WF on Tour: Wrestling Legends Show (Walsrode, 22.02.2014)

wfontourAm 22.02.2014 luden die „Pro Wrestling Fighters“ in Kooperation mit der DWA (Deutsche Wrestling Allianz) zur „Wrestling Legends Show“ 2014 ein. Headliner waren die ECW Legende Tommy Dreamer, WWE Hall of Famer Tony Atlas und der Sohn des „British Bulldog“ und ehem. WWE Superstar David Hart Smith.

Wir haben diesen Event für Euch besucht und einige Eindrücke mitgebracht.

Koray vs. Apu Singh
Der Berliner Koray kam mit schlechter Laune nach Walsrode und hatte so wirklich keine Lust auf den Ort, die Fans und das Match. Apu Singh kam gewohnt gut gelaunt zum Ring, tanzte und feierte mit den Fans bevor er sich im Ring Koray widmete. Hier sieht man einen schönen Moonwalk Legdrop! Unfair ging Koray gegen Apu vor aber nach einem guten Match konnte sich der Inder durchsetzen.

Tag Team Match
DNS Evolution vs. New Generation w/ Ruby Raven
Crazy Johnny Tiger & Rob Cage vs. Tim Karstens & Chris Reimers
Crazy Johnny Tiger & Cage werden wie gewohnt akustisch von „Kiss“ begleitet. Während Tiger eher der freundliche Wrestler ist, tritt Cage arrogant auf und legt sich gerne mit dem Publikum an, denn er ist aus England (und wir nicht).

Somit waren die Rollen gleich verteilt und Reimers sowie Karstens erhielten die Unterstützung des Publikums. Cage trat hier klar als Entertainer auf, Reimers glänzte unter anderen durch tolle Sprungaktionen, Kicks etc. Karstens glänzte als Powerhouse.

Johnny Tiger konnte mit dem DDT an Reimers das Match für sein Team entscheiden.

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MAIN SHOW

Singles Match Fugofugo
Yumeji vs. Scotty Saxxon
Der Japaner wurde mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Er hatte eine Papierrolle dabei auf der in englischer Sprache stand „Nice to meet you. Dies brachte ihm auch Applaus ein. Dann aber meldete sich sein „Manager“ zu Wort. Er hielt eine Heel Promo und wurde dementsprechend von den Fans ausgebuht. Scotty wurde von Amber Rox zum Ring begleitet. Beide feuerten Konfettikoanonen ab, was ziemlich cool bei den Fans ankam. Sie war es auch, die ihren „Schützling“ lautstark anfeuerte und mehrmals den „Manager“ von Fufofugo vertreiben musste, da er sich immer wieder zu Scottys Ungunsten einmischte.

Scotty hatte am Anfang seine Probleme mit dem ehem. Zero 1 Wrestler. Selbst harte Kopfstösse machten dem Mann nichts aus. „Charming“ Scotty Saxxon hatte aber die Fans auf seiner Seite und konnte Kraft tanken, auch nach einer harten Suplex. Nach einer Lariat hätte Scotty eigentlich den Sack zu machen können, wurde aber vom „Manager“ am Bein fest gehalten und auch mit Hilder der Singseile gechoked – Amber musste ihn mehrmals vertreiben.

Scotty konnte sich, sagen wir, solide durchsetzen und dem Japaner eine kleine Botschaft mitgeben: Auch wir haben tolle Talente hier, die auch mal „bur“ (brutal) zulangen können. Der Manager bekam unter lautem Applaus auch noch sein Fett weg. Verdienter Sieg für Team „Amazing“ nachdem der Manager vom Ref. ermahnt wurde und Scotty nach dem Brainbuster den erfolgreichen Pin erzielen konnte.

Tag Team Match
Headshrinker Alofa und der Little Boogeyman standen hier klar auf der dunklen Seite und Alofa legte sich immer wieder mit den Fans an. Jede Unachtsamkeit des Refs nutzte er (aber auch der kleine Boogeyman) gnadenlos für unfaire Aktionen aus.

