit lange abgeschlossen. Wenn es
für Dich okay ist, fasse ich mich kurz.
Ich arbeitete damals
stetig in Europa und nahm an einer großen Tour für eine Gruppe Namens WWA teil,
durch England, Irland, Schweiz, mit einem PPV in Schottland. Ich hatte jeden
Abend großartige Kämpfe mit Mike Sanders und traf Jeff Jarrett. Er fragte mich,
ob ich denn Intersse hätte zu TNA zu kommen. Ich sagte ihm, ich würde schon wollen, wüsste aber nicht, ob sich das nach
dem WWF Debakel für mich lohnen würde?
Er versprach mir rauf
und runter, dass wir Vince zeigen würden, wo er es mit mir verbockt hatte. Ich
schätze, ich wollte das auch wirklich hören, also hatte ich mich verkauft.
Es kam zu einigen
Verzögerungen, also arbeitete ich für ein paar Monate in Puerto Rico, bevor ich
an einer weiteren WWA Tour durch Australien mit einem PPV in Neuseeland
teilnahm.
Jeff war auch auf der
Tour und bezog mich sogar in den Ausgang seines Hauptkampfes mit ein, wollte er
doch jemand Vertrauenswürdigen für die Arbeit, die gebraucht wurde. Mit anderen
Worten, er schleimte sich bei mir ein.
Egal, ich zog zurück nach Kanada (nach Windsor, direkt gegenüber
von Detroit) und begann bei TNA.
Zunächst lief es eine
Weile ganz gut, mit Ausnahme der Bezahlung, die deutlich geringer ausfiel, als
die, die mir ursprünglich zugesichert wurde.
Mir wurde mitgeteilt,
dass ich einen Vertrag für 6 Kämpfe hätte, damit sie testen könnten, ob ich in
den Kader passe - bevor ich einen länger laufenden, höher bezahlten Vertrag
bekäme.
Ich hatte einen
Freund in der Geschäftsleitung, der
mir dies bestätigte, also unterschrieb ich, basierend auf d dem (falschen) Versprechen der TNA Geschäftsleitung,
mir zusätzliche Auftritte bei unabhängigen Ligen zu besorgen, um die fehlende
Garantie auszugleichen.
Ich hielt mich ziemlich gut und dann kam Dutch
Mantell zu TNA (Er war der Chefbookker in Puerto Rico gewesen, also hoffte ich,
ich hätte nun ein freundliches Gesicht in der Kreativabteilung.) und ich fand
durch Vince Russo heraus, dass Dutch
"irgendwie sauer" auf mich war. Ich sprach ihn darauf an und
fragte,was ich tun könnte, um zu helfen und um ein größerer Faktor in der Show
zu werden.
Mir wurde
gesagt, ich sei ein Vermögenswert und sie hätten eine
große Sache für mich auf Lager.
Was ich bekam war die "Red Shirt
Security", wobei ich die Bumps und Jobs übernahm, um meinen Partner
aufzubauen und ihm ein besseres Verständnis der
Psychologie zu vermitteln.
In Wahrheit mochte ich Kevin Northcutt und hatte
NICHTS gegen ihn. Doch wir erhielten einen dämlichen Lauf, mit fast
wöchentlichen Niederlagen und dann irgendwie dem Gewinn der Tag Titles. Sodass
sie (und letztlich WIR) gar nichts bedeueten.
Wir verloren sie in der Folgewoche, als AJ
Styles...ALLEIN... Kevin in einem 2 gegen 1 Kampf pinnte, Danach wurden die
Titel für vakant erklärt, weil AJ keinen Partner hatte, um sie zu
verteidigen.
Wir wurden einige Wochen herumgeschubst, bis ich
von Jeff Jarrett seine Gitarre übergezogen bekam. Es hieß, ich sollte einen
netten Babyface Turn erhalten und gegen Jarrett fehden.
Danach jedoch schickten mich diese Genies heim
und brachten mich nicht mehr zurück, auch wenn unser laufender Vertrag noch
einige Kämpfe offen ließ.
Ich rief an, ich schrieb E-Mails und förmliche
Briefe... Während mein Bankkonto von Woche zu Woche belastet wurde, versuchte
ich eine Antwort von ihnen zu bekommen, warum dies alles passierte und ob ich
nun erledigt sei oder nicht.
Wäre ich einfach gegangen, hätten sie mich laut
Vertrag noch am Vortag eines PPVs anrufen können und ich hätte erscheinen
müssen oder mein gesamter Vertrag wäre nichtig gewesen und ich hätte meiinen
Anspruch auf das Geld verloren, welches sie mir immer noch schuldeten.
So konnte ich nicht weg und war untätig, wenn
ich blieb.
Ich erfüllte meinen Vertrag und stellte sicher,
dass sie mir jeden Cent auszahlten, den sie mir schuldeten. Ich stieß doch
erhebliche Drohungen gegen Jeff und Dutch aus, (musste aber warten, bis sie
mich bezahlt hatten, denn Drohungen hätten den Vertrag nichtig machen können)
weil die beiden zu feige waren, aufrichtig mit mir zu sein. Telefonisch, aus
einer anderen Stadt.
Das war, als ich zurück nach Europa zog und neu
anfing.
