Mila Smidt im WrestlingFever.de Interview (Deutsch, 30.11.2018)

WF: Hey Mila! Vielen Dank das Du Dir für uns Zeit genommen hast. Was macht Dein Knie, wie geht es Dir?

M: Hallo! Gern geschehen, ich beantworte gerne Eure Fragen. Meinem Knie geht es gut, danke. Ich bin erst im September zurück in den Ring gestiegen, also muss ich immer noch vorsichtig sein, aber ich kann wrestlen und fühle mich großartig!

WF: Wann und wie bist Du zum Wrestling gekommen?

M: Ich wollte immer eine professionelle Wrestlerin sein (seitdem ich neun Jahre alt war und anfing, Wrestling im Fernsehen zu schauen). Daher entschied ich mich mit 12 Jahren, mit dem Amateur-Ringkampf zu beginnen, weil ich für Pro Wrestling zu jung war. Ich habe an meinem ersten Seminar 2015 in Frankreich (ICWA) teilgenommen, weil ich gehört habe, dass es in meinem Land einige professionelle Wrestling-Schulen gibt-also habe ich beschlossen, es auszuprobieren.

WF: Haben Dich Deine Familienmitglieder und Freunde bei Deinem Entschluss Pro Wrestlerin zu werden unterstützt oder gab es auch skeptische Meinungen?

M: Viele Leute in meiner Familie sind Amateurringer, daher war es für mich selbstverständlich, mit dem Wrestling zu beginnen. Meine Mutter hatte wirklich große Angst, als sie sah, dass ihr Baby zur Welt des Wrestlings ging, aber ich arbeitete hart und zeigte ihr, dass ich hart genug war, um auf der Matte / dem Ring zu sein, und jetzt unterstützt sie mich zu 100%. Meine Freunde unterstützen mich auch seit dem ersten Tag, sie wissen alle wie sehr ich Wrestling liebe.

WF: Von wem wurdest Du bisher trainiert? Kannst Du Dich noch an Deine erste Trainingseinheit erinnern?

M: Gut, ich hatte mehrere Trainer… Der erste war Pierre „Booster“ Fontaine von der ICWA in Frankreich, dann wurde ich auch von Marc Mercier von FFCP in Frankreich trainiert. Mein Mentor und der Mann, der mich seit dem ersten Tag begleitet, trainiert und unterstützt, ist Tom La Ruffa (ehemaliger WWE- und TNA-Superstar).
Ja sicher, ich erinnere mich an meine ersten Trainingseinheiten ahah, was für ein Andenken!! Es war in der ICWA mit Booster. Ich dachte, ich wäre dank des Amateur-Wrestling-Backgrounds vollkommen vorbereitet, aber eigentlich war ich nicht bereit für all die Rückenstürze, die ich während dieser ersten Trainings mitgenommen hatte. Große Kopfschmerzen in der Nacht vor dem Schlafengehen, ahah !!

WF: Wann hast Du Dein Debut gefeiert und gegen wen?

M: Mein erstes Match war im Juli 2016 gegen eine französische Wrestlerin, Kaleah Black.

WF: Wie sind Deine Eindrücke vom ersten Match, warst Du nervös, zufrieden? Wie fühlte sich der „Tag danach“ an?

M: Nun, es war ein komisches Gefühl, weil ich einerseits wirklich nervös war, mein erstes Match zu haben, es war unheimlich all diese Leute zu sehen, aber auf der anderen Seite war ich total aufgeregt und wollte unbedingt in den Ring. Am Tag danach war ich glücklich, endlich in die Welt des Pro Wrestling einzusteigen. Ich hatte das Gefühl, es wäre der Anfang von etwas Großem! Ich wusste in diesem Moment, dass Wrestling das einzige war was ich wirklich in meinem Leben tun wollte!

WF: Wer hatte die Idee zu Deinem Ringnamen und wie kam es dazu?

M: Mein Ringname ist ein Tribut an die Frauen in meiner Familie. Mila war die letzte Neugeborene und Smidt ist der Familienname meiner Mutter. Sie ist die stärkste Frau, die ich kenne und ein wahres Modell in meinem Leben!

