Amber Rox im WrestlingFever.de Interview (18.09.2014)

Amber Rox zählt in Deutschland zu wenigen Damen, die als Manager aktiv sind und auch in den Ring steigen. Was wenige wissen ist, dass sie vor ihrer aktiven Karriere damals in Nürnberg bei Alex Wright trainierte, bevor sie nach Hamburg zog um beim „Nordisch Fight Club“ Fuß zu fassen. Inzwischen kennt man sie an der Seite von Demolition Davies, Scotty Saxxon aber auch als gefürchtete Gegnerin von Jessy Jade und Co.! Wir freuen uns, Euch dieses Talent etwas „näher“ vorstellen zu dürfen.

WF: Danke Dir, Amber!

AR: Na klar, gern geschehen! So einer Plattform wie WrestlingFever.de gebe ich gerne Interviews.

WF: Wie wichtig ist ein sog. „Valet“ und welche tragende Rolle kann eine Ringbegleitung generell spielen – Wie würdest Du das erklären?

AR: Die Position eines Valets sollte man nicht unterschätzen. sie kann durchaus über Sieg und Niederlage entscheiden. Und für den Gegner ist es auch schon eine erweiterte Herausforderung wenn er quasi zwei Gegner im Blick haben muss. Man weiß nie ob und wann ein evtl. Eingriff erfolgt. Und da ich, wie du schon erwähntest, auch aktiv im Ring stehe beschränke ich mich selten aufs simple anfeuern meiner Schützlinge

WF: Es ist ein offenes Geheimnis, dass Du mit Demolition Davies zusammen bist – spielt da Wrestling noch eine große Rolle in den eigenen 4 Wänden oder kann man das vor der Türe lassen?

AR: Davies und ich lieben nicht nur das Wrestling – wir LEBEN es! Es bestimmt zum großen Teil unser Leben und unseren Alltag. Wir trainieren zusammen im Ring, wir gehen zusammen ins Gym, Davies unterstützt mich bei meiner Diät (indem er mir alles wegfuttert) und dieser Zusammenhalt sowie das Teamwork macht uns einfach unschlagbar. Aber natürlich gibt es auch Wrestling freie Bereiche – die gehören dann aber bedingungslos dem Töchterchen!

WF: Sicherlich bist Du über TV Sendungen auf diesen großartigen Sport aufmerksam geworden…

AR: Natürlich habe ich wie viele andere auch das Wrestling durch die Stars der WWE oder WCW kennen gelernt. Mein Grosses Idol war Scott Hall bzw. „Razor Ramon“. Doch es gab bei mir auch eine lange Zeit in der ich mit Wrestling absolut nix am Hut hatte. In dieser Zeit war ich beruflich viel mit Bands auf Tour. Erst viel später forschte ich nach was aus meinen Jugendhelden geworden ist. Dabei entdeckte ich die Wrestlingschule von Alex Wright. Tja und das war der Anfang von „Amber Rox“

WF: So hast Du Deine ersten Schritte im Ring nicht wirklich in Hamburg beim Nordisch Fight Club (NFC) gemacht, obwohl der näher gewesen wäre?

AR: Eigentlich bin ich ein „Ossi“! Ich bin schon viel rumgekommen und lebte 2 Jahre in Erlangen, Sachsen Anhalt, 4 Jahre in Zürich, 4 Jahre Nürnberg und später zog es mich nach Hamburg!

WF: Hast Du dann sofort nach einer weiteren Trainingsmöglichkeit gesucht oder hattest Du Dich im Vorfeld informiert?

AR: Ich hab mich natürlich vor meinem Umzug nach Hamburg informiert. Ich wäre nie dorthin gezogen, wenn es dort keine Möglichkeit fürs Wrestling Training gegeben hätte.

WF: Wie lange hast Du in Nürnberg trainiert, bevor es Dich nach HH zog? Bist Du schon angehende Wrestlerin gewesen oder warst Du noch weit davon entfernt?

AR: Ich hatte zu dem Zeitpunkt „nur“ ein ganzes Jahr bei Alex Wright trainiert.

WF: Du trainierst regelmäßig – wie sieht so ein Training bei Dir aus? Achtest Du auf die Ernährung?

AR: Regelmäßiges Training ist im Wrestling unerlässlich. Ich gehe nahezu täglich ins Fitnessstudio, betreibe Kraft -und Ausdauertraining. Das Training im Ring ist natürlich auch wichtig. Bei der Ernährung achte ich natürlich auf eine Kohlenhydrat arme Ernährung mit ausreichend Eiweiß.

