Vincent Schild im WrestlingFever.de Interview (31.03.2016)

WF: Vielen Dank für Deine Zeit, Vincent – wie geht es Dir aktuell?

VS: Danke dir, mir geht es sehr gut. Vorhin wie immer den Körper im Gym zerstört 😉

WF: Du bist, wie Dein Bruder, ein wXw Talent, welches 2012 begonnen hat. Die Standard Frage lautet, wie bist du zum Pro Wrestling gekommen?

VS: Ich habe es mit 8 Jahren das erste mal im TV gesehen, sofort war ich davon fasziniert. Die Vielfalt der Charaktere, die Storys, die Action im Ring, eine klasse Unterhaltung. Für jede Altersgruppe.

WF: Wer oder was hat Dich an diesem Sport so fasziniert?

VS: Die großen schweren Wrestler haben mich am meisten beeindruckt.

WF: Gab oder gibt es spezielle Vorbilder und Idole in diesem Sport?

VS: Kenta Kobashi ist eines meiner Vorbilder, da er atemberaubende Matches abgeliefert hat, viele kennen sicher die gegen Misawa, aber auch der gesamte Look und der Stil von ihm. Ich liebe den japanischen Wrestling Stil. Ein weiters Vorbild ist für mich Bam Bam Bigelow da er für seine Statur sehr agil war. Aber einen richtigen „Lieblingswrestler“ gibt es nicht. Ich schau mir viele verschiedene Leute an.

WF: Hattest Du vor Deinem Wrestling Training bereits Sport betrieben?

VS: Vor dem Wrestling Training habe ich bereits Karate und Ringen gemacht. Kampfsport/Vollkontaktsport hat mich schon immer interessiert. Der ganze Körper wird dabei stark beansprucht, das härtet ab.

WF: Hat dein Kampfsporthintergrund positiv zum Wrestling Training beigetragen oder ist es eher schwerer, nun „anders“ zu schlagen?

VS: Es hat einen positiven Einfluss gehabt, da man beim Ringen oft schmerzen im Nacken hatte und der Muskel welchen man sonst nicht beansprucht, gestärkt wurde. Aufgrund der vielen Bumps ist ein starker Nacken zwingend notwendig. Beim Karate hat man Schläge und Tritte gelernt dadurch lernt man wo und wie man schlagen muss. Das „anders“ zuschlagen ist kein Problem. Kontrolle über den Körper ist wichtig.

WF: Wie erinnerst Du Dich an Deine ersten Trainingseinheiten, besonders die Aufwärmphasen?

VS: Ich war natürlich gespannt wie so ein Wrestling Training ausschaut. Das man viel Cardio macht, war klar aber im Ring hatte ich keine Erfahrung. Die ersten Einheiten waren sehr anstrengend da man diese Art des Schmerzes durch die Bumps nicht kannte. Auch das Seile Laufen war schmerzhaft, denn diese sind hart und nicht weich. Von der Ecke mit einen Shoulderblock springen war damals noch in weiter Ferne, nun ist es ein Trademark von mir.

WF: Plötzlich stehst du auf der anderen Seite des Vorhangs, was ändert sich denn grundsätzlich generell?

VS: Wenn du auf der anderen Seite des Vorhangs stehst, ändert sich alles. Kein Fan würde es jemals verstehen. Plötzlich versteht man wie die Wrestling Industrie läuft, unter anderem Logistik, Planung. Alles was mit dem Wrestling Produkt wXw zu tun hat, sieht man aus einem anderen Licht, weil man selber das Produkt mitgestaltet. Man versteht warum die Sachen so gemacht werden wie sie gemacht werden.

WF: Wie oft trainierst Du aktuell?

VS: Ich geh 5 mal die Woche ins Fitnessstudio und an einem Tag mach ich Dehnübungen. Ich achte bei der Ernährung auf die richtige Makro – und Mikronährstoffverteilung. Es gibt aber auch Tage, an denen ich nicht so genau darauf achte z.B. Geburtstag usw.

WF: Irgendwann hattest Du Dein erstes Match vor Publikum – Wer sagte Dir, dass es nun soweit ist und welche Erinnerungen hast Du daran?

VS: Mein erstes richtiges Match hatte ich im September 2012 gegen „Bad Bones“ John Klinger am Oberhausener Stadtfest. Die Anspannung war groß, im gleichen Moment aber auch ein sehr tolles Gefühl mit jemandem im Ring zu stehen, zu dem man als Fan aufgesehen hat. Mein erstes richtiges Match bei einer Großveranstaltung war mit meinem Bruder zusammen gegen die damaligen Autsiders bei der CZW Show im November 2012. Im Juli hatte ich bereits ein Match gegen meinen Bruder (Broken Rulz), dass war jedoch kein Wrestling Match.

WF: Wer sagte Dir, dass es nun soweit ist und welche Erinnerungen hast Du daran?

VS: Die Trainer und Christian Jakobi haben mir gesagt das ich bereit bin. Ich habe mich unglaublich gefreut das die harte Arbeit im Training sich gelohnt hat. Trainiert haben mich im übrigen Kim Ray, Big Daddy Walter, Toby Blunt, Karsten Beck. Hier und ich hatte Seminare bei Daisuke, Finlay sowie Johnny Kidd.

WF: Am Anfang hat man dich oft an der Seite Deines Bruders gesehen – wie geht es nun für Dich weiter?

VS: Nur weil wir ein paar Singles Matches hatten, heißt das nicht, dass wir getrennte Wege gehen! Unser Ziel ist es, die wXw Tag Titles zu gewinnen und dies werden wir auch schaffen!

WF: Also wirst Du uns im Groben als Tag Team Wrestler erhalten bleiben?

VS: Auf jeden Fall, mein Bruder und ich werden uns als Tag Team in ganz Europa etablieren.

WF: Vincent, ich danke für deine Zeit!

VS: Vielen Dank für das Interview, immer wieder gerne

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