WF on Tour: NCW „Weltmeisterschaft im Schwergewicht“ (Hamburg, 12.04.2014)

wfontourAmSamstag den 12.04.2014 war es endlich wieder Zeit für heiße Action im Ring! In Hamburgs Wrestlingheimat, dem Nordisch Fight Club stand die NCW WM im Schwergewicht an! Wie immer begrüßte Hafis Alim um die 150 gut gelaunten Zuschauer und der Abend eröffnete mit der Ringer Parade und anschließender Ankündigung der Matchcard! Neben 4 normalen Einzelmatches in denen sich großartige Talente mit teils weit auseinander liegenden Attributen, gab es nicht nur das heiß erwartete Tag Team Match in dem es sehr hart zur Sache gehen sollte, sondern auch den Main Event um den vakanten NCW World Heavyweight Championship!

Bevor das erste Match aber starten konnte, hielt Karsten Kretschmer noch eine kurze Ansprache in der er allen Anwesenden nochmals persönlich die Situation und die Gründe seiner Ringabstinenz nannte aber auch bekannt gab, dass er vorhabe, sich spätestens Ende des Jahres wieder ins Geschehen zu stürzen!

Singles Match
Veit Müller besiegt Muslim Sultanov

Nun konnte es endlich losgehen mit dem ersten Match! Die Anfangsphase ging ganz klar an Müller der mit viel Technik Sultanov immer wieder auf die Matte und in Schwierigkeiten brachte. Durch kraftvolle und gezielte Aktionen brachte Sultanov sich zurück ins Match und er konnte so die Oberhand übernehmen! Viele kleine unfaire Aktionen, teils auch in den Seilen, brachte ihm allerdings die erste Verwarnung im Match. Sultanov Dominanz im Match wurde durch seine Art das Publikum immer wieder zu provozieren, nochmal unterstrichen! In einem lang anhaltenden Sleeper Hold brachte Sultanov Müller an den Rand der Aufgabe, mit einem Side Suplex konnte sich dieser aber befreien und das Blatt wenden!

Ein Running Shoulder Block in der Ringecke gefolgt von einem harten Tornado DDT brachten Müller in kürzester Zeit den Sieg ein!

Tag Team Match
Johnny Rancid & Marius Al – Ani besiegen Haero & Vincent Heisenberg
Noch vor läuten der Ringglocke attackieren Rancid und Al – Ani ihre Gegner aber wurden unmittelbar aus dem Ring geworfen. Nachdem Rancid verwundert fragte was das sollte und für mein Geschmack sowieso ein bisschen zu viel redete im Match, konnte es dann aber offiziell mit dem Match los gehen. Rancid und Haero eröffneten das Match und Haero konnte recht schnell einige Aktionen durchbringen. Als dann der Wechsel mit Al – Ani erfolgte, wechselten auch Haero und Heisenberg. Heisenberg nutze die ersten Momente für sich und brachte unter anderem einen schnellen Sidewalk Slam ins Ziel! Eine kleine Überheblichkeit des jungen Talentes brachte ihn in Schwierigkeiten und die Wendung zu Gunsten von Al – Ani und Rancid, die mit vielen Wechseln und gemeinsamen aber auch einzelnen krachenden, auch unfairen Aktionen, Heisenberg stark in Bedrängnis brachten! Mit einem Tilt-a-whirl-Backbreaker gelang Heisenberg die Befreiung und anschließend der wichtige Wechsel mit Haero – Rancid wechselte mit Al – Ani!

Haero drehte die Gangart richtig auf und slamte erste Al – Ani dann Rancid zu Boden. Anschließend verpasste er beiden einen Dropkick und beförderte Rancid aus dem Ring um dann mit Heisenberg in einer gemeinsamen Aktion das Match zu beenden. Haero wurde allerdings von Rancid aufgehalten und Heisenberg rannte genau in eine gemeinsame Aktion von seinen Gegnern um anschließend bis drei gecovert zu werden. Somit konnten Rancid und Al – Ani das Match schlussendlich doch noch für sich entscheiden!

Singles Match
Scotty Saxxon vs. Michael Kovac endet im Draw

Die erste Phase des Matches gehörte eindeutig Kovac der seine langjährige Erfahrung wie immer sehr gut ins Spiel brachte und mit viel Technik und Kraft Saxxon von Anfang an den Wind aus den Segeln nahm. Zwar gelang es Saxxon ab und zu Kovac, sogar auf die Matte zu befördern oder einzurollen, aber wirklich die Wendung im Match gab es auch nach einem tollen T-Bone Suplex nicht! Kovac zeigte den Spinning Back Suplex und einen Wrist Clutch Facebuster. Der Flapjack und Death Valley Driver von Saxxon brachten ihm leider auch keinen Sieg. Als der Diving Dropkick sein Ziel fand, behielt Kovac genug an Kraft um Scotty mit einem harten Powerslam erneut auf die Matte zu donnern. Langsam lief es aber im Match immer mehr auf ein Hin und Her hinaus und zeitweise konnte Saxxon Kovac dann doch in knappe Coverversuche bringen.

