Kolumne: Ultrawrestling #12 – Was ist Professionalität im Catchen? (25.12.2017)

Professionalität ist in meiner Branche ein viel verwendeter Begriff. So beliebt ist dieses Wort, dass es sogar den Weg in die Bezeichnung meines Berufs gefunden hat: „Pro Wrestling“.

Aber was ist das überhaupt: Professionalität?
Wenn Wir jemanden als professionell bezeichnen, dann müssen konkret zwei Punkte vorliegen.

1. Den Willen mit dem Catchen einen Profit zu erzielen.
2. Ein bestimmtes Verhalten an den Tag zu legen.

Profit im Deutschen Pro Wrestling
Wenn ein Klempner auch noch so ein talentierter Koch ist, seiner Freundin in romantischer Manier aus einen Pfefferkorn und einen Schnittlauch ein vorzügliches 5-Gänge-Menü zaubert, so ist er trotzdem kein professioneller Koch. Das Verhalten allein sagt nichts über die Professionalität aus! Und das Talent hat überhaupt nichts mit dem Begriff zu tun. Es ist die Gewinn-Absicht bei einer Tätigkeit, die Uns von Professionalität sprechen lässt.

In Deutschland gibt es bestimmt 500 Personen, die sich aktiv dem Pro Wrestling verschrieben haben, regelmäßig im Wrestling-Ring oder in der Organisation herum arbeiten. Aber sind sie per Definition professionell? In Deutschland ist mir – von der WWE abgesehen – nur eine reguläre Wrestling-Promotion bekannt, die nicht in einer Vereinsstruktur organisiert ist. Alle anderen Wrestling-Unternehmen in Deutschland bewegen sich entweder in einer Vereinsstruktur oder in einer Grauzone. (Bitte verzeiht mir an dieser Stelle meine Ungenauigkeit! Es gibt z.B. einen Konzertveranstalter, der Wrestling in seine Konzerte einbindet und auch als GmbH organisiert ist. D.h. es gibt durchaus auch andere profitorientierte Unternehmen, die mit Wrestling zu tun haben.) Was heisst, dass offiziell fast alle Wrestling-Organisationen in Deutschland nicht gewinnorientiert sind. Vereine, ich spreche hier explizit von „eingetragenen Vereinen“ dürfen juristisch gesehen „nicht wirtschaftlich“. D.h. er beschränkt sich auf das Verfolgen eines Ideals, seine Mitglieder wollen jedoch keinen wirtschaftlichen Gewinn mit der Vereinsarbeit erzielen. Ganz bestimmt kann es jedoch auch Personen geben, die für einen Verein profitorientiert arbeiten. Beispielsweise der Dachdecker, der von dem Verein für engagiert und bezahlt wird das Dach des Vereinshaus zu decken. Oder eben der Pro Wrestler, der für einen eingetragenen Wrestling-Verein auf Gagenschein ein Wrestling-Match bestreitet.

Aufwandsentschädigungen zu erhalten, beispielsweise sich Kost und Logis bezahlen zu lassen, gehört bis zu einem bestimmten Grad im künstlerischen Bereich nicht zu einem profitorientierten Handeln. Das ist von der Zahlung von Gage auch eindeutig abzugrenzen.

Wir wissen nun also, dass das Gros im Deutschen Wrestling-Geschäft keine Gewinn-Absicht hat, bezogen jeweils auf die Organisatoren- und Arbeiterseite. Gewinnorientierte Organisatoren und Arbeiter im Deutschen Pro Wrestling können ihre Absicht hingegen in einfacher Weise belegen: Auf Arbeiterseite mit einem Arbeitsvertrag oder einer Steuernummer (Freiberufler) und auf Organisatorenseite mit der entsprechenden Organisationsform (bspw. mbH, GmbH, AG) oder entsprechend steuerlichen Abrechnungen (z.B. bei gewinnorientiert handelnen Privatpersonen, die einzeln agieren oder sich z.B. in einer GbR zusammengeschlossen haben).

Ich habe absolut nichts gegen Hobby-Wrestling! Aber wenn Wir Uns den Stand des Catchen in Deutschland anschauen, sollten Wir realistisch sein und erkennen, dass sich Wrestling-Deutschland noch im Hobby-Modus befindet!