WF: Ganz aktuell natürlich ein Thema: Deine Teilnahme am WWE Tryout in Köln. Was kannst Du uns darüber erzählen?

M: Die WWE-Tryouts waren eine unglaubliche Erfahrung! Es war körperlich und geistig sehr intensiv, wir hatten viele Trainings im Ring und auch ein Outdoor-Training. Ich habe in dieser Woche viel gelernt, alle Trainer waren unglaublich. Ich werde es nie vergessen und es motiviert mich, noch härter zu arbeiten, weil ich wirklich dorthin zurückkehren möchte! Ich habe diese Woche auch geliebt, weil ich dort tolle Leute aus verschiedenen Ländern getroffen habe. Wir kannten uns zu Beginn der Woche nicht, aber wir unterstützten uns jeden Tag, bei jeder Übung und am Ende wurden wir wie eine Familie. Ich wollte nicht nach Hause zurückkehren, um ehrlich zu sein, denn dies ist die Lebensweise die ich will!

WF: Wie hat Dir die Main Show am Abend in der Lanxess-Arena gefallen?

M: Die Show war wirklich großartig, ich habe es genossen jedes einzelne Match zu sehen. Es war beeindruckend und ich war wirklich glücklich dort zu sein. Ich hatte das Gefühl, ich wollte auch wirklich mit ihnen im Ring sein!!

WF: Welche Ziele verfolgst Du im Pro Wrestling, was möchtest Du erreichen?

M: Ich möchte die Welt bereisen und überall wrestlen-und von allem will ich in die WWE.

WF: Hast Du Vorbilder im Ring?

M: Ja, ich träumte davon so zu sein wie Lita, Victoria oder Michelle Mc Cool, sie waren die besten für mich!

WF: Wie ist Deine Meinung über Intergender bzw. Mixed Tag Team Matches?

M: Ich mag diese Matches, weil Frauen den Leuten zeigen können das wir genauso hart arbeiten wie die Jungs und wir können auch unglaubliche Dinge im Ring machen. Ich hatte schon Matches gegen Jungs und ich habe gewonnen, es ist so ein tolles Gefühl!

WF: Hast Du eine „Traumgegnerin“ gegen die Du unbedingt in den Ring steigen möchtest?

M: Ich habe mehrere Traummatches, aber Victoria ist definitiv diejenige der ich im Ring am liebsten gegenüberstehen würde, weil sie die Frau ist die mich dazu brachte selbst eine professionelle Wrestlerin zu werden.

WF: Ich habe neulich Dein Match gegen Shanna gesehen, ich fand es ziemlich hart (und sehr gut). Wie ging es Dir am nächsten Tag 😊?

M: Ja, mein Match mit Shanna war wirklich sehr intensiv, sie ist eine harte Konkurrentin und es war eine große Herausforderung in meiner jungen Karriere. Wir haben alles gegeben, ich hatte eine Menge Blutergüsse wie sie sehen konnten, mein Nacken tat wirklich weh, aber am Tag danach fühlte ich mich sehr geehrt, dass ich den Ring mit so einer großartigen Wrestlerin teilen konnte. Auch wenn ich dieses Match verloren habe, war es ein großer Moment. Jetzt arbeite ich härter an meiner Revanche, ich bin noch nicht fertig!

WF: In Deiner jungen Karriere bist Du unter anderem schon für BEW in England aufgetreten. Wie hat es Dir auf der Insel gefallen? Können Dich die britischen Fans bald wieder live erleben?

M: Wrestling in England war großartig! Ich habe dort mein 3. Match gemacht und mich in dieses Land total verliebt. Die Crowd war so großartig das ich es kaum erwarten kann dorthin zurückzukehren. Ja, ich werde im Februar (2019) erneut in England für BEW wrestlen. Ich hoffe ihr seid bereitsJungs, ich komme wieder!!

WF: Könntest Du Dir vorstellen demnächst auch in Deutschland zu wrestlen?

