Michael Kovac im WrestlingFever.de Interview (03.03.2008)

Seit fast 15 Jahren ist er eine feste Größe in der Wrestlingszene Europas und gibt seit knapp 8 Jahren Nachwuchstalenten wie aktuell Big van Walter, Chris Colen u.v.m die Möglichkeit zu trainieren. Michael Kovac trainierte Chris Bambikiller Raaber, ist mehrfacher Europa Champion und unser Interviewpartner in einem exklusivem Interview vom 03.03.2008

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WF: Hallo Michael, schön dass Du Dir so spontan Zeit für WrestlingFever genommen hast, wie geht es dem amtierenden, 3fachen, GSW Champion?

MK: Dem gehts blendend, was sonst! Frisch den Titel verteidigt und noch lange keine Pläne, das Ding abzugeben 😉

WF: Wenn man sich mit dem Wrestler Michael Kovac beschäftigt stolpert man zuerst über Deinen Namen. Dazu gibt es zwei Versionen. Den Namen soll Dir „Big“ Otto Wanz gegeben haben, da er Deinen Realname scheinbar zu langweilig fand. Dann gibt es auch eine Geschichte, die mit einem ungarischen Ringer Namens „Kovac“ zu tun hat, an den Du Otto erinnert haben sollst – Kläre uns mal bitte auf…

MK: Keine Ahnung, was Otto sich dabei dachte, das war halt einfach so und ich habe es nicht in Frage gstellt.

WF: Also stimmt die Geschichte mit dem Ringer nicht?

MK: Doch, den gab es früher am Heumarkt wirklich, lange vor meiner Zeit.

WF: Du sprichst also von der legendären CWA?

MK: Rischdisch…

WF: Dann bist Du vermutlich über die CWA zum Pro-Wrestling gekommen?!

MK: Nein. Dort wollt ich zwar hin, das hat aber einige Zeit gedauert. Ich begann 1993 bei einer kleinen Liga Namens „Wrestling Warriors Austria“. Die meisten Shows dort liefen im Sommer bei Zeltfesten, dort hatte ich auch dann meinen ersten Auftritt.

WF: Also bei Dirty Harry und Fred Barne. 1993 hast du dort du mit Deinem Zwillingsbruder (heute als Lexxus bekannt) zu trainieren begonnen richtig?

MK: Fred Barne war damals der Chef und Dirty Harry, Franz Schlederer & Mr.Tattoo waren u.a als Ringer beschäftigt. Das stimmt, wir haben zusammen zu trainieren begonnen, aber er hatte erst ein Jahr nach mir seinen ersten Kampf und zwar gegen mich.

WF: Was hat Dich zu diesem Entschluss bewegt Wrestler zu werden und welche Möglichkeiten konntest Du damals nutzen?

MK: Naja, das, was wohl jeden dazu bewegt, das Wrestling im Fernsehen! Auf einer Klassenfahrt nach England 1984 sah ich zufällig ein Wrestling-Video über Antonio Inoki, und von da an war ich fasziniert. Ab 1985 lief dann Wrestling regelmäßig auf dem Skychannel, wo ich versuchte, keine Folge zu versäumen. Es gab so gut wie gar keine Möglichkeiten, damals Wrestling zu trainieren. Mein Bruder und ich turnten auf Matratzen auf unserem Dachboden rum, waren quasi die ersten „Backyarder“ (lacht). Viel wichtiger war das Training im Studio, das ja viel länger dauert als das Wrestlingtraining, wir sind damals voll auf der Bodybuildingwelle der Achziger mitgeschwommen. Ich hatte tatsächlich nur ein einziges professionelles Wrestlingtraining, bevor ich in den Ring stieg.

WF: Dann hast Du mit 22 Jahren Dein erstes Match bestritten. Wie stand Deine Familie dazu und welchen Beruf hast Du zuvor erlernt?!

MK: Ich war vorher eigentlich fast immer nur Schüler, hab das Abitur gemacht und studiert. Für mich stand ab meinem 16. Geburtstag fest, daß ich einmal Pro-Wrestler werde. Die Familie war nicht sonderlich begeistert von meinen Plänen, aber ich hatte feste Unterstützung von meinem Bruder natürlich.

