Dennis Zinner im WrestlingFever.de Interview (16.10.2017)

WF: Danke für Deine Zusage, Dennis! Wir freuen uns immer den Fans neue Talente vorstellen zu dürfen. Wie geht es dir aktuell?

DZ: Ja klar kein Problem bin froh dass ihr mich dabei haben wollt!
Zurzeit ziemlich gut! Bin wieder verletzungsfrei und voll im Training!

WF: Das heißt, Du hast mit einer oder mehreren bösen Verletzungen zu kämpfen gehabt?

DZ: Ja hab jetzt in meiner Zeit als aktiver Wrestler öfter mit Sehnenproblemen im Bizeps bis hin zur Schulter und kommen und gehenden Rückenschmerzen sowie Knieschmerzen zu kämpfen gehabt. Vor allem jetzt nach meiner England und Österreich Tour im Sommer.

Nie wirklich was dramatisches, wo ich pausieren musste aber halt die üblichen Sachen die man hat und dann Drumherum trainieren muss, was einen aber dann halt hindert Vollgas zu geben.

WF: Für die Fans, die Dich evtl. noch nicht kennen, stell Dich bitte mal kurz vor…

DZ: Mein Name ist ,,Dan Main“ Dennis Zinner, ich komme aus Kindberg in der Steiermark in Österreich, bin 19 Jahre alt und seit etwa 3 Jahren aktiv im Ring! Trainiert werde ich schon seit dem ich 12 war (Zuerst nur Basics, 1 mal die Woche und nach ca. 2 Jahren im fortgeschrittenen Training) von Chris „The Bambikiller“ Raaber in seinem Studio, dem Catch Wrestling Dojo Leoben.

WF: Wenn man sich Deine Fotos so durchsieht, fällt auf das Du heute gut trainiert aussiehst. Wenn man bedenkt, wie du früher ausgesehen hast, kann man nur den Hut ziehen

DZ: Vielen Dank, freut und motiviert mich immer sehr so etwas zu hören! Ja ich hab über die Jahre einen ziemlichen Wandel durchgemacht, vom damaligen 112 Kilo schweren (unsportlichen) dicken Jungen zum muskulösen etwa 100 Kilo schweren (mittlerweile schon internationalen) Wrestler der ich heute bin.

Natürlich habe ich seit meinem ersten Zusammentreffen mit den Gewichten (etwa vor vier Jahren), mir viel wissen über Kraftsport und vor allem Ernährung (welche ja im Vordergrund stehen) sollte wenn man vor hat seinen Körper zu verändern, angeeignet. Meinen Willen dranzubleiben, hat hier natürlich der Wunsch ein Profi zu werden angetrieben. Jedoch muss ich mich hier auch eindeutig bei meinen nun schon langjährigen Gym Buddies, meinem Trainer Chris Raaber sowie dem RocknRolla Philipp Ebner, fürs wöchentliche motivieren und mich an meine Grenzen pushen, bedanken.

Wenn ich was in dieser Zeit gelernt habe, dann wäre es „von nichts kommt nichts“ und „harte Arbeit bringt starke Resultate!

WF: Wie hast Du denn zum Wrestling gefunden?

DZ: Natürlich war ich früher schon als Kind verzaubert von den starken Männern, die sich im Ring auf die Matte schmettern. Inspiriert anzufangen hat mich eben genau das und der Wunsch selbst einmal ein ,,cooler“ Wrestler zu sein! ,Als Kind waren meine Idole (da ich nichts anderes außer WWE kannte) ganz klassisch der Undertaker, Batista, Jeff Hardy & John Cena usw.!

WF: Wann fiel der Entschluss: „Das will ich auch machen“?

DZ: Der Entschluss mit dem Training zu starten, fiel nachdem sich ein Kollege damals noch beim Konditionstraining in der Schule beschwerte, er würde viel lieber Wrestling beim Bambikiller trainieren als jenes. Als ich dies hörte trug ich meinem Vater auf herauszufinden was es mit dieser Wrestlingschule auf sich hat und eine Woche später war ich schon beim Probetraining!

