Juvenile X im WrestlingFever Interview (03.09.2012)

Juvenile X debütierte am letzten August Wochenende 2012 bei New European Championship Wrestling. Nachdem er einige Jahre sein Training bei der Prowrestlingschool von Alex Wright absolvierte, war es Zeit, sich den Fans zu präsentieren. Unter anderem traf er an diesem Wochenende bei seinem Debüt auf Marc Angelo, einen Tag später auf Cruel Agility – Für viele das Match des Abends. Wir haben das neue Talent für Euch exklusiv interviewt.

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WF: Hallo Juvenile X! Am letzten August Wochenende konnten die Fans viele neue Talente bei NEW bewundern, auch Du bist ein neues Gesicht. Wir freuen uns, Dich den Fans etwas näher vorstellen zu dürfen!

JX: Hallo Markus!

WF: Du hast am Freitag (31.08.2012) Dein New Debüt gefeiert. Wie hat es Dir gefallen, warst Du zufrieden?

JX: Ich war zugegebenermaßen in den vergangenen Wochen etwas angespannt, aber war dann sehr positiv überrascht, wie schnell mich die NEW Crowd aufgenommen hat. Nach den beiden Pure Events am 31.08. und 01.09. sowie der sehr positiven Kritik vor Ort und im Internet bin ich durchaus zufrieden mit mir, auch wenn noch sehr viel Luft nach oben ist. Ich arbeite weiterhin hart an mir und versuche mich ständig zu verbessern.

WF: Bevor man in den Ring steigt, um vor Publikum aufzutreten, steht jedem Pro Wrestler ein langer Weg bevor. Kannst Du uns in etwa beschreiben wie lange es gedauert hat, bis Du dieses Ziel erreicht hast?

JX: Es war wirklich ein steinharter Weg. Ich war und bin bzgl. meiner Freizeit leider sehr oft eingeschränkt, aber ich habe gelernt, meine „freien Momente“ voll und ganz zu genießen und komme damit nun auch sehr gut klar.

Das Wichtigste ist meiner Meinung nach, sein Ziel nie aus den Augen zu verlieren und hart und diszipliniert an sich zu arbeiten. Das bringt nun einmal seine Opfer mit sich.

WF: Für die Fans, die Dich bisher noch nicht gesehen haben – Womit kann man mit „Juvenile X“ rechnen? Sprich: Stil, Charakter und natürlich auch gesetzte Ziele?

JX: Ich habe einen sehr technischen Stil, der vereinzelt auch Highflying Elemente mit sich bringt. Um auf meine Ziele zu sprechen zu kommen, möchte ich anmerken, dass ich schrittweise denke. Ich setze mir immer wieder kleinere Ziele. Mein aktuelles Ziel ist es zunächst einmal einen Namen zu machen und mich in der NEW etablieren zu können. Das wird etwas dauern.

WF: Du hast Dein Training ausschließlich bei der Prowrestlingschool von Alex Wright bestritten, hattest auch die Chance mit Legenden wie Steve Wright zu trainieren. Wie erinnerst Du Dich an Deine Anfänge, das Training bei Alex?

JX: Das Training bei Alex startete ich im August 2010. Durch vereinzelte Trainingsseminare hatte ich schon ein kleines Vorwissen erlangt, wurde dann im ersten Training in der Pro Wrestling School jedoch relativ schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Mir wurde klar, was für ein harter Weg es sein würde.

Ich lerne glücklicherweise gewöhnlich relativ schnell und versuche, mich von Training zu Training zu steigern.

Das Training unter der Leitung von Alex ist sehr anspruchsvoll, er verlangt sehr viel von seinen Schülern und macht keine halben Sachen.

WF: Gibt es eine Weisheit oder einen wertvollen Tipp, den Dir Steve Wright gab und Du uns verraten kannst?

JX: Ich erinnere mich sehr gerne an die Trainingseinheit mit Steve Wright. Ich bin ein sehr großer Fan von ihm und es ist unglaublich, in welcher Verfassung er selbst heute noch ist.

Als wertvollen Tipp habe ich bis heute noch folgende Worte im Kopf: „Weniger ist oft mehr“. Er hat mir neben vielen technischen Griffen zudem gelernt, wie man mit dem Publikum arbeitet.

WF: Sicherlich bist Du durch diverse TV Sendungen zum Wrestling gekommen. War es bei Dir der klassische Einstieg oder kamst Du über Umwege zu diesem Sport?

JX: Ein Schulfreund von mir war ein großer Wrestlingfan, durch ihn kam ich zu diesem Sport. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als wir zusammen heimlich in der Nacht aufstanden und uns einen Summerslam PPV auf Sky (damals Premiere) anschauten.