Die Gegner Canonball Grizzly und Mark „Little Legs“ Sealey setzen sich zur Wehr. Der Ring musste einiges einstecken wenn Grizzly und Alofa auf die Matte knallten. Alofa schonte auch seinen kleinen Widersacher nicht und verpasste Little Legs einen gewaltigen Leg Drop.

Es gab (wie erwartet) einige Comedy Elemente und leider auch den Sieg für Alofa und den Boogeyman. Letzterer konnte „Little Legs“ erfolgreich pinnen als Alofa und Grizzly außerhalb des Rings zu Gange waren.

No. 1 Contender DWA World Heavyweight Championship Andre Trucker vs. Rob Raw Das Match endete etwas chaotisch. Beide zeigten gutes Wrestling, wobei Andre gerne auf unfaire Tricks zugriff. Obwohl er eigentlich Böse ist, wurde er gefeiert – scheinbar kommt das neue Gimmick des ehem. Craig B.C. sehr gut an.

Am Ende verpasste Andre versehentlich der Ringrichterin einen sehr harten Big Block (Spear) der für RAW gedacht war, was dazu führte, dass man einen neuen Ringrichter brauchte. Dieser kam auch gleich: Sein alter Weggefährte und heutiger Erzfeind Crazy Johnny Tiger.

Dieser zählte Andres versuchten Pin sehr langsam und bekam einen „Krampf“ im Halswirbelbereich, wie ihn damals Nick Patrick bei WCW nicht schöner hätte bekommen können. Der Trucker war kurz unaufmerksam und RAW pinnte ihn. Tiger zählte als Referee den 3 Count so schnell, dass nicht mal die Fans mitkamen. Smit ist RAW Nr. One Contender.

Danach gab es einen kleinen Brawl, denn Andre war natürlich sauer. RAW half Tiger und dieser hielt eine Ansprache zur Unterstützung für Rob – wurde aber gnadenlos ausgebuht.

Three Way Dance – Nordic Womens Wrestling Championship
Aurora (c) vs. Sarah Electra vs. Amber Rox
Amber hatte es hier mit 2 Wrestlerinnen aus Finnland zu tun und war körperlich die größte. So versucht man immer wieder Amber mit harten Aktionen aus dem Match zu befördern.

Scotty Saxxon unterstütze nun seine weibliche Kollegin lautstark und animierte die Fans dazu, das deutsche Talent zu unterstützen.

Amber konnte glänzte mit Aktionen wie einem Backbreaker, einer schönen (harten) Suplex gegen Aurora, Einem Pumphandle, dem Russian Leg Sweap etc., schön war auch die Double Clothesline gegen beide Gegnerinnen.

Die unsympathische Aurora fertigte Sarah ab und konnte sie erfolgreich bis 3 auf der Matte fesseln und somit ighren Titel verteidigen.

Triple Threat Match – Extreme Fight – PWF North-European Championship
Heimo Ukonselkä (c) vs. Tommy Dreamer vs. Marcellus
Marcellus schnappte sich erst einmal das Mikrofon um sich auf englisch mit Dreamer und Heimo anzulegen. So hätte Dreamer nichts erreicht und wird meist auf Niederlagen bezogen.

Dreamer lobte sein Englisch und bedankte sich für die Sticheleien in seine Richtung mit einem Schlag mit dem Mikro gegen den Kopf. Zu Beginn teamten Heimo und Dreamer bis klar wurde, dass sich Dreamer durchaus vorstellen könnte, den Titel zu gewinnen.

Die Begleitung von Marsellus (Rapper Forward) mischte sich immer wieder zu Gunsten seines Mentors ein und kassierte dafür unter anderem eine blutige Nase von Dreamer. Heimo gefiel Dreamers plötzliche Motivation (Gold zu gewinnen) nicht und so war die Allianz schnell wieder zerstört. Heimo kümmerte sich um Marsellus und Dreamer holte neben dem Kendostick einige andere Utensilien unter dem Ring hervor.