WF: Was hast Du denn studiert, wenn man fragen darf?

MK: Einfach irgendwas, damit die Zeit vergeht. 😉 Das einzige, was ich halbwegs ernst genommen habe, war das Graphik-Design- Studium, das ich aber abbrach, als es mit den ersten Kämpfen losging.

WF: Durch die bekannte CWA konntest Du damals schon mit diversen Grössen wie Fit Finlay, Dave Taylor oder Tony St. Clair arbeiten. Wie wird man denn als „Rookie“ aufgenommen und wie hast Du die Zeit empfunden?

MK: Och, so wie es sich für einen Neuling gehört, ich wurde ordentlich rangenommen! Finlay kam grad wieder aus der WCW zurück und verkloppte dort Leute wie Randy Savage und DDP nach Strich und Faden, da war meine Freude gleich doppelt so groß!

WF: So schlimm?

MK: Mit der Zeit wurde ich langsam akzeptiert, Rambo und Ulf Hermann halfen mir sehr viel in der ersten Zeit. Dann kamen die neuen Rookies und die wurden dann verhauen.

WF: Ende der 90er dann das Ende der CWA. Was verbindest Du mit dem Ende der CWA und der Liga generell?

MK: Jop, auf einmal war es aus. Es gab einfach zuviel US-Wrestling im Free-TV, da konnte Otto nicht mehr mithalten. Als CWA-Wrestler hattest du damals einen Fulltime-Job, bei den Turnieren kämpfte man 25-30 mal im Monat. Mit dem Ende hatte eigentlich keiner gerechnet, weil Otto eigentlich ziemlich gute Verträge mit den Hallen hatte, es war einfach ein harter Schlag. Das Wrestlinggeschäft sollte danach nie wieder das Gleiche sein!
Michael Kovac – Erster und bisher einziger 3facher GSW Champion

WF: Bis heute schwärmen gerade die Wrestler, die damals ihren vollen Terminplan hatten, von dieser Zeit. Bis zu 300 Kämpfe (oder mehr) im Jahr bescherrten den Aktiven ein gutes Einkommen. Heute ist dass leider nicht mehr so und die so ziemlich alle Eurowrestler gehen einer geregelten Arbeit nach..

MK: Jop, das stimmt. Bambi und ich sind in Österreich die einzigen, die davon leben können. Profiringer war früher ein wirklicher Beruf, du mußtest das Handwerk von Grundauf lernen und du mußtest deine Position innerhalb der Promotion richtig verteidigen. Innerhalb der CWA gab es richtige Machtkämpfe und Freundschaft so gut wie gar nicht. Eben, weil noch gutes Geld damit zu verdienen war. Heute sollte jeder nebenbei noch eine richtige Ausbildung haben und einen sicheren Job in petto haben.

WF: Gibt es denn diese Art Machtkämpfe heute nicht mehr und wie stehst du generell zu den Wrestlern, die keine solide Grundausbildung genossen haben, also als Backyarder einsteigen? Wenn wir einen Blick auf diverse Ligen oder Wrestler werfen, so gibt es heute einige Grössen in der Euroszene, die früher über Backyard zu den Ligen kamen…

MK: Machtkämpfe gibt es heute keine mehr, es sind fast immer die gleichen Leute an der Spitze, die zusammenhalten, um das Produkt Wrestling voranzutreiben. Teilweise kann ich es jungen Fans nicht verübeln, wenn sie die Sachen ihrer Helden nachstellen wollen, aber um wirklich in dieses Geschäft einzusteigen, ist eine professionelle Ausbildung unerläßlich. Backyard-Kackhaufen lernen schnell den Unterschied kennen, wenn sie mit Profis im Ring stehen! Ist immer wieder ein Spaß, sowas zu sehen – hehe.

