Kolumne: “On the road mit Michael Kovac” #2 (24.09.2013)

ontheroadkovacEigentlich wollte ich heute von meinem Italientrip nach Rom für IWS von diesem Wochenende berichten, aber es sollte nicht so sein, denn erstens hat der Promoter es wieder mal verhaut und zweitens war ich eh nicht fit, da ich schon die ganze Woche flachgelegen bin. Kurze Exkursion: Sergio, Kampfname „El Dinamico“ ist aus der Dom.Rep., lebt aber in Italien, wo er mehr oder weniger erfolgreich Shows im Norden veranstaltet. Wir bezeichnen ihn als „Drecksmurl“ (österreichisch: unzuverlässiger Schwarzer), weil er immer bescheißt und es eh öfters vermurkst. Seit unserem ersten Trip 2004 nach Turin wissen wir, dass man auf ihn aufpassen muss, denn schon damals hatten wir ihn am Geldautomaten umzingelt.

Auch diesmal hat er es verbockt, indem er bis zum letzten Tag mit der Fluginfo gewartet hat, nachdem er schon vorher mal wieder um die Gage gefeilscht hat. Kann ich Beides nicht leiden! Freitags gegen 13 Uhr meinte er, ich soll dann abends um 19h nach Rom fliegen – genau, ich sitz ja rum und warte, bis der schwarze Prinz sich in letzter Sekunde meldet. Ich rede mit seinem Sohn, der besser englisch spricht und erkläre ihm, dass sein Vater endlich mal professioneller werden sollte und ich mich eh noch nicht fit fühle, und daher das Ding cancle. Er versteht es, ob das sein Vater tut, ist mir in diesem Moment scheißegal!

Das Rainbow Magicland ist nicht, wonach es aussieht. 😉

Ich verzichte nicht gerne auf zwei Tage Arbeit, aber diesmal ging es mir ums Prinzip und außerdem wollte ich die anstehende Quatar-Tour nicht gefährden. Da es daher kein Catchen für mich dieses Wochenende gab, möchte ich euch zwei Wochen zurückführen und euch einen kleinen Einlick in die Wiener EWA-Show geben, wo ich auch diesmal als Promoter fungierte. Nachdem die Aprilveranstaltung komplett ausverkauft war und wir Zuseher heimschicken mussten, war klar, dass wir wieder im Grossen Schutzhaus Rosental ne Show ausrichten. Und einsmal gleich vorweg: beim zweiten Mal ist alles um einiges leichter als beim ersten Mal. Beim Poster hab ich gar nicht lang rum geschissen, sondern das von der Foridsdoerfer Herbstshow genommen und nur Datum und Ort verändert, sind eh ziemlich die gleichen Catcher am Start.

Gemeinsames Chillen im Ring!

Nachdem ich im April sehr unrund war und schon mal rum geschrieen hab, war ich diesmal so was von chillig drauf, nach mehr und ich wäre eingepennt. Alles lief am Schnürchen und beim Booking war es diesmal mein Hauptanliegen, dass die „Neuen“ mit den „Alten“ arbeiten, denn da könne sie am meisten lernen und bald werden Dirty Brothers und Konsorten ihre Stiefel an Nagel hängen. Ich hab mir selber das Popcornmatch nach der Pause gecheckt, nachdem ich im April im „Main Event Team2 stand. Alles lief fluffig und chillig, bis jemand eine Stunde vor Showbeginn draufkommt, dass wieder mal das Kabel vom Laptop zur Soundanlage fehlt.

Leichte Panik breitet sich aus, aber Mr.Tattoo kennt Leute und organisiert eines, so dass ne halbe Stunde vorher alles passt. Die Veranstaltung verläuft reibungslos, ich zieh mein Match nach der Pause mit dem zurückkehrenden Tom Venice a.k.a Travis Cross durch, obwohl ihm dabei schön die Luft ausgeht. Na ja, er hat ordentlich zugelegt, und fast schon mehr Gimmicks wie Kämpfe.

Catchen in Wien: Generationen-Clash!

Show geht stressfrei zu Ende und ich check die Abendkasse, großer Gewinn wird es diesmal wohl keiner! Nachdem ich die Jungs ausbezahlt habe, natürlich immer mit einer Tröte in der Hand, versuche ich noch was vom Essen abzugreifen, aber als Letzter bleiben einem immer nur die Reste. Dann ab zur Aftershowparty, die nicht weit weg stattfindet. Dort geht es ordentlich rund, ich investiere den Gewinn in Vodka und lass den Abend chillig ausklingen. Fazit: Promoten ist anstrengend, außer man nimmt es gelassen! Das Ende ist so und so immer das Gleiche – gefeiert wird, Prost!

Diese Kolumne spiegelt nicht unbedingt die Meinung von Wrestlingfever.de wieder, dennoch würden sich wir und auch Michael Kovac uns über Feedback freuen! Vielen Dank!

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