Kolumne: Bubble Butt #2 (31.05.2018 – By Jessy Jay)

Themen:
• Wann ich entschied Wrestler zu werden
• Fortsetzung erstes Training
• Jessy Jay als Judoka
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Hi und herzlich Willkommen zur 2. Ausgabe meiner Kolumne „Bubble Butt“!

Es tut mir leid, dass ich erst jetzt mit der zweiten Ausgabe fertig bin, aber wie ihr in meiner ersten Ausgabe schon lesen konntet, bin ich Studentin und habe zurzeit viele Klausuren.

Nun auch schon zu meinem ersten Themenpunkt:

Wann ich entschied Wrestler zu werden
Smackdown immer samstags um 22 Uhr auf DSF (Sport1) war Pflichtprogramm. Zu der Zeit hatte ich bei Smackdown nicht wirklich einen Lieblingswrestler. Um den Jahreswechsel entschieden sich meine Eltern Sky, damals noch Premiere, zu kaufen um auch RAW sehen zu können. Es müsste der Jahreswechsel 2007/ 2008 gewesen sein. Zu diesem Zeitpunkt verlor ich immer mehr das Interesse am Wrestling. Ich habe nicht mehr regelmäßig geschaut und habe lieber gezeichnet oder sonstiges gemacht, als Wrestling zu sehen. Doch dann war er der, dieser magische Moment. Es war der 14.1. 2008. Zufällig bin ich aus meinem Zimmer die Treppen nach unten gegangen, um mir eine Kleinigkeit zu essen zu holen, da sah ich ihn. Jeff Hardy. Ich war auf einmal wie gefesselt und musste einfach sehen was er macht. Er kletterte auf ein Gerüst neben der Stage. Er kletterte und kletterte, bis er bei ca. 10m stoppte. Er machte dieses Zeichen mit seinen Händen, bevor er seinen Finisher 10m nach unten gehechtet ist um Randy Orton zu treffen. Von da an war mir klar, dass will ich auch mal machen. Von diesem Moment an war ich der größte Jeff Hardy Fan.

Aus alten Strumpfhosen, die ich sowieso nie getragen habe, da ich lieber Jeanshosen als Kleider anhatte, hab ich mir selber die Stutzen von Jeff Hardy gebastelt. Diese habe ich sogar manchmal beim einkaufen getragen. Natürlich habe ich auch alle Stickeralben und Karten, die von der WWE veröffentlich wurden, gesammelt. Ich war im Wrestlingfieber und es gab keine Aussicht auf Besserung. Weihnachten 2008 habe ich mein erstes Wrestlingshirt bekommen, natürlich von Jeff Hardy. Ich war das glücklichste Mädchen auf der Welt. Nach den Ferien habe ich es stolz in der Schule getragen, wo dies leider nicht gut angekommen ist. Von diesem Zeitpunkt an

wurde ich wegen des Wrestlings in der Schule gemobbt. Meine Noten wurden schlechter, ich hatte keine Lust mehr in die Schule zu gehen. Ich war so dumm und habe mit niemanden darüber geredet, ich dachte, das geht schon wieder vorbei. Leider war dem nicht so, dennoch blieb ich dem Wrestling treu. Als ich Wrestling geschaut habe, konnte ich alles andere um mich herum vergessen und einfach Fan sein. Irgendwann entschied ich mich, es den Leuten zu zeigen, die mich gemobbt haben.

Fortsetzung erstens Training
Nun kam das aufwärmen dran. Wir mussten erstmal um den Ring laufen und einige Übungen im Lauf machen,wie zb. Armkreisen. Danach kamen Liegestütz, Kniebeugen und Sit-Ups dran. Wir sollten von jedem so viel machen, wie wir schaffen, so konnten Alex unseren Fitnesszustand überprüfen und wusste im weiteren Verlauf des Trainingstages wie viel er jeden einzelnen fordern kann. Meines Erachtens war ich, aufgrund meines Hintergrundes gar nicht so schlecht. (Selbstbewusstsein 7/10). Dann durften wir das erste mal in den Ring. Ich war sehr nervös, aber zugleich glücklich. Nun wurde das richtige Fallen und Rollen gelernt. Es war ein anderes Gefühl auf die Matte zu gehen, schmerzhafter als beim Judo. Nun zeigte uns einer der Training, V.I.P., wie man richtig in die Seile läuft. Es sah wirklich leicht aus, 3 Schritte und dann seitlich in die Seile laufen. Die ersten kamen an die Reihe, bei denen sah es nicht mehr so leicht aus und als sie 10x ins Seil gelaufen sind, sah man ihnen die Schmerzen im Gesicht an. Jetzt war ich an der Reihe. Ich lief also los, eins, zwei, drei und ins Seil, dann der Schock. Die Seile taten weh, aber noch nicht ganz so schlimm. Nach dem 5x mal in die Seile laufen fühlte sich jeder weitere Seilkontakt wie ein Messerstich an und zu dem kam noch dazu, dass es mehr als nur anstrengend war. (Selbstbewusstsein 3/10) Ich war froh, dass ich fertig war, aber nach kurzer Zeit, wollte ich wieder in die Seile laufen. Als alle dran waren, lernten wir die erste Aktion, den Lock Up, danach folgte der Wristlock. Dann wurde es das erste mal schnell und spektakulär. Lockup, Wristlock, Whip In und dann 10x Drop down. Nun war ich konditionell auch an meiner Grenze, aber ich habe weitergemacht. Die Trainier lobten mich, da ich weiter gemacht habe und nicht aufgeben habe.(Selbstbewusstsein 8 von 10) Wir lernten noch einige andere Moves. Nun war der erste Tag des Seminares vorbei. Ich war körperlich am Ende, aber ich war so glücklich wie schon lange nicht mehr. Im Hotel angekommen bin ich nur noch ins Bett gefallen und habe geschlafen.

Jessy Jay als Judoka
Wie viele von euch vielleicht schon wissen, habe ich vor meiner aktiven Wrestlingkarriere einen anderen Sport betrieben. Richtig Judo. Ich habe mit 4 Jahren damit angefangen. Ja, ich war noch sehr jung, aber ich wusste damals schon genau was ich wollte. Mir hat es von Anfang an gut gefallen. Mit 8 Jahren hab ich meine ersten Landesmeisterschaftstitel gewonnen. Beim Finalen Kampf  um diesen Meistertitel, habe ich nach ca. 1 Minute eine auf die Nase bekommen, was von meiner Gegnerin gewollt war und der Schiedsrichter nicht gesehen hat. Meine Nase blutete sehr stark, der Arzt musste kommen, gab aber Entwarnung, dass die Nase wahrscheinlich nicht gebrochen ist. Ich entschied mich, den Kampf weiter fortzusetzen.

Mit Erfolg. Bis jetzt weiß ich nicht, ob ich Landesmeister geworden wäre, wäre das nicht passiert. Ich habe viele Turniere gewonnen, aber auch einige verloren. In den Sommerferien war ich dann immer auf Trainingslagern und war sonst auch Recht erfolgreich, sodass ich auch entschieden habe auf das Sportrealgymnasium gehe. In meiner 12 jährigen Judokarriere habe ich etliche Landesmeistertitel in verschiedenen Altersklassen geholt und war auch mit der Österreichischen Nationalteam auf vielen Turnieren.

Pfiat eich und bis zum nächstn moi!

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