WF: Man muss auch sehen, dass es früher auch nicht die Möglichkeiten gab…

MK: Ja, nach der Jahrtausendwende gab es immer mehr Möglichkeiten, um professinell zu trainieren.

WF: Ende der 90er, genau genommen am 18. Juli 1998 konnte man Dich beispielsweise bei der originalen ECW sehen. Mit Ulf Herrmann, Mike Lozanky gegen Axl Rotten, Balls Mahoney und John Kronus. Mir ist bekannt, dass diese Frage tausendmal von Dir beantwortet wurde, dennoch wollen die Fans wissen, wie es denn in der Originalen ECW war, welche Erinnerungen Du an die Zeit hast und vor allem, wie Du zu dieser Liga gekommen bist?

MK: Naja, das war nach diesem Wahnsinnswochenende, wo Ulf & ich in England auf Sabu & Rob van Dam getroffen sind, nachdem wir schon Einzelmatches mit ihnen hatten. Wir wiederholten das Tag Team-Match am Tag darauf bei der IWW in Hannover und hatten zwei Superkämpfe. Danach fragte mich Ulf, ob wir nicht mal ne Zeit rübergehen wollten und ich packte diese Gelegenheit beim Schopf, glaubte an die große Chance und wir flogen im Juni rüber. ECW war damals ziemlich angesagt, es war eine sehr lehrreiche Erfahrung drüben, die Truppe war cool, wir hatten eine Menge Spaß. Sabu stellte uns ein Appartment auf, das wir mit Masato Tanaka teilten, bald hatte ich meinen ersten Kampf mit BamBamBigelow drüben, es war sehr aufregend.

Jedoch braucht man in einem fremden Land auch viel Geld, man muß ja auch wohnen und essen, die Ausgaben überstiegen die Einnahmen, denn bei einem Kader von über 30 Leuten kamen die Ausländer natürlich nicht so oft zum Einsatz.

WF: Also ging es wieder Richtung Europa?

MK: Da ich auch immer wieder ausstehende Bookings in Europa wahrnahm, mußte ich mich drüben immer wieder hinten anstellen und in Wirklichkeit brauchten sie in der ECW keinen Österreicher – aber diese Erfahrung möchte ich einfach nicht missen, drüben fühlt man sich viel mehr als Star, weil das Wrestling so allgegenwärtig ist. Du gibst ständig Autogramme, auch wenn dich die Leute nicht wirklich kennen. Es war eine schöne Zeit. Ende 1998 gings wieder zurück nach Europa.

WF: Wo die Euroszene langsam wuchs und wuchs..

MK: Richtig!

WF: Inzwischen gibt es zahlreiche Trainingsmöglichkeiten und ich spreche nur von den seriösen. Du bist nun fast 15 Jahre im Geschäft und hast vor knapp 8 Jahren eine professionelle Wrestlingschule in Österreich eröffnet. Wie bist du auf diese Idee gekommen?

MK: Eben genau aus dem Grund, den es auch gab, als ich anfangen wollte. Es gab zu diesem Zeitpunkt keine Pro-Wrestlingschule außerhalb von England. Als ein kleines Bambilein (Anm: Chris Raaber) 1997 auf mich zukam und mich fragte, ob ich ihn trainieren wolle, dachte ich: „Warum nicht?“ Mein erster Schüler entwickelte sich gut und als ich aus Amerika zurückkam und die Euroszene ziemlich down war, suchte ich nach einem Weg um zwischen den Shows mit Wrestling Geld zu verdienen. Ich wollte einfach jungen Leuten, die den gleichen Traum hatten wie ich damals, die Chance bieten, ihn zu verwirklichen.

WF: Chris „Bambikiller“ Raaber hat inzwischen einige WWE Tryouts bestritten, wie auch Du. Wie sollte man so ein „Tryout Match“ bewerten ?