Der Begriff „Gewinn-Absicht“ bedeutet übrigens nicht, dass man auch tatsächlich Gewinn mit seiner Arbeit erziehlt. Beispielsweise ist es weltweit an der Tagesordnung, dass Wrestling-Studenten über Jahre hinweg für ihre Wrestling-Ausbildung hohe Summen ausgeben und für ihre Arbeit und erste Matches natürlich nicht entlohnt werden! Im Bezug auf die finanzielle Gewinnorientierung als Aspekt der Professionalität ist also tatsächlich die Denkweise gemeint! In Unserem Geschäft gibt es ein Sprichwort, dass sehr gut eine weitere Sichtweise in diese Richtung der der Profitorientierung beschreibt: „Bares ist des armen Mannes Geld!“.

Professionelles Verhalten
Der Begriff „Professionalität“ ist in Wrestling-Deutschland in vielen Mündern. Fragt man jedoch nach, was damit genau gemeint ist, werden die Aussagen meist extrem vage – und oft zugleich emotional und betont von Moral: „Das geht nicht!“, heisst es, „Das ist doch Bullshit!“ Mit weiteren Nachfragen setzt man sich schnell dem Verdacht aus, die elementaren Selbstverständlichkeiten des Geschäftslebens nicht zu kennen. Trotzdem ist es nicht sehr befriedigend und zudem auch nicht professionell, die Formulierung „das professionelle Verhalten“ oder „Professionalität“ im Munde zu führen, ohne angeben zu können, was das eigentlich bedeutet.

Einige Menschen meinen, es wäre „unverantwortliches Geschwätz“ wenn man nicht in der Lage ist zentrale Begriffe des eigenen Sprachgebrauchs klar definieren zu können. Soweit werde ich nicht gehen, aber es ist schon angenehm sich nicht als Dummkopf präsentieren zu müssen und die eigene Terminologie erklären zu können.

Offensichtlich hat „das professionelle Verhalten“ etwas mit Berufsethos zu tun, das heisst, mit bestimmten Standards, Werten und Spielregeln, die von „wahren Pro’s“ einzuhalten sind und eingehalten werden. Dabei scheint es interessanterweise weniger um fachliches Wissen, Talent und Können zu gehen – als vielmehr um die Art, wie jemand mit kritischen Situationen umgeht. Wenn gesagt wird, dass sich jemand in einer heiklen Situation „sehr professionell“ verhalten hat, ist damit in aller Regel nicht gemeint, dass er seiner Aufgabe handwerklich gewachsen war! Sondern vielmehr, dass er mehr bewiesen hat als nur fachliches Können und Wissen. Offensichtlich setzt Professionalität eine Gewinnorientierung und eine gewisse Beherrschung des Handwerks voraus, geht aber darüber hinaus!

Das professionelle Verhalten beschreibt berufliche Werte! In diesem Sinne bedeutet Professionalität, dass anspruchsvollen Maßstäbe genügt wird: Nicht nur bei der Arbeit, die man abliefert, sondern in seinem gesamten Geschäftsgebaren und in seinem Umgang mit Menschen – unabhängig vom Status und Namen, und gleich ob einem jemand noch nützlich sein kann oder nicht. Genau hier scheidet sich die Spreu vom Weizen!

Denn sich ins Zeug zu legen, wenn es um Bookings und Prestige geht, oder um zählbare Ergebnisse (z.B. Gage), hat nicht unbedingt mit „professionellen Verhalten“ zu tun! Profitorientierung ist zwar ein Aspekt von Professionalität, alleingestellt aber nicht professionell! Professionalität zeigt sich vor allem dort, wo keine Gegenleistungen (mehr) zu erwarten sind. Damit ist die Formulierung „professionelles Verhalten“ zur Umschreibung für Werte geworden, die sich auf Deutsch kaum noch jemand auszusprechen wagt: Anstand, Ehr- und Pflichtgefühl !!

Professionalität in diesem Sinne heisst, dass man eingegangene Verpflichtungen auch dann erfüllt, wenn sie nicht einklagbar oder sonstwie erzwingbar sind. Dass man z.B. seinen Job auch unter schwierigen Rahmenbedingungen gut macht und die vereinbarte Gegenleistung für seine Gage auch dann erbringt, wenn die Umstände widrig und die Rahmenbedingungen unerfreulich sind. Dass man die Regeln der Fairness auch und gerade dann beachtet, wenn sie nicht zum eigenen Nutzen sind. Dass man begonnene Aufgaben zu Ende führt und niemanden im Stich lässt, der auf einen angewiesen ist – selbst wenn einem das selbst keine Vorteile oder sogar Nachteile bringt.