Wiedermal!
Huh, ich hab mich wohl doch nicht so kurz
gehalten, glaub ich! (lacht)
WF:
Joe, Du bist ein sehr respektierter Trainer von Talenten wie Absolute Andy, Alex Shelley, Alpha Female und vielen anderen. Was bedeutet es Dir die Kunst des Pro
Wrestling zu trainieren?
JL: Im Wrestling wie
im Leben, versuche ich einfach die Dinge zu verbessern. Ich möchte den Leuten,
die ich treffe und mit denen ich Zeit verbringe, helfen sich besser zu fühlen
und ich möchte dem Wrestling, welches in den letzten paar Jahren einen derben Niedergang einstecken musste, da es so leicht
wurde, für Jedermann – mit oder ohne vernünftiges Training – sich selbst
„Profi“ zu nennen.
Ich sehe SO viele
Fehler, die ich aber für ausschlaggebend halte, wenn es darum geht, einen Kampf
und das Geschäft besser zu machen. Diese werden von den „Veteranen“ aber nicht
korrigiert, weil diese fürchten dann ihren Platz an einen Jüngeren zu
verlieren.
Oder ich sehe diese
"Veteranen" (für gewöhnlich ein Säufer, der das Geschäft mit seiner
Präsenz und mit
"Selbstverherrlichung" degradiert, bis ihm die Leute seinem
Mist glauben), wie sie diese Dinge falsch lehren weil:
a) es ihre Position
schützt.
b) Sie wissen einfach
nicht, wie es richtig gemacht wird.
c) Sie ihre eigenen „Marks“ sind und Fragen der
Schüler abwimmeln und
stattdessen schreien, dass die Kinder den Veteranen nicht den gebührenden
Respekt zollen, wenn sie eine Frage stellen.
In Wahrheit glaube ich, wenn man nicht in der
Lage ist, JEDE Frage eines Schülers bezüglich eines Moves, einer Technik oder
eines psychologischen Aspekts, den man lehrt, mit „Warum“ zu beantworten, dann
sollte man sie lieber gar nichts lehren.
Ich sehe zu viele Kinder, die wirklich wollen
und versuchen in diesem Spiel mitzuhalten, wenig später nach ihrem Start total
verändert wieder, von selbstsüchtigen Idioten, die in ihrer eigenen
Selbsteinschätzung gefangen sind, (sie machen eine handvoll Kämpfe im Jahr, oft
durch den Gefallen eines Freundes, der sie bookt, senken ihren geforderten
Preis um TATSÄCHLICHE Profis zu unterbieten, die davon leben müssen, zahlen
ihre Flüge selbst, bezahlen ihre Hotels
selbst und senken so insgesamt das Niveau für diejenigen, die tatsächlich ihr
bestes geben, um das Geschäft aufzubauen) dass sie die Zukunft des Geschäfts
behindern und gegenwärtig schwächen... in dem sie im großen und ganzen keine
Rolle spielen.
Meine Hauptmotivation ist es, der neuen
Generation von Schülern zu helfen.
WF:
Lass uns über die GSW sprechen. Du kennst die alte und die neue GSW und Du
warst Teil ihrer neuen Internet Show GSW Courage. Was denkst Du über das neue
Konzept von Ingo Vollenberg und seinem Team?
JL: Ich möchte Ingo
nicht niedermachen, da ich ihn und SEINE Firma wirklich mag. ER sollte sie so
leiten, wie er meint. Aber als der Kontrollfreak, der ich bin, kann ich ehrlich
sagen, dass ich Dinge GANZ anders
gestalten würde. Vielleicht liege ich falsch, aber ich habe eine andere Ansicht
darüber, wie man booktt. Aber ich wünsche ihm dennoch viel Erfolg.
WF:
Du hast für viele Promotions in Deutschland und Österreich gerungen. Denkst du,
dass irgendeine der Promotions das Potential hat zu wachsen?
JL: Ich denke jede
Promotion hat das Potential zu wachsen, es geht nur darum herauszufinden, was
das Publikum möchte, um das auch zu geben. Man sollte aber nicht blind den
Internetforen glauben, da eine ÜBERWÄLTIGENDE Mehrheit der Nachrichten dort,von
den Wrestlern selbst stammt, die dort unter verschiedenen Namen schreiben. Also
seine Freundin, sein Bruder, seine besten Freunde, seine Familienmitglieder.
Alle tun ihm den Gefallen um wahrgenommen zu werden.
Das sind Leute, die
kostenlose Karten von dem Wrestler bekommen, nicht die, denen man die Karten
verkauft.
Bevor man Jemanden anheuert sollte man entweder andere Shows
besuchen und auf die Publikumsreaktionen achten oder wenn man über die Mittel
und Zeit verfügt, auf das eigene Publikum zu hören und zu sehen, was es summen
lässt.
Gib den Leuten, was sie wollen....SAGE
ihnen nicht was sie wollen und dann besteht die Chance, dass sie eine gewisse
Loyalität zeigen.
WF: Danke für Deine Zeit, Joe. Wir sehen Dich
am Ring.
JL: Hoffe euch da zu sehen..checkt meine Kolumnen auf der SLAM
Wrestling Webseite!
Beste Grüße und Gottes Segen!
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