HARDCORE ACTION (die sich im Rahmen hielt da viele Kinder unter den Zuschauern waren)! Am Ende gewann völlig überraschend Dreamer den Belt, hielt eine emotionale Rede und hofft, wieder kommen zu dürfen – TITELWECHSEL

Singles Match
Demolition Davies und Tony Atlas
Wie soll ich dieses Match beschreiben, ich würde fast sagen (Sorry, Tommy Dreamer & Fans), dies war das „Match of the Night!“. Allein der Entrance der beiden bewegte die Fans dazu aufzustehen und mitzufeiern, bzw. die Namen der Beteiligten zu chanten, zumindest bei Atlas. Bei Davies waren es eher „Hass“ Chants, die wohl in Mode gekommen sind.

Atlas kommt zu James Browns „Living in America“ Song im Superman Kostüm (!!!) zum Ring und tanzte mit bzw. vor den Fans. Er reichte allen die Hand und begab sich in den Ring. Der gewaltige Davies (1,90 und über 180 kg) wurde ebenfalls angefeuert, so dass laufend Stimmung war.

Der ehem. (dreimalige) Mr. USA und heutige WWE Hall of Famer ist noch gut in Form und konnte Davies tatsächlich manche Male hochheben und bewegen. Davies glänzte ebenfalls mit Kraftaktionen und verwies Atlas klar in seine Schranken.

Das Match schien ausgeglichen bis sich Alofa in den Ring schlich um wohl Davies zu helfen. Er attackierte Atlas und Davies konnte dies nicht fassen. STAREDOWN zwischen Alofa und Davies….

Davies macht klar, dass dies hier SEIN Match ist, beide schubsen sich und Davies kann durch einige harte Schläge unterstreichen, dass er der Mann hier im Ring ist. Alofa flüchtet, Davies hilft Atlas auf die Beine.

Obwohl Davies durch Alofa verloren hat (DQ), feiert er mit Atlas und den applaudierenden Fans!

MAIN EVENT
Joe Legend vs. David Hart Smith
Joe schnappt sich vor dem Match das Mic und berichtet, dass er damals bei der WWE große Rückenschmerzen hatte. Einer der ihm half war der British Bulldog, Davids Vater und dies wird Joe nie vergessen. Er freut sich heute gegen seinen Sohn antreten zu dürfen. Beide schütteln die Hände und es geht los.

Nach einigem Matwrestling erreicht der Kampf eine gesunde Härte. Man verlegt den Fight auch mal nach außen und kämpft sich durch die Fans. beide Akteure werden stets angefeuert.

Nach einige Nearfalls für beide kann tatsächlich Smith mit einer HARTEN Powerbomb den Sack zumachen. Nach dem Match reichten sich beide nochmals die Hände und posierten für die Fans.

Joe stimmte zum klassischen „Zicke Zacke“ ein und die Show endet mir zufriedenen Gesichtern.

Fazit:
Das war sie also, die Legends Show 2014. Alles wirkte toll organisiert, jeder nahm sich Zeit für Fans und blieb lieber länger sitzen, als jemanden auszulassen. Die Show begann pünktlich nur die Pause war länger als geplant, da die Gastronomie der Stadthalle mit dem Andrang nicht gerechnet hatte und jeder Fan etwas zu Trinken & Essen bekommen sollte. Die Fotos mit den Stars waren alle umsonst außer man wollte ein Foto mit Atlas, Smith oder Dreamer im Ring. Dafür entstand eine kleine Unkostenpauschale von 5 Euro inkl. Extra: Das Bild wurde laminiert und vom jeweiligen Star signiert. Die Matches waren durch die Bank alle (!) seriös und für jeden war was dabei: Harte Action, Ladys und auch Comedyelemente. Alles in allem eine wirklich gute Show – Gerne wieder!

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