MK: Um ehrlich zu sein, sollte man so etwas nicht überbewerten. Ich wollte einfach nur mal dabeisein, um zu sehen wie sowas abläuft, habe mir keine echten Chancen eingeräumt. Bei Bambi ist es ewas anderes, er paßt in die WWE-Suchschablone `6″4, 245 lbs +, ihm wurde auch schon ein Vertrag angeboten. Aber bei der WWE verkaufst du dein Seele; du hast die Chance, gutes Geld zu verdienen, aber keinen kreativen Freiraum und mußt spuren wie ein Hund, sonst bist du gleich wieder Geschichte.

WF: Wobei es bei Bambi eher familiäre Gründe gab, einen WWE Vertrag anzulehnen…

MK: Es war und ist ganz alleine seine Entscheidung, was er macht was nicht, er ist alt genug und er hat es sich sicher gut überlegt.
Michael Kovac und Eric Schwarz

WF: Sicherlich bist Du stolz auf einen Schüler wie ihn, aber wenn wir schon dabei sind, so möchten wir doch auch andere Talente erwähnen, die bei Dir trainierten und es heute noch tun – Big van Walter ist auf einem guten Weg.

MK: Jo, das speckige Riesenbaby macht sich… 😉

WF: Ernsthaft, mit Walter haben wir einen grossen, sympathischen UND beweglichen jungen Mann, der auch bei den Fans ankommt.

MK: Er hat den Riesenvorteil seiner Statur, aber die muß man erst mal bewegen können. Von ihm kann man sicher noch viel erwarten in Zukunft.

WF: Dein momentaner Gegner bei GSW: Chris Colen?

MK: Er ist nicht mein momentaner Gegner, der ist schon wieder Geschichte für den „Obermacker“.;-)

WF: Naja, aber einer Deiner Schüler..

MK: Christian macht sich auch richtig gut. Als er bei mir zu trainieren begann, dachte ich: „Aus dem wird nie was.“ Aber er hat all meine Erwartungen übertroffen, sehr viel Ehrgeiz an den Tag gelegt und ist z.B. mein Trainingspatrner im Fitnessstudio.

WF: Es gibt zahlreiche Wrestler, neben Absolute Andy, Damon Brix, Steve Swallow und mehr, die bei Dir trainierten. Ab wann kann man behaupten beim Trainer „XY“ trainiert zu haben? Mir kommt es bei vielen Biografien so vor, als würden viele den Trainer „XY“ angeben, obwohl sie vielleicht nur 1-2 Trainingsseminare besucht haben. Gibt es eine Art Zeugnis oder wie kann sich dass ein Fan vorstellen?

MK: Also, es gibt quasi fast keinen Österreicher, den ich nicht trainiert habe, außer die, die schon vor mir da waren. Die tragen alle das „Kovac-Qualitätssiegel“. Alle anderen, die ein oder mehrere Camps bei mir gemacht haben, erhalten sozusagen den Ösi-Anstrich…

WF: Man sollte aber (je nach Talent und Vorkenntnisse) schon mind 1 Jahr bei einem festen Trainer trainieren, meinst Du nicht?

MK: Sicher, das kommt hin. Verschiedene Profis können einem verschiedene Dinge beibringen, also mal ruhig auch in ner anderen Küche schnuppern.

WF: In welchen Küchen hast Du denn so geschnuppert?

MK: In Cannonball Grizzly`s, Robbie Brookside`s, Scorpio`s & jeder anderen, wo ich die Möglichkeit dazu hatte.

WF: Mit Paul New (Grizzly) hattest Du sicherlich einen harten Lehrer, der aber ein recht herzlicher Mensch ist. Wie ergeht es Deinen Schülern im generellen? Sicherlich erkennst Du Talente nach den ersten paar Stunden, aber auch die, die es vermutlich nie schaffen werden. Wie bringt man dass als Trainer und Mensch einem Schüler bei?

MK: Als guter Lehrer erkennst du die Stärken und Schwächen deiner Schüler und versuchst, auf jedem individuell einzugehen. Die, die nicht das Zeug dazu haben, sehen es meistens selber nach einiger Zeit ein, weil das Training einfach so fordernd ist. Nur die Besten setzen sich wie in jeden anderen Spitzensport durch.

