Scott Putski im WrestlingFever.de Interview (05.02.2015)

WF: Vielen Dank für Deine Zeit und Zustimmung, dieses Interview zu führen! Wie geht es Dir im Moment?

SP: Mir geht es großartig, danke Dir!

WF: Was bedeutet es für Dich ein Wrestler der zweiten Generation zu sein?

SP: Darüber denke ich nicht wirklich nach, ich habe eben Ivan Putski als Vater, kein Unterschied zu anderen Vater Sohn Beziehungen.

WF: Ich bin mir sicher dass Du oft auf Deinen Vater angesprochen wirst. War er zu Beginn Deiner Karriere der Schlüssel zu Bookings oder wurde es dadurch sogar schwieriger für Dich, weil jeder dachte dass Du in die Fußstapfen von Ivan Putski treten möchtest?

SP: Er half mir, aber meine große Leidenschaft war Football. Ich spielte College Football an der TCU und später als Profi bei den Houston Oilers, bis meine Achillesferse riss.

WF: Wie beschreibst Du Deinen Vater als Trainer?

SP: Er trainierte meine Brüder und mich im Grunde unser ganzes Leben. Er würde auf gemeinsamen Reisen mit zu unseren Matches gehen, er würde uns Sachen beibringen und andere Wrestler zeigen, die uns Moves beibringen. Nur, wir dachten dass das alles real ist und so prügelten wir uns gegenseitig die Scheiße aus den Knochen.

WF: Kannst Du Dich daran erinnern oder es erklären wie Dein Vater (und später Du selbst) dazu kam den Namen Putski im Business zu nutzen? Wer hatte die Idee und warum dieser Name?

SP: 5: Joe Blanchard und Johnny Valentine kamen damit bei Southwest Championship Wresting, außerhalb von Texas an.

WF: Hier in Europa erinnern sich die Menschen an Dich als Teil der WCW. Wer setzte sich am meisten für Dich ein Teil des Kaders zu werden und wie war Dein erster Eindruck von den Jungs im Lockerroom?

SP: Paul Orndorff war der Kerl, der wirklich an mich glaubte und mir eine große Hilfe war. Doch Bischoff und seine Freunde wissen nicht wie man Talent aufzubauen hat, deswegen schlug die WCW fehl. Die Leute hatten es leid Woche für Woche dieselbe Scheiße zu sehen.

WF: Obwohl Du wie ein Heavyweightler ausgesehen hast, haben sie Dich als Cruiser eingesetzt. Wer hatte die Idee Dich lieber bei den WCW Cruiserweights (und zuvor in der WWE Light Heavyweight Division) einzusetzen? War das für Dich ok, oder wärst Du damals lieber als Schwergewicht angetreten?

SP: Diese Idioten veranstalteten die Shows. Ich war 1,83 Meter groß und wog 113 Kilo. Wenn das ein Leichtgewicht sein sollte…Dann wäre es besser gewesen einige Big Boys als Federgewichte einzusetzen! Mir aber egal, ich wollte nur arbeiten und lernen.

WF: Neben Deinem Daddy als wichtige Person in Deinem leben hast Du auch mit vielen bekannten Wrestlern gearbeitet. Gibt es Kollegen die Dich beeindruckt haben? Als Wrestler und als Mensch?

SP: Paul Orndorff, Jimmy Snuka, Curt Henning, Scott Hall und mehrere andere.

WF: Während der WCW Zeit hattest Du ein Match gegen den amtierenden Champion Goldberg. Wie sind Deine Erinnerungen an das Match und Bill selbst?

SP: Bill ist ein toller Kerl. Ich spielte gegen ihn in der Schule Football, als er in Georgia und ich bei der TCU war. Das Match war ein typisch für die WCW … Wie gesagt, das ist warum sie gescheitert ist.

WF: Während der langen Zeit auf der Straße, gibt es eine lustige Roadstory die Du mit uns teilen möchtest?

SP: Keine die ich erzählen kann 😉

WF: Vor Deiner Zeit in der WCW warst Du eines der Flaggschiffe von WWF Light Heavyweight Division, u.a. mit Brian Christopher und Taka Michinoku. Sie haben einmal sogar einen Tag Team Match zusammen mit Ihrem Vater gegen Brian und seinen Vater, Jerry Lawler. Wie erinnerst Du Dich an diese Zeit, das Match selbst und Jerry Lawler & Brian?

SP: Hätte ein guter Angle werden können, aber Vince hat es verbockt. Ich genoss die Arbeit mit Brian und seinem Daddy.

WF: Gab es nach Deiner WCW Zeit Interesse seitens der WWF bzw. TNA?

SP: Nachdem ich mit WCW abschloss, habe ich nie darum gekümmert in Vollzeit zu wrestlen. Ich habe mehrere Unternehmen, freue mich darüber und mache Workouts um in Form zu bleiben.

WF: Wo warst Du als die WCW verendete oder wie hast Du von ihrem Tod erfahren?

SP: Ich wurde immer noch von der WCW bezahlt, nur nicht eingesetzt, als das Ende kam.

WF: Du bist auch in Lucha Libre und Puroresu erprobt. Du hast in Mexiko unter dem Namen Konnan dos Mil und für die WAR-Promotion in Japan gekämpft. Wie erinnerst Du Dich an diese Zeit und kannst Du den Fans, die nicht so viel mit Lucha Libre anfangen können, den Verlust Deiner Maske 1993 erklären?

SP: Ich liebte die Arbeit in Japan und Mexiko. Ich brauchte eine Weile um mit dem Lucha Style klar zu kommen, hat aber Spaß gemacht. Als ich meine Maske verlor war das für die Lucha Fans wirklich ein ganz dickes Ding. Niemand sah vorher mein Gesicht. Die Promotion, für die ich wrestlete, schrieb mir sogar vor mein Gesicht mit einem Tuch und einer Sonnenbrille zu verdecken wenn ich mal nicht antrat.

WF: 2013 kamst Du nach einer 10 jährigen Pause wieder zurück. Wie schwer ist es dort anzuknüpfen wo man vor Jahren aufgehört hat?

SP: Keine große Sache.

WF: Bevorzugt arbeitest Du jetzt bei der NWA – ALT in Gilmer Texas, wo Du seit fast einem Jahr Champion bist. Würdest Du die Promotion und die Szene in Texas mehr old school bezeichnen als irgendwo anders?

SP: Ich arbeite für mehrere Promotions, nicht nur für diese eine! Überall wo ich antrete schwenke ich die Fahne des old schools. Die Leute wollen echtes anliegend an falsches sehen, deswegen regiert im Moment auch UFC!

WF: Was machst Du heutzutage wenn Du nicht in den Ring steigst?

SP: Ich besitze eine Immobilienfirma und habe einen Hotrod und Motorrad-Shop.

WF: Vielen Dank für Deine Zeit, wir wünschen Dir nur das Beste!

SP: Gott schütze Euch und danke für alles!

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