Thorsten Legat im WrestlingFever.de Interview (15.08.2018)

WF: Torsten, wir danken Dir für Deine Zeit und freuen uns, Dir ein paar Fragen stellen zu dürfen. Wie geht es Dir aktuell, so kurz vor Deinem MMA Kampf – Alles fit?

TL: Ich freu mich und bin bereit – von mir aus könnte es morgen losgehen.

WF: Kannst Du uns erzählen, wie es zu diesem MMA Kampf kam, war es ein Wunsch von Dir, kam etwas von GMC oder war das Angebot für einen möglichen Kampf finanziell zu verlockend?

TL: Ich bin gefragt worden, ob ich mir vorstellen könnte, einen MMA-Kampf im Käfig zu bestreiten. Gegen einen Mann namens Dominic Harrison. Ich kannte ihn damals ehrlich gesagt noch nicht wirklich, habe aber trotzdem sofort zugesagt.

WF: Wie angesprochen stehst Du am 1. September 2018 für GMC im Käfig. Du hast Dich bisher jeder Herausforderung gestellt, ob als Profifußballer, Trainer oder diverse TV Experimente. Warum nun MMA?

TL: „Ich fühle mich körperlich topfit und weiß seit frühester Kindheit was es heißt, sich durchkämpfen zu müssen. Ich komme aus dem Kampfsport, mache das schon seit über 40 Jahren. MMA liegt mir somit deutlich mehr als noch das Boxen vor vier Jahren. Und selbst da habe ich damals deutlich gegen meinen Gegner Trooper Da Don gewonnen.

WF: Das Alter spielt neben der Kondition eine Rolle, Dein Gegner ist über 20 Jahre jünger. Du warst ja Teil des RTL Promiboxen, das hier ist aber etwas anderes… Welche Erfahrungen bringst Du mit?

TL: Ich habe selbst schon Free Fighting gemacht und verfolge die UFC-Szene bereits seit Jahren. Ich habe mit Deniz Haciabdurrahmanoglu den besten Trainer an der Seite, den man sich vorstellen kann. MMA ist keine Show wie beispielsweise das Promi-Boxen. MMA ist Realismus. Im Käfig kannst du nicht weglaufen, da musst du kreativ sein und Lösungen finden. Da geht es nicht nur darum, wer den stärksten Schlag, sondern wer am Ende die beste Taktik hat.

Beim Boxen geht es mit den Schlägen meistens nur zum Kopf oder dem Körper. MMA findet zu 50 Prozent auf dem Boden statt.
Die Leute sollten mich also auch jetzt gegen den deutlich jüngeren Harrison nicht unterschätzen. Ich bin definitiv nicht zu alt fürs Octagon.

WF: Unter uns, verfolgst Du UFC & Co, hast Du Favoriten unter den Kämpfern?

TL: Ich schau viel UFC, war auch schon in USA bei Events. McGregors Kämpfe sind für mich ein Muss, Conor vs. Khabib werde ich auf keinen Fall verpassen.

WF: Nehmen wir an, Du „leckst Blut“. Wird es weitere Kämpfe geben oder ist es eine einmalige Sache?

TL: Nein, danach setzte ich mich wirklich endgültig zur Ruhe (lacht)

WF: Welche Sportarten interessieren Dich neben Fußball noch? Wie stehst Du zu Wrestling – Hättest Du auch an der „Sports Entertainment“ Branche Interesse?

TL: Wrestling ist gute Unterhaltung, aber mein Herz schlägt in erster Linie für Fußball und MMA. Momentan denke ich nur an meinen nächsten Kampf, alles Weitere sieht man nach dem 01. September.

WF: Wie oft trainierst Du aktuell und wie unterscheidet sich das MMA Training vom Box/ Kickbox Training?

TL: Ich trainiere 1-2 mal täglich. Ich komme ja aus der Kampfsport-Szene und trainiere schon viele Jahre in diesem Bereich. Beim Promi-Boxen habe ich vor vier Jahren noch den Kasper gemacht, aber MMA ist meine wahre Disziplin. Da sind Auge, Herz und Nehmer-Qualitäten gefragt. Am Ende soll aber der Bessere gewinnen.

WF: Wie streng bist Du zu Dir selbst bzgl. Ernährung?

TL: Momentan esse ich alles, bei dem Training brauchst Du alles an Energie. Und zudem ist mein Gegner um einiges schwerer als ich.

WF: Noch eine Frage zum Dschungelcamp, wo Du als Drittplatzierter ausgeschieden bist. Wie stehst Du zu dem Konzept, würdest Du nochmals daran teilnehmen, oder entscheidet das am Ende auch etwas die Gage?

TL: Ich habe das einmal gemacht und es hat mir Spaß gemacht. Ich sehe nicht, dass ich das ein zweites Mal mache. Die Gage ist nicht entscheidend, ich probiere gerne neue Sachen aus, aber nur, wenn sie mich interessieren.

WF: Danke Thorsten, wir wünschen Dir viel Erfolg!

TL: Danke 🙂
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UPDATE:
Thorsten Legat hat von seinem Arzt für den MMA-Kampfabend am 1. September in der Kölner LanxessArena Startverbot bekommen. Er hatte eine Schulterversteifung, zusätzlich hat er an beiden Seiten Hüftprobleme und einen knöchernen Einriss im linken Hüftbereich.festgestellt.“

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