Kolumne: Seitenwechsel #3 – „Warum sollte man eine Eurowrestling Show besuchen?“ (01.05.2018)

Im letzten Teil beschrieb ich euch meine Erfahrungen mit der SWO und Ihrem unglücklichen Ende. Was aber dieses Kapitel dauerhaft gutes brachte, war das meine Liebe zum Eurowrestling geweckt wurde. Und ich entdeckte eine neue Lieblingspromotion. German Hurricane Wrestling. Geleitet wird sie von meinem One Time Trainingspartner Aaron Insane. Er hat es 2009/2010 bis zum heutigen Tag geschafft Aus dem Stand Top besetzte Shows zu kreiieren. Von den Euro Top Stars wie Eric Schwarz, Absolute Andy , Michael Kovac, Bad Bones oder auch Murat Bosporus (die ich alle schon zu SWO Zeiten gut fand) über junge spannende Talente bis hin zu den US Megastars wie den Million Dollar
Man, Raven, Sabu ,Tatanka bis hin zu dem unfassbaren Coup mit Ric Flair 2014 war alles dabei. Die Leistung die Aaron dort mit dem Aufbau seiner Promotion mit seinem Team leistet ist unfassbar hoch einzuschätzen.

Leute zu denen ich seit SWO Zeiten ein kumpelhaftes Verhältnis hatte wie Bernd Föhr und Farmer Joe fanden bei GHW auch eine Heimat, also wurde GHW meine favourisierte Deutsche Promotion. Natürlich fiel mir in dieser Zeit auch die wXw auf die unglaublich tolle Shows ablieferte, auch hier besuchte ich einige, aber aufgrund der Nähe und des Kaders stand mir die GHW immer näher. Ich bekomme oft Fragen wie warum sollte man eine Euroshow besuchen? Sind das überhaupt richtige Wrestler? Ich denke das sind Fragen die sich erstmal automatisch stellen wenn man nur WWE aus dem TV kennt und aufeinmal merkt es gibt ja auch was in Deutschland.

Zu den Fragen kann ich nur sagen: Schaut euch Eurowrestling an und Ihr werdet es nicht bereuen. Ihr seit viel näher dran als an jeder WWE Show, die Wrestler reagieren auf euch, sind greifbar und anüprechbar. In der Regel bekommt Ihr auch mit jedem der Mädels und Jungs eure Bilder und für einen extrem fairen Preis bekommt Ihr 3+ Stunden ehrliche Unterhaltung. Denn wer eine Show verfolgt, sieht, es gibt unglaublich gute Jungs die sich hinter niemandem verstecken müssen. Und viele aktuelle WWE Stars haben jahrelang in
Europa gekämpft. Und dazu kommt das Eurowrestling durch seine Atmosphäre wirklich etwas von großer Familie hat.

Neben meinem Eurowrestling Fandasein blieb aber natürlich auch die WWE Passion und kurz nach dem Ende von SWO erfüllte sich einer meiner absoluten Lebensträume. Mit meinem „Bruder“ Dom flog ich zu Wrestlemania 25 in Houston. Und wir hatten das Glück das legendäre HBK-Undertaker Match live zu sehen. Wrestlemania ist absolut eine Erfahrung wert. 70000 bis 100000 Fans mit der dieselben „Macke“ wie man selbst hat. Alles ist riesig und gigantisch. Bei Axxess gibt es die Chance aktuelle WWE Wrestler zu treffen, bei Wrestlecon
(mit nötigem kleingeld) viele Stars der Vergangenheit. Damals 2009 war das drumherum noch nicht so riesig wie heute aber es ist unfassbar was man heutzutage alles bei Mania erleben kann.

Es ist auch wahnsinnig zu sehen, wie die USA „Weltstädte“ eine Woche komplett nur aus WWE zu bestehen scheinen und auf den Straßen nur Wrestlingfans zu sehen sind. Klasse. Und z.b. mit Wrestlingreisen.de gibt es einen jahrelangen, kompetenten Veranstalter der alles für euch buchen kann. Aber auch ein anderer kleiner Traum erfüllte sich als bald. 2010 bekam ich durch Zufall bei einer
WWE Auslandstour das WWE Hotel raus. Und auf einmal stehen deine Helden aus dem TV vor dir und du kanns deine Bilder machen. Surreal und jedes mal immer wieder was besonderes. Unvergessen wie 2016 in Dallas auf einmal Undertaker und Stone Cold vor mir standen. Und viel wichtiger ich hatte das Privileg dort durch Zufall Freunde ( hoffentlich fürs Leben) kennenzulernen. Die Baumstarks! Kai, Claudia und Big Daddy Thorsten sind über die Jahre echte Freunde geworden und absolut so Wrestlingverrückt wie ich. Generell muss ich sagen, es ist
faszinierend wieviele Menschen und dann auch Freunde ich durchs Wrestling kennenlernen durfte. Ich glaube echt das dieses gemeinsame Hobby unheimlich verbindend wirkt.

Viele WWE Europatrips durch Deutschland, England, Frankreich, Belgien und Luxemburg schlossen sich in der Folge an bis zu den zwei weiteren Wrestlemaniatrips (WM32 mit meinem guten Freund Chris und WM 34 mit meiner zauberhaften Freundin, diese Trips allerdings schon zu cOw Zeiten). Und jede Tour brachte neuen Spaß, neue Anekdoten mit sich.

Als Beispiel sei genannt, das wir in unserem Freundeskreis immer Chris (unseren cOw Kommentator) als Brodus Clay Double
bezeichnet hatten was diesen empörte. Als John Cena mal in Belgien in der Lobby sass und zu einem der anwesenden Refs meinte: „Hey, i guess the Funkasaurus is over there“ und auf Chris zeigte der vor der Tür stand, konnte auch dieser sich nicht mehr wehren. Auch witzig eine kleine Geburtagsfeier mit Alberto del Rio, die ihm dann sogar einen Tweet wert war. Diese kleine, coolen Anekdoten sind unvergessen.

Insgesammt war ich extrem zufrieden mit meinem Fanleben, ich war nun über 30 Jahre alt, und der Gedanke selbst aktiv Teil der
Wrestlingszene zu sein war ewig weit weg. Einfach aus dem Punkt heraus, das ich mich für einen aktiven jeglicher Art zu alt hielt
und es einfach nichts im Saarland gab.

Und dann kam aus dem nichts im Sommer 2014 der Anruf der alles änderte. Und Ihr ahnt es, davon erzähle ich euch beim
nächsten Teil von Seitenwechel. Anregung und Kritik sind immer sehr erwünscht.

Bis bald,

Euer Alex

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