Kolumne: Bubble Butt #3 (15.07.2018 – By Jessy Jay)

Es freut mich, dass ihr euch zu meiner #3 Kolumne eingefunden habt. Heute geht es um folgende Themen:

• Erste WWE Houseshow
• Rest des Wrestlingseminares
• Geburtstage

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Erste WWE Houseshow
Wie ich schon in den zwei vorherigen Ausgaben geschrieben habe, bin ich, wie viele Wrestler, durch die WWE, auf das Wrestling aufmerksam geworden und da liegt es auch nahe, auf eine WWE Show zu gehen. Ich weiß nicht mehr genau wie alt ich war, denke so 14 Jahre, als die WWE Werbung für die Live Tour in Deutschland und Österreich gemacht hat. Wie jedes Kind, wenn es etwas sieht, was es haben will, bin ich meinen Eltern so lange in den Ohren gelegen, so das ich zum Geburtstag Tickets für die Show in Innsbruck bekommen habe. Jeden Tag checkte ich die Teilnehmer und als Jeff Hardy angekündigt wurde, wollte ich einfach nur, dass der Tag morgen ist. Ich konnte es einfach nicht mehr abwarten. Doch dann ein herber Rückschlag. Am 28. August 2009 passierte das Unmögliche. Jeff Hardy verlor das Steel Cage Match gegen CM Punk und musste die WWE verlassen. Obwohl ich wusste, was Wrestling ist, hab ich es trotzdem nicht begreifen können und CM Punk ab diesem Zeitpunkt gehasst. Nachdem ich den Schock verdaut habe (was einige Wochen gedauert hat), wollte ich mir das Live Event nicht madig reden und habe mich dennoch riesig gefreut, alle anderen Wrestler zu sehen und endlich mal diese Atmosphäre in der Halle zu erleben.

Endlich, der Tag war gekommen, wir fuhren ziemlich früh los, um auch wirklich pünktlich in Innsbruck zu sein, da wir noch im Hotel einchecken mussten. Die Fahrt war eine gefühlte Ewigkeit für mich, doch endlich angekommen, wollte ich sofort zur Halle, was eigentlich völlig sinnfrei war, da die WWE Superstars erst von England nach Innsbruck reisen mussten. Also sind wir erstmal in die Innenstadt gefahren. Innsbruck ist schön, aber meine Gedanken waren nur bei dem heutigen Abend. Wieder zurück im Hotel gingen wir endlich zur Halle, um dort die Enttäuschung des Jahres, wenn nicht die Enttäuschung meines doch noch sehr kurzen Lebens, zu hören.

“Aufgrund des Vulkanausbruches in Island, konnte kein Flugzeug in England starten oder landen, so das die WWE Superstars heute leider nicht anwesend sind. Die Show wird auf eine anderes Datum verlegt, die Tickets werden erstattet!”

Ich war enttäuscht, traurig und wütend. Der Tag, den ich mir so sehnlichst gewüscht habe, war einer der Schlimmsten. Um noch etwas aus dem Abend zu machen, entschieden wir ins Kino zu gehen, mit diesem Gedankengang waren wir nicht die einzigen Wrestlingfans. Ich weiß nicht mehr, welcher Film lief, ich weiß nur noch, dass ich sehr viel Pocporn gegessen habe. Am nächsten Tag fuhren wir nach Hause. Die Show wurde dann ein halbes Jahr später nachgeholt. Es war dennoch ein sehr schönes Erlebnis, bei dem mein Vater sogar die Cap von John Cena fangen konnte.

Weiteres zum Wrestlingseminar
Tag 2: Ich bin aufgewacht und konnte mich erstmal nicht aus dem Bett erheben, alles tat weh. Muskelkater und blaue Flecken zierten meine Körper, vor allem auf der rechten Seite unter meiner Achsel, ein riesiger blauer Fleck. Es tat wirklich alles weh und ich überlegte mir, wie ich den heutigen Tag überleben sollte, aber aufgeben war für mich keine Option. Also ging ich steif und unter Schmerzen ins Bad und machte mich frisch. Kurz bevor wir zur Halle gefahren sind, fragte mich meine Mutter, ob es nicht doch sinnvoller wäre, heute abzubrechen und das ganze vielleicht nochmal zu machen, wenn ich etwas älter bin. Ich überlegte nicht lange und verneinte, wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, dann ziehe ich es auch durch. Noch schnell eine „Pause“ (Vesper) gekauft und dann zu Halle gefahren. Dort angekommen habe ich festgestellt, dass Einige nicht mehr aufgetaucht sind, denen war es wohl zu hart. Ich war zu diesem Zeitpunkt extrem stolz auf mich, da ich als 15 jähriges Mädchen, im Gegensatz zu “echten” Kerlen, nicht aufgegeben habe. Die andere Dame war ebenfalls noch im Rennen. Das Aufwärmen lief so ähnlich wie am ersten Tag.

Liegestütz, Kniebeugen, Sit Ups, Rollen und Fallschule, nur eben alles in einer steiferen Variante, da es allen anderen genau so erging wie mir, aber je länger das Training lief, desto weniger wurde der Muskelkater. Wir lernten an diesem Tag die ersten Moves, wie zb einen Bodyslam oder Hip Toss und den ersten Spot. Ich war, trotz meines Muskelkaters ein freches Mädchen und hab mit einem der Trainer immer wieder “Blödsinn” gemacht, der andere hat mich noch ein bisschen in “Schutz” genommen und stand noch auf meiner Seite. Außerdem hatte ich, wie es damals glaube ich “in” war, zwei verschiedene Schuhbänder, was den einen Trainer nicht wirklich gefiel. Irgendwann war dann eine halbe Stunde Mittagspause.

