Layla Rose im WrestlingFever.de Interview (22.09.2014)

„Layla Rose“ ist wohl aktuell die deutschsprachige Wrestlerin, die am meisten rum kommt. Aktuell wrestlet sie in den verschiedensten Ländern, ist immer wieder in Frankreich oder England zu sehen. Trainiert wurde sie unter anderem von Joe Legend, der schon in allen großen Ligen Erfahrungen sammeln konnte. Bis sie jedoch Wrestlerin wurde, musste sei einen langen und schweren Weg bestreiten, um ihren Traum zu verwirklichen…

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WF: Vielen Dank für die Interviewzusage. Wie geht es Dir aktuell? Wir haben gehört, dass du ganz schön rum kommst.

LR: Hallo, ist doch kein Problem. Mir geht es momentan gut und ja momentan komm ich ein bisschen rum , deshalb ging es ein bisschen länger bis du das Interview hattest ^^

WF: Du kommst „offiziell“ aus der Schweiz und trittst mit einem englischen Namen als Deutsche auf, habe ich das so richtig zusammengefasst?

LR: Ich komme ursprünglich aus Berlin, bin aber in der Schweiz aufgewachsen. mehrheitlich lass ich mich aus der Schweiz ankünden aber einige Ligen künden mich als Deutsche an. Da ich nicht unter meinem richtigen Namen wrestlen möchte, habe ich mir einen Namen ausgesucht bzw. geben lassen

WF: Du bist schon lange Fan dieses Sports und hast zuvor Beiträge für Wrestling-Webseiten geschrieben, wann kam die Entscheidung, selbst zu trainieren?

LR: Wie eigentlich jeder Wrestler verfolge ich seit Jahren was so im Wrestling ab geht. Die Entscheidung selbst in den Ring zu steigen kam glaube ich 2011. Ich wollte schon immer mal ins Training gehen aber habe mich anfangs nicht getraut da ich dick war. Doch Thomas Heri (WAR-Trainer) hat mich immer wieder darauf angesprochen und als Joe E Legend mal wieder in der Schweiz war, hat er mich überredet bei seinem Training mitzumachen. Ab da ging in regelmäßig ins Training.

WF: Hast Du dafür soviel abgenommen?

LR: Nein, der Hauptgrund war meine Gesundheit und Psyche. Ich hatte früher sehr wenig Selbstvertrauen und dadurch das ich abgenommen habe, hat sich mein Selbstvertrauen gesteigert. Da ich abgenommen habe, fiel es mir leichter mal ins bei WAR ins Training zu gehen. Wrestling hat mein Leben ziemlich ins positive geändert. Ich muss immer noch schauen was ich esse (Keine Diät, einfach gesund) und gehe fleißig ins Training um meine Figur zu halten.

WF: Von wie viel abgenommenen Kilo sprechen wir?

LR: Von über 70kg!

WF: Wie ist das Feedback von Deinen Trainern und Kollegen, die diese Zeit bis heute mitverfolgt haben?

LR: Das Feedback ist sehr positiv und viele sind auch sehr stolz darauf wie ich mich verändert hab (äußerlich). Meine Persönlichkeit ist immer noch gleich nur habe ich mehr Selbstvertrauen.

WF: Als Wrestlerin bist Du eine von wenigen Frauen im deutschsprachigem Raum als Frau in den Ring steigen. Fühlst Du Dich akzeptiert?

LR: Akzeptiert „na ja!“ Die manche Wrestlerinnen mögen meinen Kleidungsstil nicht und andere nicht wie ich mich schminke usw.. Aber Hey das kratzt mich kein bisschen. Da ich keine Diva bin, akzeptieren mich eigentlich alle.

WF: Wie gehen die männlichen Kollegen mit Dir um?

LR: Die einen haben Angst vor mir die andern trauen sich nicht, mit mir zu reden und mit ein paar Wenigen komm ich klar. Viele kommen nicht klar damit, dass ich direkt bin aber die Männer die mit mir reden finden genau das super.