Unprofessionell wäre es dann entsprechend, wenn jemand seine eigenen Interessen und Bedürfnisse „über die Sache“ stellt, also über das gemeinsame Interesse des Unternehmens. Besonders im Pro Wrestling ist das von grosser Bedeutung. Denn Pro Wrestling war nie eine Unterhaltungsform von Einzelpersonen. Pro Wrestling ist immer eine Mannschaftsleistung!

Integrität bzw. Redlichkeit ist ein Wert hinter „professionellen Verhalten“: Einhaltung grundlegender Normen im Umgang mit anderen Menschen, wie Verzicht auf Täuschung, Betrug und Manipulation sind Grundsätze professionellen Verhaltens. Und genau hier wird es bei der Unterhaltungsform „Pro Wrestling“ schwierig! Pro Wrestling ist laut Lexikon ein Geschäft welches in gewisser Weise von Täuschung und Manipulation lebt. Das nicht nur nach „aussen“, sondern dank „offener Tür-Politik“ und „natürlicher Reaktionen“ ganz bestimmt auch nach innen.

Mittlerweile ahnt jeder halbwegs mündige Fan was der siebte Zwerg im Tag Team-Match macht und dass der Hacken im Gesicht des Gegners wahrscheinlich nicht ganz so viel Chirurgie bedeutet. Und so kann man wahrscheinlich erkennen, dass der Tritt auf dem Kopf im Ring des Pro Wrestling nicht so viel Wert wie der im Fussball hat. Obwohl Fussball mehr als „scripted“ ist, würde dort ein Tritt auf den Kopf oder ins Gesicht sofort der Platzverweis mit einer anschliessenden sehr langen Sperre führen! Wir können davon ausgehen, dass so ein Tritt gegen dem Kopf im Wrestling-Ring also nicht „unprofessionell“ ist, sondern vielmehr eine Unfähigkeit der Promoter den Geist wieder in die Lampe zu bekommen.

Ein super Beispiel dafür ist sicher die Verbeugung (Curtain Call) vom 19. Mai 1996 im New Yorker Madison Square Garden! In der Darstellung verfeindete Personen verbeugten und umarmten sich nach dem Match vor Publikum. Mit dabei eine der heute mächtigsten Personen im Wrestling-Geschäft: Triple H. Die Frage ist: Können Wir Triple H für dieses Verhalten Unprofessionalität unterstellen? Oder war das eine von vielen geplanten Darstellungen, die eine neue Ära einleiten sollte, in der man ein Produkt mit mehr Kanten und Ecken, ein kontroverses Produkt, verkaufen wollte? Ich habe keine Ahnung, ich war nicht da – und ich steckte nicht in Triple H’s Haut! D.h. in diesem Geschäft ist es sehr schwer einzuschätzen was überhaupt unprofessionelles Verhalten ist, und was Teil einer Darstellung sein könnte. Und das auch für Personen, die 10 Jahre, 20 Jahre oder 30 Jahre als Arbeiter im Wrestling-Geschäft Erfahrung haben!

Professionelles Verhalten kennt aber noch einen anderen Wert: Die Verlässlichkeit, also die Einhaltung gegebener Zusagen, aber auch aktive und frühzeitige Klärung unausgesprochener Erwartungen! Ebenso ist die Transparenz, also die Übereinstimmung von Reden und Handeln ein Teil des professionellen Verhaltens! Wenn Du sagst was Du tust und tust was Du sagst, dann kann ich Dich als professionell bezeichnen.

Mir wurde in den ersten Monaten meines Wrestling-Trainings beigebracht, dass ich im Wrestling-Geschäft über niemanden schlecht reden soll. Selbst wenn ich jemanden nicht leiden kann, oder er einfach ein schlechter Wrestler ist, oder er mich schlecht behandelt hat, dann werde ich trotzdem, wenn mich jemand danach fragt, mir eine positive Eigenschaft raussuchen und darüber reden! Es gibt da natürlich Ausnahmen, beispielsweise wenn man jemanden vor einer Gefahr warnen muss, aber grundsätzlich ist das professionelles Verhalten! Ich habe das sofort umgesetzt, nachdem ich es gelernt hatte. Allerdings habe ich auch sehr schnell festgestellt, dass viele Arbeiter im Geschäft des Pro Wrestling das zwar auch predigen, aber in der Praxis hinter dem Rücken des Anderen Klatschweiber sind, und sich versuchen durch das Schlechtmachen anderer Arbeiter sich Besser darzustellen.