Ein Match mit viel Technik aber auch Härte wollte dann doch keinen Sieger hervorbringen. Nachdem mehrere Aktionen nicht zum Sieg führten, prügelten sich beide raus aus dem Ring! Keinen der zwei gelang es dann aber rechtzeitig in den Ring zurück zu finden und wurden somit ausgezählt. Doch so richtig zu Ende sein sollte dies nicht. Scotty Saxxon schnappte sich nun das Mikro und betonte, dass er sich mit einem Unentschieden vor heimischen Publikum nicht zu Frieden gebe und ein Rückmatch wolle! Kovac nahm sich nun das Mikro und erwähnte das er eins gemeinsam habe mit Saxxon. Er mag keine Unentschieden! Er stimmt den Rückmatch zwar zu, aber nur unter der Bedingung das es um den Titel von Saxxon geht. Dieser stimmte zu und somit dürfen wir ein Rückmatch dieser klasse Auseinandersetzung haben!

Singles Match – Match #4
Apu Singh besiegt Julian Nero

Eine gewisse Ausgeglichenheit im Match ließ sich hier von Anfang an erkennen. Beide tasteten sich zunächst mehr ab, was aber kein Zweifel an der Härte im Match aufkommen lassen sollte. Nach einem wunderbaren Vertical Suplex von Singh fand sich dieser aber recht schnell in einem Abdominal Stretch wieder. Nur wenige Minuten später, in denen es hin und her mit vielen guten Aktionen ging, gab es aber einen krachenden Bodyslam gegen Nero mit dem anschließend Moonwalk Legdrop von Singh!

Der Running Powerslam der Apu Singh schon viele Siege einbrachte, ging auch dieses Mal durch und brachte auch an diesem Abend Singh den Erfolg!

Singles Match
Michael Schenkenberg besiegt Demolition Davies

Das Publikum war nun auf seinem Höhepunkt des Abends. Schon bei Saxxon vs. Kovac gab es viele Chants und Jubel aber „Let’s go Davies – Schen-Ken-Berg“ ließ die Stimmung kochen. Schenkenberg ging von Anfang an deutlich in die Offensive und versuchte den Anführer der Hass-Section in Bedrängnis zu führen. Doch so richtig gelang dies bei der menschlichen Dampfwalze nicht und somit wurde Schenkenberg ein ums andere mal unsanft auf die Matte oder unter das Gewicht von Davies gedonnert, wie beim Bodysplash. Sogar außerhalb des Rings wurde er von Davies unsanft mittels eines Suplex auf die Tribüne gedonnert! Aber immer und immer wieder war aber der Kampfeswille bei Schenkenberg größer als die Erschöpfung und somit kämpfte er sich zurück ins Match! Mit einem Tornado DDT und dem Schenken-Splash vom obersten Ringseil wurde Davies in eine bedrohlich Situation gebracht. Anschließend gab es ein Bild mit dem wohl keiner gerechnet hat, aber Schenkenberg stemmte die 186 Kilo seines Gegner in die Luft und verpasste Davies einen krachenden Bodyslam den man sogar im Hafen gespürt haben muss!

Wieder nicht der Sieg! Davies fand zwar kurz zurück ins Match, was ihm aber nicht den Enzuigiri und sogar den HKA ersparte! Wieder der Kick-out von Davies, trotzdem ging das Cover durch. Nachdem sich der Referee letztendlich dafür entschied, dass dies der Sieg für Schenkenberg war, brannten Davies die Sicherung durch und slammte den Ref krachend zu Boden der nun in Begleitung der Crew Backstage gebracht wurde.

Singles Match
Damon Brix besiegt Erik Isaksen in der 8. Runde und gewinnt die NCW World Heavyweight Championship

In diesem Match sind die Regeln wie in jedem anderen normalen Singles Match. Nur das es eine Zeitbegrenzung von zwölf Runde mit je vier Minuten gibt! Die ersten drei, vier Runden waren mehr eine Abtastphase, die aber sehr ansehnlich und positiv zu bewerten war. Technisch hoch anspruchsvoll ging es aber sehr hart zur Sache! Viele Hebel, Haltegriffe und schnelle Würfe bestimmten den Ablauf und sorgten dafür, das sich keiner so richtig einen dauerhaften Vorteil verschaffen konnte.

Was aber deutlich sichtbar wurde, dass von Runde zu Runde der Verlauf immer verbissener wurde! Ob es ein Cross Armbreaker und Running Clothelines von Isaksen oder ein Sidewalk Slam und ein perfekt sitzender Suicide Dive von Brix waren, Härte und Technik bestimmten jede Aktion und der Matchverlauf wurde, trotz der jeweiligen einminütigen Pausen, schneller! Nach vielen klasse Aktionen und gehaltener Spannung konnte Brix im zweiten Anlauf den Side Slam durchbringen und sich den Sieg und damit verbundenen Titelerfolg sichern!

Mit einem feiernden Damon Brix und einem für die Leistungen gebrachten feiernden Publikum endete dieser Abend und man verabschiedete uns nach einer weiteren tollen Show was mit „NFC NFC NFC“ Chants belohnt wurde!

FAZIT:
Wie nach jedem NFC (NCW) Event kann ich nur sagen, das meine Erwartungen wie immer vollstens erfüllt sind und ich rate jedem zum Nordisch Fight Club zu gehen! Hier ist Wrestling in Hamburg zu Hause und hier ist Wrestling immer ein voller Erfolg und absolut sehenswert! Seit dabei wenn ihr könnt, es lohnt sich immer!

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