Ich bewunderte die Leistung der Aktiven sehr und fing relativ schnell an, Wrestling regelmäßig zu verfolgen und im Internet nach Wrestlingschulen zu recherchieren. So stieß ich dann einige Zeit später auf die TWS Pro Wrestling School.

WF: Warum hattest Du Dich für eine Ausbildung in der Prowrestlingschool entschieden?

JX: Ich war auf der Suche nach einem festen und kompetenten Trainer in meiner Umgebung und recherchierte sehr viel, bevor ich mich für die Wrestlingschule von Alex entschied. Ich war unglaublich erstaunt, was er alles erreicht hat und wollte ihn unbedingt persönlich kennenlernen. Von ihm trainiert zu werden, war und ist eine umso größere Ehre für mich. Glücklicherweise fand ich zudem einen guten Freund, der mit mir dort regelmäßig die (damals mit dem Zug) dreistündige Fahrt auf sich nahm.

WF: Natürlich würden wir gerne mehr über Deine (früheren) Favoriten wissen.

JX: Ich bin ein sehr großer Old School Fan und schaue mir immer wieder sehr gerne die alten „World of Sports“ Kämpfe an. An der Spitze meiner Idole steht ganz klar Alex. Ich schätze ihn nicht nur sehr als Pro Wrestler, sondern auch als Privatperson, er hat mir viele Ratschläge mit auf den Weg gegeben. Weitere Idole sind natürlich sein Vater, Steve Wright sowie Bryan Danielson (Daniel Bryan) und Dean Malenko. Inspirieren lasse ich mich zudem gerne von Brock Lesnar, Kurt Angle und Davey Richards.

WF: Waren es mehr die „Bösen“ Jungs die Dich angesprochen haben oder gefiel Dir die „Gute Seite“ besser?

JX: Pro Wrestling lebt von Babyfaces und Heels. Mir gefallen beide Seiten sehr gut, beides hat seine Vorteile. Besonders angesprochen haben mich aber schon immer Babyfaces, der direkte Draht zu den Fans spielt hierbei eine große Rolle.

WF: Du wirkst körperlich schon sehr trainiert, welche Sportarten betreibst Du noch?

JX: Danke. Ich habe durchweg seit meinem Kindesalter Fußball gespielt, habe aber auch schon geturnt. Zurzeit konzentriere ich mich voll und ganz aufs Pro Wrestling und richte auch mein Training dementsprechend danach aus. Vor kurzem habe ich außerdem meine Sympathie fürs Grappling entdeckt und werde in naher Zukunft mit dem Training starten.

WF: Für die Fans ist sicherlich auch interessant, welche Hobbys „Juvenile X“ noch hat.

JX: Ich interessiere mich sehr für Autos und gehe gern zum Essen. In letzter Zeit habe ich zudem meine Leidenschaft für Lektüren aus dem Bodybuilding- und Nutritionbereich entdeckt. Außerdem gehe ich in meinem Alter auch ab und zu gerne aus, wer hätte es gedacht. 🙂

WF: Dein Ringname ist natürlich nicht Dein realer Name. Möchtest Du uns verraten wie „Juvenile X“ entstand?

JX: Meinen Ringnamen habe ich Alex zu verdanken. Der Name „Juvenile“ (dt. jugendlich) ist wohl auf mein junges Alter und Aussehen zurückzuführen.

WF: Gibt es Wunschgegner für Dich, Menschen mit denen Du zu gerne einmal arbeiten würdest?

JX: Ich bleibe hierbei innerhalb der NEW und würde sehr gerne einmal gegen Leute wie Adrian Severe, Bad Bones oder V.I.P. worken. Freddy Stahl ist mir zudem bereits ins Auge gestochen und wäre ein sehr interessanter Gegner, leider ist er derzeit verletzt. Gute Besserung an dieser Stelle.

WF: Was würdest Du einem Fan raten, der mit dem Wunsch zu Dir kommt, Wrestler zu werden?

JX: Zu Beginn ist es enorm wichtig, sich einen Überblick über Wrestlingschulen in der Umgebung zu machen und einen kompetenten Trainer zu wählen, manchmal lohnt es sich dann doch, ein paar Kilometer mehr auf sich zu nehmen.

Neben regelmäßigem Training sollte man zudem niemals unterschätzen, was für harte Arbeit dahinter steckt. Man muss wirklich auf vieles im Leben oftmals verzichten und sich mit sehr viel Hingabe an die Arbeit machen. Es wurde jedoch noch keiner zum Pro Wrestler geboren und niemand ist perfekt. Mit etwas Talent und dem nötigen Willen ist vieles möglich. Never give up!

WF: Wir wünschen Dir viel Erfolg, dass Du gesund bleibst und danken für Dein Interview Debüt!

JX: Ich habe zu danken, immer wieder gerne!

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