WF: Also haben Dich Deine Eltern ab Tag 1 unterstützt, ohne sich groß Sorgen zu machen?

DZ: Haha naja! Unterstützt mit allen Mitteln haben sie mich seit dem ersten Tag, weil ihnen schon von Anfang an einfach bewusst war, wie viel mir dieser Sport bedeutet und dafür bin ich ihnen auch mehr als dankbar!

Was das „Sorgen machen“ betrifft, hmm ja, da will ich gar nicht wissen wie viele schlaflose Nächte die schon hatten, oder was sie durchgemacht haben müssen, wenn ich wieder irgendwo im Ausland unterwegs war oder Kämpfe gehabt hatte, wo sie als Zuschauer dabei waren. Geschweige denn, das ich so früh mit dem doch ziemlich harten Training begonnen habe! Ist aber verständlich und heute würde ich es bestimmt gleich sehen. Aber ja… hab ich mir mal was fest in den Kopf gesetzt, hält mich nichts mehr so schnell auf!

WF: Wie sehen Arbeitskollegen und Dein Umfeld „dieses Wrestling“?

DZ: So ziemlich jeder mit dem ich zu tun habe feiert es, einen Wrestler zu kennen! Sie finden es einfach cool, das ich ein Ziel vor Augen habe und jenes permanent mit 100% Einsatz verfolge! Egal in welchem Umfeld man ist, Zielstrebigkeit ist ansteckend und das wissen sie zu schätzen.

WF: Ich war ja auch schon im Dojo in Leoben und finde es toll, aber etwas „niedrig“ – schränkt das ein?

DZ: Ja klar kann man nicht alles erdenkliche in diesem Ring trainieren – muss man aber auch nicht! Er reicht eindeutig um alle Grundlagen richtig zu erlernen. Wenn man einen guten Trainer hat, dann tut der Ring auch nicht mehr soviel zur Sache. Vor allem für meinen Stil ist jener also gar kein Hindernis, aber auch meine Highflying Kollegen haben in diesem Ring trainiert und sind Top unterwegs.

WF: Viele junge Wrestler haben Träume, also Traumgegner oder Länder welche sie gerne einmal bereisen möchten, um dort zu wrestlen. Kannst Du Dir vorstellen mal ein paar Monate ins Ausland zu gehen, um dort zu trainieren oder anzutreten?

DZ: Ja natürlich hab ich auch gewisse Ziele im Wrestling von denen ich mir wünsche sie erreichen zu können! Was das Ausland betrifft, möchte ich mit meinem Sport einfach soviel wie nur möglich von der Welt sehen. Hierbei wäre mein Traum eindeutig nach Japan zu gehen zu können, weil die Wresting Szene dort echt gut ist und die Kultur vom Land mir sehr zusagt bzw. interessiert.

Was Touren betrifft, bin ich auch ganz offen und bereit auch mal länger wegzugehen – Ich habe ja auch diesen Sommer meine erste England Tour hinter mich gebracht welche sich auch über vier Wochen erstreckt hat!

WF: Dein Trainer & Mentor veranstaltet die größten Shows in Österreich und hat oft große Stars zu Gast aber bietet seinen Talenten / Schülern auch oft die Möglichkeit, mit ihm zu reisen. So stand RockNRolla kürzlich beispielsweise mit Rey Mysterio im Ring, oder Dynamite damals mit Vader im Ring – Nur um mal ein paar zu nennen. Hast Du denn einen „Wunschgegner“?

DZ: Ja mein Trainer gibt echt gut auf uns Acht und erkennt gut, wer wirklich in diesem Sport etwas erreichen möchte! Bei Wunschgegnern will ich mich gar nicht auf einen festlegen, sondern generell einfach mit so vielen Veteranen wie nur möglich im Ring stehen, weil man so am meisten dazulernt!

WF: Danke für das Interview, wir wünschen Dir alles erdenklich gute, viel Gesundheit und Erfolg!

DZ: Vielen Dank fürs Interview hat mich sehr gefreut! Euch auch alles gute!

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