WF on Tour: SOW American Catch Wrestling (12.04.2014)

Am Samstag den 12.02.2014 war WrestlingFever.de erstmal bei der SOW (Society of Wrestling) in Odelzhausen zu Gast. Viele junge Talente waren dabei die unter anderem in Österreich bei Michael Kovac oder auch bei Alex Wright trainieren. Zudem waren etablierte Wrestler der Euroszene wie Farmer Joe, Bernd Föhr, Blaze, Corvus sowie Miguel Ramirez vor Ort. Chris Colen musste leider kurzfristig absagen.

Singles Match
Blaze besiegt T-K-O

Der „Stiernacken“ aus Neu-Ulm (T-K-O) kam gewohnt arrogant in die Halle und zeigt, dass er auf die Meinung des Publikums keinen Wert legt. T-K-O ist der Meinung, dass „durch Salat der Bizeps“ schrumpft. Mehrmals beleidigte er auch seinen Gegner Blaze, den Meister der „Shooting-Star-Press“. Das Publikum stand komischerweise trotzdem hinter T-K-O der hart und teilweise unfair zu Werke ging. Blaze besiegelte seinen Sieg, wie soll es auch anders sein, mit der Shooting Star Press und anschließendem Pinfall. T-K-O hat sich super entwickelt, man sollte ihn im Auge behalten.

Singles Match
Tommy Miller besiegt Bernd Föhr
Miller brüllte auf der Entrance-Rampe schon die Fans an und konnte es gar nicht haben, das die Fans gegen ihn chanteten. Es gab das ein oder andere Wortgefecht. Der „weiße Alligator“ Bernd Föhr hatte mit Miller einen wendigen aber harten Gegner. Das Match verlagerte sich auch mal um den Ring. Der Facebuster bescherte Miller den Sieg, nachdem es zuvor 2x den „6-1-Föhr“ gab. Einer ging daneben, der andere reichte nicht für den erfolgreichen Pinfall.

Tag Team Match
Michael Morgan & Alexander Wadrodt besiegen Farmer Joe & Power Paul
Vor der ersten Pause beleidigten Morgan und Wadrodt die Fans und beschimpften diese als „Bauern“. Dies rief Farmer Joe und „Power Paul“ auf den Schirm. Man legte ein Tag Match fest. Nun standen die zuvor in Anzügen gekleideten Herren in Ring Gear in der Halle. Es gab einige Comedy-Elemente. So versuchte man Morgan zu zweit zu pinnen, die ließ der Ref. aber nicht zu. Michael Morgan konnte „Bauern“ (Power) Paul erfolgreich bis 3 auf dem Boden halten, nachdem er ihn zuvor mit Farmer Joes Apfel-Eimer K.O schlug.

Singles Match
Maximilian Bismark vs. CorVus
„Screamin`“ CorVus sagte den fans, dass sie hässliche Kinder haben und hatte auch so kein gutes Wort übrig. Bismarck hingegen stand für die Zuschauer und legte kräftig los. Beim Kräftemessen schrie Corvus in für Männer ungewohnten hohen Stimmlagen vor Schmerzen, denn Maximilian war ihm hier überlegen. Der aus Chicago stammende Amerikaner aber konnte mit Technik überzeugen, nutzte mehrmals das Toprope und die Seile für Splashes etc. Die Deutschkenntnisse des Amerikaners sind wirklich hervorragend! Das Powerhouse Bismarck wollte einen „Stinger Splash“ gegen den in der Ecke positionierten Corvus zeigen doch dieser wich aus. Nun hagelte es eine Forearm-Combo von Corvus aber seine Bossmab Attacke schlug fehl. Bismarck wich aus, weshalb Corvus sehr unsanft auf dem Seil landete,  an dem von Maximilian gerüttelt wurde. Es folgt ein Whip In, Corvus wich erneut einem Avalanche aus um einen Double Axe Handle vom Top Rope zu zeigen. Bismarck kontert mit einem Punch  und gab ihm zum Schluß die volle „Breitseite“ (Dominator) – Ende! Maximilian (der inzwischen wirklich gut aussieht und abgenommen hat) und Corvus zeigten hier das wohl unterhaltsamste Match des Abends neben des Main Events!