WF: Du bist inzwischen viel unterwegs. Vor allem viel in Frankreich. Gibt es so was wie Lieblingsländer für Dich und wie wichtig sind für Dich Kritik und Meinungen anderer?

LR: Ich habe ein paar Kollegen, bei denen ich mir Feedback einhole z.B.: Mikey Whiplash, Kenzo Richards, Bernard VanDamme, Joe E Legend, Nikki Storm & Viper und noch ein paar andere. Hm, Lieblingsländer, da ich gerne reise mag ich so ziemlich alle Länder, aber muss gestehen Dubai war bis jetzt das größte Highlight.. das essen dort war der Hammer – ansonsten bekomme ich leider nicht viel von den jeweiligen Ländern mit.

WF: Wie siehst Du die Szene in der Schweiz, denkst Du man kann auch hier eine große Szene schaffen, ist das Interesse da? Woran scheiterte es?

LR: Die Schweizer Szene ist ziemlich klein, aber ich denke und hoffe dass sie größer wird. Die SWE und WAR geben sich große Mühe um die Szene nach vorne zu bringen. Wrestling ist nun mal eine Randsportart die man zuerst an die Öffentlichkeit bringen muss.

WF: Die Alpha Female hat vor kurzem sehr lobend über Dich geschrieben, ehrt das von einer etablierten Wrestlerin „Lorbeeren“ überreicht zu bekommen?

LR: es ist immer eine Ehre wenn jemand der schon lange im Biz ist, nettes über einem sagt. WF: Hast Du jemals ein Match gegen einen Mann bestritten.

WF: Wie gefällt Dir so ein Match zwischen Mann und Frau?

LR: I bestritt diverse Mixed Tag Matches und hatte ein Singles Match bei der SCW gegen Sigmasta Rappo. Mir kommt es nicht darauf an ob Frau oder Mann, wer sich in meinen Weg stellt, wird erfahren was ich kann.

WF: Siehst Du Frauen als akzeptiert und integriert oder kämpft man immer noch um Anerkennung für seine Leistungen?

LR: ich spreche hier für mich, die Männer akzeptieren mich sehr, da ich keine Diva bin. Unkompliziert und simple, ich sage wenn mir was nicht passt und das schätzen viele. Viele wollen Annerkennung durch ihren Look, ich bekomme Annerkennung wegen meiner Leistung bzw. Matches.

WF: Es gibt einige etablierte und bekannte Wrestlerinnen – gibt es so was wie eine Wunsch Gegnerin, einen persönlichen Favoriten?

LR: ich würde gern gegen Paige kämpfen da ich mein erstes Training mit ihr und Sweet Saraya hatte.

WF: Du bist aktuell wirklich viel im Ausland unterwegs – wie ich hörte lebst Du inzwischen in Glasgow, stimmt das?

LR: Ich bin vor 2 Monaten nach Glasgow gezogen, war oft in Frankreich und Deutschland unterwegs und jetzt ist es Zeit für UK 😀

WF: ICW und den „Fierce Females“ – bitte erzähle uns etwas über die Ligen.

LR: Ich hatte bei Fierce Females ein Match gegen Miss Cole. FF ist eine reine Frauen Liga und hat sehr viele talentierte Wresterinnen im Roster ICW ist die größte und wohl bekannteste Liga hier und muss sagen, es ist auch ein Ziel von mir dort zu wrestlen.

WF: Wie gefällt es Dir in Glasgow, kannst Du Dir vorstellen da zu bleiben oder möchtest Du auch mal über den großen Teich?

LR: Glasgow ist super, aber ich wird nicht für immer hier bleiben. Japan und Amerika sind auf meiner „to do List“.

WF: Wir danken für deine Zeit und wünschen alles gute!

LR: ICH danke dir für das Interview.

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