M: Ja, Deutschland ist ein Ort in dem ich wirklich gerne ringe. Ich hoffe, dass ich 2019 kommen kann!!

WF: Reist Du zu Deinen Auftritten alleine oder in Gesellschaft?

M: Es kommt auf die Show bzw, die Location an, aber meistens reise ich alleine.

WF: Unsere Community liebt lustige, spannende Roadstories. Hast Du eine parat?

M: Ich habe also eine für dich … Zuerst dachte ich es wäre der übelste Morgen meines Lebens, aber jetzt kann ich nicht aufhören, darüber zu lachen. Ich musste sehr früh am Morgen mit dem Zug fahren, also stellte ich vor dem Schlafen den Wecker an (wie alle anderen, oder?), Aber am Morgen hat er nicht funktioniert, und ich bin später aufgewacht als ich sollte! Meine Wrestling-Tasche war nicht fertig und ich hatte nur 10 Minuten um alles zu erledigen! Ich bin nie so schnell aus meinem meinem Bett aufgesprungen, ahah! Als ich draußen war wurde mir klar, dass es keine Busse mehr gibt die mich zum Bahnhof bringen könnten, der weit weg von meinem Haus war. Ich musste also von meinem Haus zum Bahnhof laufen, ein Sprint von 25 Minuten… Ich bin noch nie in meinem Leben so schnell gelaufen!! Am Ende schwitzte ich, als würde ich ein Wrestling-Training machen, außer Atem… aber pünktlich zum Training! Mein Gesicht war so rot und ich schwitzte so, alle im Zug sahen mich an, ahahah, was für ein verrückter Morgen!!

WF: Der Umgang mit den Fans ist sehr wichtig. Was bevorzugst Du, den Kontakt via Social Networks oder bei Live Events?

M: Ich liebe es meine Fans bei Live-Events „in echt“ zu sehen. Es ist wichtig, dass ich all die Leute, die mich auf sozialen Medien verfolgen und unterstützen, im richtigen Leben treffe. Ich genieße jeden Moment mit meinen Fans!

WF: Wo können Dich die #TeamMila-Members auf den sozialen Netzwerken finden?

M: #TeamMila, Ihr könnt mich finden auf:

Facebook, Instagram & Twitter

WF: Auf welchem Wege können Dich interessierte Booker am besten erreichen?

M: Sie können mir gerne über die sozialen Netzwerke erreichen und natürlich auch via Email 😉

WF: Gibt es bereits Merch von Dir? Shirts, Autogrammkarten usw.… Ist irgendetwas in der Richtung in Planung?

M: Ich habe bereits Promofotos und arbeite sehr bald an ein paar T-Shirts.

WF. Hier möchten wir Dir Platz bieten, um frei draufloszureden. Eine Kampfansage an Deine Rivalinnen, ein paar Worte an Deine Fans, was immer Du willst 😊

M: Nun, mein größter Rivale in Frankreich ist Anastasia. Ich habe sie letzte Woche besiegt. Ich war die erste und immer noch die einzige Frau, die es geschafft hat ihr einen Suplex zu verpassen, und so habe ich gewonnen! Sie war sauer und bat um ein Rematch und natürlich akzeptierte ich! Also Anastasia, ich hoffe das du bereit bist Flugstunden zu nehmen!

Für mein TEAM kannst du mich vom 5. bis 10. Dezember in Pakistan sehen, ich werde am 13. Januar in Belgien und am 20. in Frankreich sein! UK, ich komme im Februar! Bleibt mit mir über die sozialen Netzwerken in Kontakt für die genauen und weitere Daten. Vielen Dank für eure Unterstützung, ihr seid das beste Team aller Zeiten!

WF: Vielen herzlichen Dank für Deine Zeit und dieses tolle, offene Interview Mila, wir würden uns sehr freuen Dich bei Gelegenheit erneut zu Gast haben zu können.

M: Es war mir ein Vergnügen, danke für die Zusammenarbeit. Ich hoffe wir treffen uns wieder. Vielen Dank nochmals. Wir sehen uns xoxo

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