WrestlingFever Interview: Toby Blunt vom 25.08.2013

tobybluntSeit 2009 steht Toby Blunt offiziell im Ring. Seine Ausbildung zum Pro-Wrestler hat er im wXw Dojo genossen. Mittlerweile erntet er die Lorbeeren seiner Arbeit. Er wird immer besser, bekommt Lob vom wXw Office und Veteranen, die ihn ihm die Zukunft sehen. Wir freuen uns, ihn für ein kleines Interview gewonnen zu haben.
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WF: Danke für die Interviewzusage Toby, wir geht es Dir aktuell, hast Du Dir vom letzten Kampf Blessuren zugezogen?

TB: Ich habe zu danken und freue mich über das Interesse an mir. Mir geht es soweit gut, der Schlag mit der Fahne hat seine Spuren hinterlassen ansonsten halt die üblichen „Gebrauchsspuren“

WF: Pro Wrestling. Man kommt als Fan dazu, träumt von der großen Karriere und fängt ganz unten an. Was hat sich an dem Bild eines Wrestlers bei Dir verändert, seit Du selbst trainierst und in den Ring steigst? Was siehst Du heute anders?

TB: So ziemlich alles verändert sich. Wie Du sagst, man fängt ganz unten an, aber als Fan sieht man vieles nicht bzw. kann sich das nicht vorstellen. Wie viel Arbeit da drin steckt, wir sehr sich jeder der professionell catcht aufopfert und so viel von sich rein steckt. Welche Schmerzen und gefahren damit einhergehen. All das sagt einem keiner wenn man als Hosenmatz vorm TV sitzt und sagt: Ey geil, das will ich auch.

WF: Man sieht plötzlich alles von der anderen Seite, richtig? Auf was achtest Du heute bei den Shows im TV oder vor Ort?

TB: Richtig. Anfangs ist das noch kein Problem da guckt man weiter Wrestling wie vorher, aber irgendwann schaltet man im Hirn um und guckt nicht mehr sondern lernt. Man achtet Viel mehr auf die Wrestler selbst und weniger auf den Kampf an sich und versucht natürlich für sich aus allem was mit zu nehmen. Man lernt ja nie aus

WF: Wie kamst du damals auf die Idee Dich „The Flyin‘ Hawaiian“ zu nennen?

TB: Ich stand immer schon auf alle möglichen Arten von verrücktem Sport und es gab damals einen Motocross Fahrer der den Beinamen trug. Ich fand das passte ganz gut.

WF: In welchen Sportarten konntest Du noch Erfahrungen sammeln?

TB: Ich hab recht spät mit Wrestling angefangen. Davor bin ich BMX und Skateboard gefahren. Hab Kickboxen betrieben, Capoeira, Parcours und Aikido.

WF: Und dann hast du „es“ im TV gesehen?

TB: Na ja nicht erst dann. Ich bin ja ein WCW Kind und schon seit der Grundschule Wrestling Fan, allerdings rechnet man doch nicht damit, dass es so was quasi vor der eigenen Haustür gibt. Daher bin ich erst vor einigen Jahren durch Zufall auf wxw gestoßen.

WF: Also nicht der klassische Einstieg als solches, sondern durch eine deutsche Show vor der Haustüre. Wen durftest Du damals noch so bestaunen?

TB: Sogar ein sehr unkonventioneller Einstieg. Ich bin zum Probetraining gegangen und habe mich angemeldet ohne vorher ne Show gesehen zu haben. Damals habe ich viele Leute gesehen, die natürlich heute auch noch (teilweise) da sind. Ich erinnere mich beispielsweise an Sternau, Steve Douglas, TJ und Lazio Fee – die sind mir da noch im Gedächtnis geblieben.

WF: Wer konnte einen bleibenden Eindruck hinterlassen oder fragen wir so, wer oder was hat dich dazu bewegt es selbst zu versuchen?

TB: Goldberg hat mich wohl dazu bewegt selber Wrestler werden zu wollen. Ich war damals ein Riesen Fan und bin es noch heute. Anfangs fesselte er mich nur an Bildschirm und irgendwann wollte ich dann auch.

WF: Dann war da diese wXw die praktisch vor der Haustüre veranstaltete. Weißt Du noch wie es zum Probetraining kam?

TB: Ich hab nicht direkt bei wxw angefangen sondern bei FCW in Bottrop, bis irgendwann daraus dann das „neue“ Dojo entstanden ist. Viele der Jungs, die damals neu oder noch im fortgeschrittenen Status waren, sind heute ganz oben mit dabei. Jay Skillet und Jason Hendrix zum Beispiel. Genau so Kim Ray und Michael Isotov. Die alle zeigen deutlich, dass unser „Nachwuchs“ hat arbeitet und sich seinen Weg nach oben erkämpft.

WF: wXw hat immer wieder Talente aus aller Welt zu Gast. Bei wem konntest/ durftest Du schon mit trainieren?

TB: Ja stimmt wXw ermöglicht uns immer wieder Trainingsseminare bei allen möglichen Gaststars. Neben unseren Dojo Trainern Tommy End, Bad Bones, Big van Walter und dem Axeman hatte ich schon Seminare bei Super Crazy, Ricky Marvin, Finlay, Davey Richards, Daisuke Sekimoto, DJ Hyde, Chris Hero, Johnny Saint, Johnny Kidd etc.

WF: Bereits jetzt vor dem Youtube Release Eures Kampfes wird das Match zwischen Dir und Ilja Dragunov in den höchsten Tönen gelobt. Gehört es auch zu Deinen Lieblingsmatches und hast Du noch weitere persönliche Highlights seit deinem Debüt 2009?

TB: Auf jeden Fall gehört es zu meinen Lieblingsmatches. Ich hab immer noch keine Worte dafür. Andere Highlights waren für mich der Kampf gegen Bad Bones und das daraus resultierende Finale beim „Shortcut to the Top“. Auch die Matches gegen Jay Skillet waren was besonders für mich, es ist immer was ganz anderes wenn man mit jemandem im Ring steht, den man so gut kennt. Auch die Matches gegen Sasa Keel möchte ich als Highlight aufführen.

WF: Was geht Dir durch den Kopf, kurz bevor du durch den Vorhang zum Ring kommst. Nimmst Du die einzelnen Chants wahr?

TB: Am Anfang schon bevor ich in den Ring steige nehme ich alles noch wahr und nehme gerne ne große Portion von der Stimmung mit aber sobald ich in Ring steh bin ich komplett auf meinen gegenüber fokussiert. Was mir da durch den Kopf geht kann ich nicht sagen es ist so ein unbeschreibliches Gefühl da oben zu stehen und zu tun was man tut.

WF: Welcher Song begleitet Dich zum Ring?

TB: Das ist die Titelmelodie der Krimiserie Hawaii 5-0. Ich hab die Serie als Kind immer gesehen und die Melodie hat sich irgendwie festgesetzt und ich finde es passt ganz gut zu mir und ist mal was anderes.

WF: Du warst auch schon Teil des European ToD (Tournament of Death). Wie stehst Du zu Hardcore Wrestling? Ultra Violant?

TB: Ich kann nicht sagen, dass ich dagegen bin. Wie gesagt ich hab auch selbst mit gemacht und genau so die alte ECW gefeiert wie alle anderen auch. Ich finde es gehört irgendwie dazu auch wenn die Jungs manchmal etwas zu weit gehen.

WF: Vielen Dank für Deine Zeit!

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