Deutlichkeit, d.h. Klartext zu reden (anstatt Herumzueiern), gehört ebenso zum professionellen Verhalten. Zudem auch Soziale Risikobereitschaft, d.h. den Mut, eigene Überzeugungen auch dann zu vertreten, wenn sie nicht durch die Mehrheitsmeinung der Gruppe oder durch Trainer, Promoter oder erfahrene Worker abgesichert sind.

Zur Professionalität im Pro Wrestling gehört auch der „Gute Wille“, also das Wohlwollen und die Freundlichkeit zu Anderen im Wrestling-Geschäft. Professionalität bedeutet nicht „auf Teufel komm raus“ Profit zu erwirtschaften, sondern den Menschen (intern und extern) mit Wohlwollen und Menschenfreundlichkeit zu begegnen. Konstruktiver Umgang mit anderen Menschen, auch im Konflikt gehört dazu, wie das menschliche Wachstum und die menschliche Entwicklung im Wrestling-Geschäft zu mehren! Ein Unternehmen ist nur dann „professionell“, wenn es auf die Unternehmung und an der Unternehmung beteiligten Menschen ausgerichtet ist und diesen Menschen dient! Daran knüpft sich die Beitragsbereitschaft an. Also der (sich im Handeln ausdrückende) Wille, nicht nur den angemessenen eigenen Anteil zum Gesamtergebnis beizutragen, sondern nach Möglichkeit mehr.

Wenn Arbeiter im Pro Wrestling keine Gegenleistung (mehr) zu erwarten haben, zeigt sich sehr oft wie es mit dem professionellen Verhalten aussieht! Als Beispiel kann ich eine Veranstaltung nennen, bei der ein Ring eines Promoters durch einige private Leute aufgebaut wurde, und nach dem Event und der Gagenauszahlung noch der Ring abgebaut werden musste. Die privaten Helfer des Promoters waren verschwunden, doch einige Wrestler waren noch anwesend, die sich den ratlosen Promoter anschauten.

Keinen Wrestler in dieser Situation, wenn er einfach so gegangen wäre, könnte man „formal“ etwas vorwerfen. Er wird für das Wrestling-Match bezahlt. Aber jeder der in dieser Situation gegangen wäre, hätte man Unprofessionalität vorwerfen können. Denn Loyalität und Fairness sind wichtige Säulen der Professionalität. Um das Beispiel aufzulösen: Der Promoter und nur eine weitere Person haben damals den Ring abgebaut. (Nur um zukünftige Promoter vorzuwarnen!) So eine Art der Zusammenarbeit schädigt nachhaltig das Vertrauen im Wrestling-Geschäft. Und auf die Referenz hat das bestimmt keinen positiven Einfluss, wenn man sich so unprofessionell verhält.

Professionelles Verhalten bedeutet auch den Mut zum Widerspruch aufzubringen, wenn man verschiedener Meinung ist. Bei ungeliebten Entscheidungen, die eventuell ohne einen Konsens getroffen wurden, sollte man sich transparent und deutlich dazu postionieren und schauen, ob der bestimmte Weg vielleicht doch gangbar ist oder man die Konsequenzen ziehen sollte: Bei entscheidenen Weichenstellungen gibt es manchmal keinen anderen Weg und keinen Mittelweg. Aber das sollte man dann auch kommunizieren. Nimmt man eine ungeliebte Entscheidung zwar mit mehr oder weniger vernehmlichen Grummeln hin, akzeptieren sie aber nicht wirklich, unterstützt nicht ernsthaft die Umsetzung, noch hilft dabei mit, den eingeschlagenen Weg zu einem Erfolg zu machen, dann handelt man strikt unprofessionell. Zuweilen hintertreiben solche Menschen die Entscheidungen sogar, indem sie herumerzählen, was für ein Schwachsinn dies sei, oder indem sie im Stillen anders handeln als es der Entscheidung entspricht. Und sie nutzen im Falle von Problemen die erste sich bietende Gelegenheit, um zu erklären, dass sie vor diesem Weg ja schon immer gewarnt hätten, und eine Kurskorrektur zu fordern. Das grummelnde Hinnehmen der Entscheidung ist eine Irreführung von Kollegen und vorgesetzten Entscheidungsträgern: Es wiegt in dem Glauben, man würde die getroffene Entscheidung loyal umsetzen, während man sie in Wirklichkeit ignoriert oder gar aktiv hintertreibt. Solch eine Täuschung kann man nicht als professionell bezeichnen. Hier sollte auf Halbherzigkeit verzichtet werden!