Nach dieser Mittagspause tauchten zwei weitere Kandidaten und eine Kandidatin nicht mehr auf. Also war ich nun auf mich alleine gestellt, um die Frauen rechtmäßig zu vertreten, war ich weiterhin frech und habe mir im Ring noch mehr Mühe gegeben. Nun lernten wir den Dropkick, das sah anfangs echt extrem lustig aus. Er ging nie höher als in den Bauch. Ich wollte nicht aufgeben und probierete es immer und immer wieder, bis ich es endlich schaffte. Wenn man es mal heraus hat, mit dem Abstand, Absprung und vor allem das Zielen ist es gar nicht mehr so schwer. Leider war der Tag ebenfalls recht schnell vorbei. Am nächsten Morgen ging es schon besser mit dem Muskelkater. Einerseits habe ich mich extrem auf diesen Tag gefreut, da es wieder in den Ring geht, anderseits wusste ich, dass es der letzte Tag sein wird, da ich nicht wusste wie es weitergeht. Der Gedanke verflog aber schnell wieder, als ich in der Halle war. Wir lernten noch einige Moves und dann haben wir einige Trainings Matches gemacht, was echt toll war, aber dann habe ich die “Rache” für mein „Frech sein“ bekommen. Ein Match gegen VIP, mit dem anderen Trainer als Referee, ich war wohl noch frecher als gestern, so dass sich dieser ablenken ließ und VIP mir in die Augen stach, einen Legdrop ansetzte und ich da ´durch verlor. Es war einfach nur einzigartig, dieses ganze Wochende war wie ein Traum. Doch mit dem Trainingsende und der Verabschiedung endete dieses sehr schnell. Ich wusste nicht wie es weiter geht. Werde ich jemals wieder in einem Ring stehen?

Alex Wright hat sich eine Zeit lang mit meiner Mutter unterhalten, was eine sehr gute Entscheindung war. Alex sagte zu ihr, das ich talentiert bin und ich durchaus das Zeug dazu habe. Meine Mutter erzählte mir das und auch, dass es ein Gruppentraining im Monat gibt, dennoch glaubte ich nicht daran, dass meine Mutter es erlaubt, da ich erst 15 Jahre alt war und es zweitens eine doch lange  Strecke von Nürnberg nach Salzburg ist. Sie sagte: “Jessica, ich habe noch nie so ein leuchten in deinen Augen gesehen, wie als du in diesem Ring standest, wenn du das wirklich willst, bekommen wir das hin.” Ich war das glücklichste Mädchen auf der ganzen Welt und bin dafür immer noch sehr dankbar. Glücklich und zufrieden machten wir uns auf dem Heimweg und ich wusste, dass ich in ein paar Wochen wieder in diesem Ring stehen werde.

Geburtstage
Da das ganze eine Geburtstagsausgabe ist, werde ich heute über meine bisherigen Geburstage schreiben. Ich kann mich nicht wirklich an meine ersten Geburtstage erinnern, kenne aber ein paar Erzählungen und Bilder. Zu meine 1ten Geburtstag habe ich einen Käse mit einer Kerze bekommen, da ich keine Süßigkeiten mochte. Dies hat sich leider mit der Zeit gelegt und ich bin ebenfalls den Süßigkeiten verfallen. Im Kindergarten waren Geburtstage immer etwas Großes, alles drehte sich um das Geburtstagskind. Es durfte sich Spiele aussuchen, entscheiden ob wir in den Turnsaal gehen, bekam ganz viel tolle selbstgemachte Geschenke und das wohl coolste, man saß auf einem Trohn. So und da war ich. Eine kleine Jessica, die leider in den Sommerferien Geburtstag hatte und dadurch nicht so eine tolle Feier bekam und allein feiern durfte.

Mein Geburstag wurde auch gefeiert aber mit allen anderen die in den Sommerferien Geburtstag hatten. Kein Trohn für mich und auch keine Entscheidungen, welche Spiele gespielt werden, ABER ich habe immer den coolsten und besten Kuchen von meiner Mutter bekommen. Erdbeerkuchen mit einer Sahnekuppel, darauf lauter Zuckertierchen und Kerzen. Der Kuchen war immer am schnellsten weg. Typischer Geburtstagstag von mir als Kind. Geschenke auspacken, dann in den Bayernpark und so viel Spaß wie möglich haben, heim kommen, Geschenke ausprobieren, Kuchen essen und dann müde ins Bett fallen. Mittlerweile sehe ich Geburtstage als nicht mehr so wichtig an, ich habe an dem Tag ja eigentlich nichts geleistet, bin nur auf die Welt gekommen. Ich finde es natürlich schön Geschenke zu bekommen und zu wissen, viele Leute denken an einen, aber wenn man diese Person mag, sollte man sich nicht nur an solchen Tagen melden und dann wieder ein Jahr Funkstille haben.

Geschenke werden gerne persönlich entgegengenommen, wenn dies nicht möglich ist,dann einfach auf meinen Social Media Accounts schreiben 😉

Eure Jessy

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