WF: Dann ging es (wie erwähnt nach Hamburg) und „Amber Rox wurde geboren. Wie ich erfahren habe, warst Du viel mit Bands unterwegs und auch Musik scheint in Deinem Leben eine Rolle zu spielen – So könnte es zu diesem Ringnamen gekommen sein – oder?

AR: Das „Rox“ in meinem Namen leitet sich natürlich von „Rock“ ab. „Amber Metal“ klingt nicht so toll, dachte ich. Ich war einige Zeit als Merchandise-Verkäuferin und als Veranstaltungstechnikerin „on Tour“. So tourte ich mit der Metal-Band „Hämatom“ und traf in dieser Zeit Größen wir Manowar, Six Feed Under, Dimmur Borgir, (bekannte Größen in der Black Metall Szene). Sepultura, Rod von den Ärzten, etc. etc. Auch hab ich unabhängig von Hämatom für Roger Chapman als Lichttechnikerin und für „Stahlzeit“ (eine bemerkenswerte Rammstein-Cover Band) gearbeitet.

Zuletzt war ich „Merchandiser“ für und auf Wacken! Es war zwar damals besonders als Frau keine einfache Zeit ernst genommen zu werden und sich durchzusetzen, aber ich denk gerne daran zurück. Heute würde ich jedem, der mir respektlos gegenüber ist einen saftigen Elbow verpassen. 😉

WF: Welcher Song begleitet Dich aktuell zum Ring?

AR: Bisher hatte ich „The One“ von Van Halen aber ich bin gerade dabei mir einen neuen Song auszusuchen.

WF: Welche Bands hörst Du so?

AR: Heavy Metal und Rock „querbeet“, Lieblingsbands sind Godsmack und Five Finger Death Punch.

WF: Dann ist der Vorname deines Ringnamens Deiner Tochter gewidmet, richtig?

AR: Ja „Amber“ ist definitiv meiner Tochter gewidmet. Bin wie jede andere Mutter mega stolz auf die kleine, die mit zweitem Vornamen so heißt!

WF: Nun warst Du in Hamburg, wie ging es weiter im Bezug auf den NFC – Konntest Du sofort weiter trainieren – wie erinnerst Du Dich auf das erste Aufeinandertreffen mit Karsten Kretschmer?

AR: Ich hab im NFC schnell Anschluss gefunden. Es war eine Umstellung von Einzeltraining auf Gruppentraining. Aber ich konnte dort auf meine Grundlagen, de ich bei Alex gelernt hatte, gut aufbauen.

WF: Wie wird man als Frau aufgenommen, ich kann mir vorstellen das an die 90% der Trainees männliche Kollegen sind?

AR: Das kommt drauf an wie man sich als Frau gibt. Es ist natürlich eine Männerdomäne, daher muss man sich als Frau doppelt den Respekt erarbeiten – Hier sehe ich dann auch wieder eine Menge Gemeinsamkeiten zur Veranstaltungstechnik bzw. dem Musik Business. Ich persönlich bin, wie gesagt, im Training wie auch bei Veranstaltungen immer respektvoll behandelt worden.

WF: Ich kann mir vorstellen das man als Frau nicht selten (auch plump) angebaggert wird und sich die Jungs gerne auch einen Spaß daraus machen.

AR: Mir gegenüber nicht – wie gesagt, es kommt drauf an wie man sich selbst verhält. Und wer baggert schon freiwillig die Frau von Demolition Davies an? 😉

WF: Wie siehst Du andere Frauen, nehmen wir mal die Divas und Knockouts als Beispiel? Du legst (so würde ich sagen) wert auf das optische, langst aber auch gerne richtig zu..

AR: Besser könnte ich es nicht beschreiben. Zur Zeit finde ich Charlottes Figur sehr bemerkenswert. Ich finde muskulöse Frauen toll. Bin auch stolz darauf, wenn man bei mir die Trainingserfolge auch optisch wahr nimmt.

WF: Gibt es Ziele die Du Dir gesetzt hast?

AR : ICH will in diesem Sport noch ne Menge erreichen. Und freue mich auf alle kommenden Herausforderungen.

WF: Wie denkst Du über Matches zwischen Mann vs. Frau?

AR: Ich kämpfe im Training meist gegen Männer, da es an Trainingspartnerinnen mangelt. Bei Shows ist dies eher fragwürdig.

WF: Wir wünschen Dir alles erdenklich gute, vor allem Gesundheit. hast Du noch einige Worte an Deine Fans?

AR: Vielen Dank für das nette Interview. Und natürlich grüsse ich alle meine Fans – die Metalheads – mit einer „Pommesgabel“. \m/

 

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