Kolumne: Radical Rage #3 (For the Love of Wrestling – 24.03.2018)

Ein begeistertes „Hallo“ und „Grüß Gott“ in die Runde!

Mein Name ist „The Red Rage“, oder auch einfach nur Marcel Bock, das überlasse ich euch. Und damit herzlich Willkommen zur dritten Ausgabe meiner Kolumne „Radical Rage“! Wie? Erst die dritte Ausgabe? WOW… Bist du echt so faul, Rage? Ja… Und nein! Auf Grund diverser Sideprojects hat diese Ausgabe lange auf sich warten lassen. Die Tatsache, dass ihr meine geistigen Ausscheidungen gerade lesen könnt, habt ihr einzig und alleine WrestlingFever zu verdanken, die mir so penetrant Druck gemacht haben, endlich fertig zu werden, dass man mir zwischenzeitlich gedroht hat, mich nackt vor Mozarts Geburtshaus zu erhängen. Auch wenn ich ein vehementer Verfechter der Freikörperkultur bin, ist es hier in Salzburg momentan doch relativ kühl, so dass ich mich gegen das öffentliche Zurschaustellen meines Körpers entschieden habe. Viel Spaß! 😉

Sideprojects? Steckt da Wahrheit dahinter, oder habe ich einfach nur Bock, mit reichlichen Anglizismen um mich zu werfen?

Da steckt tatsächlich Wahrheit dahinter. Sicherlich werde ich hier nicht auf meine geschäftlichen Projekte eingehen, aber da war doch noch etwas anderes…? Exactly!
Die Spendenaktion ‚For the Love of Wrestling‘ zu Gunsten der Mitteldeutschen Kinderkrebsforschung in Leipzig und Magdeburg!
Freunde… Ganz ehrlich…? Was soll ich noch groß sagen, daher beschränke ich mich an dieser Stelle ausnahmsweise mal auf ein Minimum und sage einfach nur #Danke!
Wir hatten ursprünglich das Ziel, innerhalb von etwa 14 Tagen 200 € an Spendengeldern zu generieren. Die 200 € hatten wir nach 36 Stunden. Deshalb haben wir den Betrag moderat nach oben wachsen lassen. Yada, Yada, Yada! Wir haben alleine an Spendengeldern 1884,03 € (minus 4% für Leechi) eingenommen. Dazu kommt noch der Erlös von diversen Verkäufen und Auktionen. Hinsichtlich der Tatsache, dass die Idee für die Aktion unter Fanta Lemon Einfluss entstanden ist, sind wir durchaus zufrieden und freuen uns, dass sich die Community so begeistert beteiligt hat. Die obligatorische Scheckübergabe findet im April statt.

Jetzt aber zum Wrestling! Bevor ich chronologisch in meiner Karriere da weiter mache, wo ich in meiner letzten Kolumne aufgehört habe, möchte ich euch erzählen, wie meine ersten drei Trainingseinheiten in der ACW Wrestling-School in etwa abliefen.

Erster Kontakt mit den Trainern:

Meinen ersten Abfuck leistete ich mir bereits bei der Begrüßung der Trainer. Um genau zu sein bei Christian Hahn. Ich knallte ihm zur Begrüßung direkt drei doofe Sprüche bezüglich seines Wrestling-Gimmicks „Die Deutsche Catch-Ikone“ Boombastic, an den Kopf. Ich war ja Fan.

Meine erste Bump:
Für alle Nicht-Wrestlinginteressierten: Eine Bump ist, wenn man aus dem Stehen auf den kompletten Rücken aufschlägt. Eine sogenannte Backbump. Meine erste Reaktion nach diesem Aufschlag war: „Wo zum Teufel bin ich hier gelandet? Und warum?“

Selbstverständlich bekommt man vor der ersten Bump eine ausführliche Einweisung in die sogenannte Fallschule. Richtige Muskelanspannung, korrektes Atmen, etc.

Ich machte direkt alles falsch, was es falsch zu machen gab. Nicht vorhanden Muskeln, falsch angespannt und beim Aufschlag eingeatmet. Ich wollte nach Hause…. Gott sei Dank bin ich es nicht!