WF: Mittlerweile warst Du schon fast auf dem ganzen Globus unterwegs. Gibt es ein Land in dem du noch nicht gearbeitet hast und das du unbedingt bereisen willst? Wenn ja, welches Land wäre das und aus welchem Grund?

MK: Wenn, dann eventuell Mexiko, obwohl mir der Stil dort nicht sonderlich zusagt, aber das Wrestling dort hat eine lange Tradition und ist der drittgrößte anerkannte Markt nach der USA und Japan. Nicht zu vergessen: Australien, weil es zugleich der einzige Kontinent ist, auf dem ich noch nicht in den Ring gestiegen bin.

WF: Asien ist generell eine gute Plattform für Wrestler und einige Deiner Schüler scheinen in Japan schon fast ein zweites Zuhause gefunden zu haben.

MK: In Japan gibt es aber auch noch einen Nachholbedarf, bin mal gespannt, wann in China der große Wrestlingboom ausbricht. Bis jetzt waren erst Bambi und Walter drüben und Walter auch nur, weil Bambi einen brauchte, der ihm seinen Koffer trägt. 😉

WF: (lacht) Einen Grünen Kofferträger (Anm: Big van Walter trat in Japan als grüner Publikumsfavourit an)? Bist Du denn politisch engagiert?

MK: Nöp, gar nicht – alles Verbrecher!

WF: Tritt man in Österreich nicht an Wrestler und Prominente ran, um für Parteien oder Politiker zu werben?

MK: Also mich hat noch keiner angesprochen.

WF: Von April 2002 bis Mitte 2006 warst du regelmäßig bei Shows der PWA zu sehen. Wie war die Zusammenarbeit mit der PWA in diesen vier Jahren und was führte dann letztlich zum vorläufigen Ende der Zusammenarbeit?

MK: PWA ist eine professionelle Liga, die leider ihre stärkste Location, die Hamburger Markthalle verloren hat. Es waren immer nur die besten Euro-Wrestler dort. Das Ende kam, als ein Mitarbeiter der Liga sich einfach zuviel rausnahm, und mir als Aktiven gegenüber zu wenig Respekt zeigte. Mit solchen Leuten will und kann ich nicht zusammenarbeiten. Aber die PWA als Liga bietet weiterhin professionelle Shows mit Topleuten, leider zu wenige.

WF: Die User unserer „FeverBoards“ haben die Möglichkeit unseren Gesprächspartnern Fragen zu stellen, es wäre toll, wenn Du ein paar beantworten könntest..

MK: Okidoki.

WF: Wie stehst Du den Wrestling-Fanseiten gegenüber?

MK: Also, Wrestlingfanseiten haben schon ihre Daseinsberechtigung, es ist gut wenn sich Fans austauschen und gemeinsam ihrem Hobby fröhnen können. Früher hat man sich in Fanclubs getroffen, heute geht das praktisch übers Internet.

WF: Dann gibt es aber auch diese Möchtegern-Kritiker. Viele schaffen es leider nicht mehr die Shows als „Mark“ zu geniessen…

MK: Jo, die Neunmalklugen, die noch nie selber im Ring gestanden haben, aber verlangen, daß sich die Aktiven im Ring töten und dann fast alles kritisieren, weil sie es ja besser zu wissen scheinen. Solche Leute sollte man einfach ignorieren, aber immerhin zahlen sie ja das Ticket und unterstützen wenigstens so den Sport.

WF: Hast du im Euro-Wrestling einen „Lieblingsgegner“, gegen den du mit Vorliebe antrittst?

MK: Ich trete gegen fast jeden gern an, als Profi versucht man immer, daß beste aus sich und seinem Gegner rauszuholen. Jetzt drei, vier Namen zu nennen, wäre unfair.

WF: Hast Du Vorbilder und wenn ja, wer sind diese?

MK: Vorbilder schon lange nicht mehr. Ich versuche der Beste zu sein, der ich sein kann. Früher sah ich jedoch die British Bulldogs, Jake Roberts, Jushin Liger gern und ja, ich war ein Hulk Hogan und Ultimate Warrior-Mark 😉

WF: Wie bewertest Du den GSW „Night in Motion XI“ Event und vor allem Dein Match?

