Mirko Panic im WrestlingFever.de Interview (23.01.2020)

WF: Danke Mirko, für Deine Zeit!

MP: ABRA KADABRA WER IST DA?? DER YUGO IST DA!!!

WF: Wir freuen uns immer neue Talente vorzustellen, auch wenn Du gar nicht mal so neu bist, Du bist seit 2006 aktiv. Wo bist du bisher aufgetreten?

MP: Bin in verschieden Ligen aufgetreten, aber hauptsächlich in Österreich. WUW (FRÜHER WSA), UKWA, ROE, EWA, NWE, PWM, MKW etc.

WF: Mir ist natürlich die EWA in Österreich bekannt. Auch die Promotion von Mexx (UKWA) kenne ich, über die (beispielsweise) „WSA“ hatte ich früher meist negatives gelesen… Kannst Du uns hier aufklären?

MP: Was ich in den Jahren leider miterleben musste, war das die WSA Kritik einstecken musste, weil sie sprich „den anderen nicht in ihr Schema“ gepasst hat. Damals war es noch so typisch Schule vs. Schule. Dieser sogenannte Ruf ist leider von Leuten gekommen, die mit der Organisation entweder durch persönliche Gründe oder durch Konkurrenz Verhalten entstanden sind. Wenn der eine zum anderen etwas sagt, egal ob positiv oder negativ ist immer die Frage, ob er das glaubt oder nicht UND ob bzw. wie er es dann weitererzählt.

WF: Wie hat Deine Karriere angefangen, wie bist Du zum Wrestling gekommen?

MP: Bin durch eine Wrestling VHS Kassette in Kontakt gekommen. Ab dem Zeitpunkt wollte ich einmal im Leben mal Wrestling betreiben auch wenn es nur ein Wrestling Training wäre.

WF: Was hat Dir so am Wrestling gefallen, gab oder gibt es besondere Matches, oder Wrestler die Dir imponierten?

MP: Wrestling hat mich am meistens inspiriert durch die Storys. Vom Gimmick der Undertaker, Wrestling technisch Bret Hart und von den Promos her Rowdy Roddy Piper sowie Randy Savage! Beim Wrestling ist es die Dramatik, die Hintergründe, die Atmosphäre, die Effekte – wie sie aufgebaut wurden und danach Konversationen, sprich die Promos. Wrestling technisch habe ich immer noch sehr großen Respekt vor denen, die es technisch draufhaben.

WF: Wie ging es dann weiter?

MP: Im Jahr 2005 habe ich ein Probetraining in der Wrestling School Austria (WSA). Das Probetraining hat mir gefallen und habe dann regelmäßig das Training besucht.

Bis zu einem Zeitpunkt wo mich der Trainer mich gefragt hat ob ich mir vorstelle und bereit wäre bei WrestlingShows aktiv mal mitzumachen. Im Jahr 2006 habe ich mein Debüt gehabt und der Rest ist History.

WF: Erlaube mir die Frage, wer dich im Laufe der Jahre trainiert hat?

MP: Trainer : Loisl (Damals unter den Namen Romeo) und Humungus. Habe dann im Laufe der Zeit Seminare besucht wo verschiede Trainer waren wie Namen Cannonball Grizzly, Darren Burridge, Allen Lee Travis und Mexx(berg).

WF: Das Wrestling und Catchen hat im deutschsprachigen Raum Tradition, gerade Otto Wanz hat hier den Grundstein gelegt. Interessieren Dich geschichtsträchtige Matches, schaust Du noch VHS oder alte Matches auf Youtube?

MP: Früher habe ich öfters Wrestling Matches angesehen, aber seit ich selber Wrestling praktiziere, schau ich mir selten oder gar nicht mehr Wrestling Matches von anderen Wrestling Kollegen. Otto Wanz war sicher einer der Wrestling Legenden die Wrestling Szene im deutschsprachigen Raum massiv beeinflusst hat, obwohl ich in nicht gekannt habe.

WF: Schaust Du Dir Deine Matches an?

MP: Ich schaue mir meine Matches an, damit ich sehe was ich besser machen könnte, bzw. wo meine Fehler sind. Im Training arbeite ich daran.

WF: Du bist größtenteils in Österreich aufgetreten, gibt es noch Wunschländer für Dich?

MP: Überall wo ich gebucht werde, trete ich auf. Hauptsächlich Europa

WF: Nach Dragan Okic bist Du der erste „Yugo“ der mir auf Anhieb einfällt. Mir gefällt der Beiname nicht so, da es das ehem. Jugoslawien schon lange nicht mehr gibt und ich es eher abwertend finde. Aber evtl. passt es zu Deinem Gimmick?! Wer ist „DER YUGO“ im Ring, wie kommt er zu diesem Beinamen?

MP: Damals als ich angefangen hatte, als „Mirko der Balkan Butcher“ verkörperte ich mit meinem Bruder „Jusip“ das Tag Team „Yugo Connection“. Wir waren beim Publikum die „Yugos“. Als er dann seine Stiefel an den Nagel hängte, machte ich aber als Singles Wrestler weiter. Eigentlich war ich der „Balkan Butcher“ und hatte das auch mehr in den Fokus gestellt, aber vom Publikum wurde ich mehr als „Der Yugo“ wahrgenommen. Erst die in den letzten 5 Jahren wurde ich zu THE YUGO. Im Endeffekt haben mich alle so genannt

Dragon Okic hat eben noch den „Classic Yugo“ verkörpert. Schlecht Deutsch und schimpfen auf Muttersprache in Bosnisch/ kroatisch/ serbisch..

WF: Bosnisch war es, der „Bosnian Hooligan“!

MP: Ja, Mirko Panič ist mehr der „Yugo“ des 21. Jahrhunderts. Sozusagen einer, der sich weiterentwickelt hat. Sprich, er sagt das was er sich denkt. Wenn es einer wissen will, zeigt „der Yugo“ was Sache ist, egal ob verbal oder „non verbal“. Er stellt alles in Frage. Er stellt Fragen und beantwortet für sie aber auch für das Publikum, auch seine Sprüche!

WF: Welche „slawischen Wurzeln“ hast Du tatsächlich und beherrscht Du die Sprache?

MP: Beherrsche die südslawischen Sprachen wie bosnisch, kroatisch, serbisch und slowenisch (meine Muttersprache). Dazu kommen englisch und deutsch.
WF: Was wünscht sich der „Yugo“ für die westlerische Zukunft, außer gesund zu bleiben?

WF: Was wünscht Du Dir für die Zukunft?

MP: Das „Der Yugo“ überall zeigen darf was er kann. Egal bei welcher Organisation, in welchem Land, auf welchem Kontinent.

WF: Danke für Deine Zeit!

MP: ABRA KADABRA – ich bin „nix mehr da“! Tschüss, Baba und weißt du warum? Weil ich da Yugo bin! ?

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