Meine neuen Kollegen:
Ich startete relativ zeitgleich mit vier weiteren neuen Schülern. Patrick Vögele, Kevin Todtmann, Christian Thiel und Nadine Thiel. Leider gab Patrick meines Erachtens viel zu früh auf, da er ein riesen Potential hatte. Einige von euch kennen ihn vielleicht noch von seinen Auftritten als Referee. Einen Trottel unseres Fünferpacks hatte ich sofort ins Herz geschlossen. Christian Thiel und ich führen bis heute eine verbitterte und kalte Hassliebe, die wir unter anderem auch im Ring austrugen.

Meine Prüfung:
In der ACW Wrestling School muss jeder Schüler, bevor er den Eventring betreten darf, im Trainingsring eine Rookie-Prüfung bestehen. Diese findet ungefähr nach anderthalb bis zwei Jahren wöchentlichen Trainings statt.

Wie zu jeder Trainingseinheit vor dem Anbruch meines 19. Lebensjahres, fuhr ich auch am Sonntag meiner Rookie-Prüfung mit dem Zug zum AC Sportpark in der Waidalle 8 in Weinheim.
Mein Highlight des Tages war die Tatsache, dass ich mich nicht übergeben musste. An dieser Stelle möchte ich höflichst um Verständnis bitten, dass ich den detaillierten Ablauf einer solchen Prüfung im Interesse des Sports nicht erläutern werde. So viel sei gesagt: Es handelt sich um eine mehrstündige Prüfung, mit einem Ausdauer,- Ausführungs,- und Ringpsychologischen Teil.

Um das Gerücht, ich sei nur ein Fan in Wrestling-Gear, welches anno 2015 von Murat Bosporus in Umlauf gebracht wurde, zu bekräftigen, trägt das folgende Kapitel den Namen:

Vom Fan zum Wrestler:
Bevor ich wieder Morddrohungen bekomme, zum allgemeinen Verständnis: Murat und ich sind heute gute Freunde und ich habe größten Respekt davor, was er im Wrestlingring leistet, aber noch größeren Respekt vor dem, wofür er als Mensch einsteht.

Wer meinen Werdegang schon länger verfolgt, oder Kolumne #2 ausführlich studiert hat, weiß, dass ich Ende 2011/Anfang 2012 meine ersten Schritte im Ring unternahm. Nur wie ist eigentlich „The Red Rage“ entstanden?

Zum Namen:
Ich habe rote Haare, bin oft wütend und kann einen Konsonanten nicht von einem Vokal unterscheiden

Zum Gimmick:
Wie bereits erwähnt besuchte ich 2009 und 2010 so gut wie jede ACW und RNW Show. Auch während meiner Ausbildung zum professionellen Catcher im Jahr 2011 fungierte ich während der ACW Events als Anheizer im Publikum. Dirk Nikolai wusste schon damals die Vorzüge meines lauten Organes adäquat einzusetzen. Am 4.2.2012 legte ich mich als Fan mit dem ACW Veteranen Boombastic an, seines seitens Heel. Böse.

Nach einem längeren Wortgefecht zwischen der deutschen Catch-Ikone und dem Fan Marcel Bock griff mich dieser an und schmiss mich in den Ring. Um von Boombastic nicht zu Ginger-Ale verarbeitet zu werden, rettete mich Viper (seines Zeichens Babyface. Gut.), bevor Boombastic hätte Hand an mich legen können. Long Story Short: Zum Entsetzen der Stadt Weinheim, des Landes Baden-Württemberg, der Bundesrepublik Deutschland, der Europäischen Union, des Kontinentes Europa, der Gemeinschaft der Pastafarianer, des Planeten Erde und des verdammten Universums, griff ich an diesem Abend Viper hinterrücks an. The Red Rage war geboren.

An dieser Stelle möchte ich die dritte und zugleich kürzeste, aber meines Erachtens hochwertigste Kolumne langsam zum Ende kommen lassen. Ich bedanke mich recht herzlich bei allen Lesern. Für Feedback, Fragen, Hoffnungen, Wünsche und Anträge erreicht ihr mich unter meinen bekannten Social Media Accounts:

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Ah….. One more thing. Was zum Geier hat es eigentlich mit diesem unscheinbaren Bild auf sich?

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