MK: Es war ein hartes Stück Arbeit, so lange im Ring zu stehen, aber wir alle hatten eine Menge Spaß und das Wichtigste ist doch, daß der „Obermacker“ seinen Titel behalten. hat. 😉

WF: Ca. 45 Minuten gegen Ares, Absolute Andy und Chris Colen…

MK: Jo, wir packten so viel wie möglich rein und gaben unser Bestes, die Stimmung war toll und jeder brachte eine starke Leistung.

WF: Siehst Du Dir Deine Matches auf DVD an?

MK: Ja, zumindest die von der GSW, wenn ich sie krieg. aber auch meistens nur einmal, weil das reicht dann auch schon wieder.

WF: Eine Frage von Chris „Bambikiller“ Raaber, die mich jetzt gerade erreichte: „Wieso trinkt Onkel Kovac AUSSCHLIESSLICH warmes Bier? Also so „pisseekligesdreckswarmbier“?“

MK: Weils der Papa auch so macht. Ich bin bekenneder Warmbiertrinker!
Vor der Show ist nach der Show –

WF: Bei meinen Recherchen habe ich erfahren, dass Du leidenschaftlicher „Euromünzen“ Sammler bist und auch so ziemlich jede Konsole zu Hause hast. Für welche Spiele kannst Du Dich begeistern – wenn die Zeit da ist?

MK: Zuletzt „Super Mario Galaxy“ & „Mario & Sonic“ bei den Olympischen Spielen“ auf Wii und ein paar Retro-2D-Titel auf der PSP.

WF: Ich bin der Ansicht, dass sich die Euroszene in den letzten Jahren zum positiven verändert hat. Wie siehst Du dass und denkst Du, dass es mit der WWE, bzw. der erneuten Ausstrahlung der TV-Formate im Free- und Pay-TV zu tun hat?

MK: Die Euroszene is eindeutig am aufsteigenden Ast, das hat aber nix mit der WWE zu tun. Nur langsam checken die WWE-Gucker, daß es auch in europa Topleute gibt und nix über einen Live-Wrestlingevent geht. Der Undertaker hat leider nicht so oft Zeit, in Buxtehude anzutreten, also gebt mal der GSW oder EWA ne Chance! 😉

WF: Du hattest vorher gesagt, dass man sich parktisch bei Vertragsunterzeichnung an WWE verkauft – Also gehen wir davon aus, dass Du eher nicht in Stamford anheuern würdest?

MK: Och, für die richtige Kohle würd ich das sicher machen. Die WWE ist doch eigentlich das Ziel eines jedes Wrestlers, aber, ob ich dort Spaß haben würd, möchte ich stark bezweifeln! – die haben doch tatsächlich Akoholverbot backstage -tztz!

WF: Ich denke, dass Dich die Fans in Deutschland und Österreich auch ganz stark vermissen würden – auch nach den Events 😉

MK: Der Obermacker ist und bleibt halt der Partystarter 😉

WF: Nicht nur dafür sind wir dankbar! Im Namen von WrestlingFever.de bedanke ich mich für dieses interessante Interview. Gibt es noch ein paar Worte an Deine Fans da draussen?

MK: Besucht weiter fleißig die Euroevents, genießt die Show, helft mit, unseren Sport weiter nach vorne zu bringen! Wir Aktiven werden uns jedesmal den Arsch für Euch aufreißen, solange ihr uns zujubelt oder uns ausbuht! Genießt es einfach Fans zu sein, und laßt uns die blauen Flecken und Blessuren übrig – in diesem Sinne, man sieht sich sicher mal auf ein Bier nach der Show! Und zu guter letzt noch das Obermacker-Motto:“ Wrestle like a Superstar, party like a rockstar & fuck like a pornstar!“

WF: Oaschbudaaan?

MK: Des sowieso!

WF: In diesem Sinne, danke an Martin Hutter, alias „Michael Kovac“ – Es hat Spass gemacht!

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