Meine Symphatie für die Unprofessionalität
Ich selbst habe eine große Symphatie für Unprofessionalität. Ich mag es, wenn Leute sich wie kleine Kinder eine Essenschlacht liefern, anstatt konstruktiv zusammenzuarbeiten!

Ich wahr schon in vielen Bereichen, wo eine falsch verstandene Professionalität zum guten Ton gehört. Wo Leute sich mit Dir gutstellen, wenn Du wer bist, aber dann gerne aus dem Haifischbecken springen und Dich zerfleischen wollen, wenn sie nur die kleinste Schwäche wittern oder Du nicht mehr so gut dastehst! Ich glaube, ein gutes Symbol dafür ist ein Radfahrer: Nach oben buckeln und nach unten treten. Das ist natürlich keine Professionalität – wird aber gerne als Professionalität vorgelebt! Ich sehe mir auch sowas gerne an, muss ich gestehen!

Ich mag bestimmte Kontraste auch sehr. Ich war beispielsweise in Moskau, wo ich in einem luxeriösen Wolkenkratzer lebte. Der Innenstadt-Bereich war megamässig aufpoliert. Schliesslich machte ich einen Spaziergang – und einige hundert Meter später hörte auf einmal plötzlich die riesige Strasse auf und es ging mit einem Matschweg weiter, wo die normale Bevölkerung lebte. Die Fassaden änderten sich sprunghaft von bunt-gepflegt-luxeriös zu bröckelnd-grau.

Auf welcher Seite Du stehen und leben willst, das kannst Du selbst entscheiden! Und auch welche Seite Du professionell nennst.

Ein kurzer Nachtrag
Folgende Fragen möchte ich abschließend noch beantworten:

a) Ist es „professionell“ ohne oder mit nur wenig Wrestling-Training in den Wrestling-Ring zusteigen und zu kämpfen? Brauche ich unbedingt einen erfahrenen Wrestling-Trainer?

Ja, es kann professionell sein. Und nein, man braucht nicht unbedingt einen erfahrenen Wrestling-Trainer!

Es gibt sehr gute Pro Wrestler, die sich ohne Trainer und mit wenig Training in den Ring gestellt haben, sich fortlaufend eigenverantwortlich trainiert und weitergebildet haben. Aber das ist keine Regel. Es ist besser sich einen Trainer zu wählen und diesen zu bezahlen, der schon mindestens 20 Jahre im Geschäft ist und international engagiert wurde. Er kann professionelles Verhalten in Theorie und Praxis vermitteln und das geeignete Handwerk lehren.

In Deutschland gab es aber auch mal eine Zeit, wo die Möglichkeiten dafür nicht da waren – und wo sich das Pro Wrestling trotzdem professionell entwickelt hat.

b) Braucht man einen Wrestling-Ring umd eine Pro Wrestling-Show zu veranstalten?

Nein, so einen Wrestling-Ring, der zwischen 5.000 und 30.000 Euro kosten kann, brauchst Du nicht unbedingt. Professionelle Wrestling-Events haben schon auf Theater-Bühnen, in Box-Ringen und auf den Betonboden in Lagerhallen stattgefunden. Auch im Meer gab es schon professionelle Wrestling-Matches. Und auch im mit Schlamm gefüllten Planschbecken.

Vielleicht sollte niemand unbedingt ein Trampolin für eine Wrestling-Show aufstellen, aber innovative Arbeitsmittel sind oft grossartig! Und das Pro Wrestling befindet sich in einem stetigen Wandel. Es ist also von Vorteil gute Ideen – auch betreffend des Arbeitsgerätes – zu haben!

Slinky

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