Singles Match
Diablo besiegt Johann Schuster
Der verrückte Mann aus dem Teheran – so kann man glaube ich Diabolo beschreiben. Der Lokalmatador Schuster hatte es mit einem wohl unberechenbaren Gegner zu tun. Schuster war hier klar im körperlichen nachteil – dies betrifft die Muskelmasse wie auch die Größe und das Gewicht. Der Highflyer bot Diabolo dennoch die Stirn. Schöne Kicks, Dropkicks, Splashes und die Arbeit mit dem Seil machten dem Heel zu schaffen. Beim ersten HARTEN Spear kommt Schuster zur Überrschung ALLER heraus. Als Diabolo mit einer großen Holzlatte auf Schuster einschlagen wollte, ging der Ref bestimmt dazwischen. Skrupellos war dem Heel alles recht, um dieses match zu gewinnen. Eine schöne Aktion von Diabolo war eine Military-Press wo er Schuster mehrmals ohne Probleme hoch stemmte. So verlagert sich das Match nach draußen. Diabolo folgt Johann auf die Bühne um ihm dann einen zweiten, harten und ungebremsten Spear zu verpassen. Diabolo schaffte es bis 10 in den Ring, Schuster wurde leider ausgezählt. Ein solides Match – Das Gimmick von Diabolo rockt. Schade das der Lokalmatador verloren hat.

MAIN EVENT
S.O.W TITEL MATCH
Jonas Reiter (c) (mit Tommy Miller) vs. Miguel Ramirez
Vor der letzten Pause gab es bereits einen verbalen Schlagabtausch der Kontrahenten um die Fans auf dieses Match vorzubereiten. Miguel stellte klar, dass er den weiten Weg nicht zurückgelegt hat, um ohne Titel nach Hause zu gehen. Reiter und Miller machten es Ramirez schwer. Immer wieder mischte sich Miller ein und würgte Miguel beispielsweise mit den Ringseilen während Reiter den Ref ablenkte. Bei einem Splash von Miguel an Reiter wurde versehentlich der Ringrichter ausgeknockt. Miller schnappte sich sofort den Belt um ihn an Reiter weiter zu geben. Dieser wollte auf Ramirez einschlagen, bekam den Belt aber selbst mit dem Superkick gegen den Kopf. Leider war der Referee immer noch K.O., so das der erfolgreiche Pinfall nicht erzielt werden konnte. Miller schaltete Ramirez leicht aus.

Ramirez setzte nun mit einem Salto und weiteren Aktionen nach und pinnte erneut. Der Ref. kam wieder auf die Beine und zählte. Leider wieder nur der 2 Count, da Miller den Ref. aus dem Ring zog. Nun verpasste Miller dem Ref. noch eine krachende Clothesline auf den Hallenboden um ihn endgültig zu eliminieren. Miguel schien verzweifelt. Nun rannte Katja aus dem SOW Office zum Ring um den Pinfall für Ramirez zu zählen. 1…..2……3 und die SOW hat nach einem weiteren Superkick einen neuen & verdienten Champion – MIGUEL RAMIREZ!

FAZIT:
Es war eine unterhaltsame Show mit Luft nach oben. Corvus, Bismarck, Ramirez und Reiter wussten zu gefallen. Leider zuviel Comedy und „drum herum“ statt Wrestling – da hätten viele Fans gerne mehr Action gesehen (was durch einige Zwischenrufe unterstrichen wurde). Etwas respektlos fand ich die Danksagung der Sängerin für den Gig an diesem Abend nach dem Titelgewinn von Miguel Ramirez, der eigentlich eine Dankesrede halten wollte. Auch störte mancher Zwischenkommentar des (der oder das) Ringsprecher. Alles in allem gab man sich Mühe.

Miller & Reiter kommen gut bei den Fans an. Corvus, Ramirez und Farmer Joe profitierten von ihrer Erfahrung. Bismarck hat sich stark verbessert und Blaze sowie Schuster sind immer ein Garant für gutes Highflying. Miller ist ein guter Mann am Mic, einer der mit den Fans arbeitet – was sehr wichtig ist. Reiter ist ein grandioser Heel. Wenn man nun an best. Kleinigkeiten arbeitet (wie beispielsweise Sound, Ringbeleuchtung und auch die Entrance-Themes der Wrestler (die rechtzeitig anfangen und enden sollten), kann ich die SOW nur empfehlen.

Die Live-Band war eine nette Zugabe aber spielte (und das sagten viele Fans) zu lange. Man wartete darauf, dass die Action endlich los geht oder der andere Wrestler zum Ring kommt aber musste sich leider jedes Lied bis zum Schluss anhören.

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