Masha Slamovich im WrestlingFever.de Interview (Deutsch, 19.05.2021)

WF: Danke Masha, wir hoffen Dir geht es gut?

M: Mir geht es gut, vielen Dank!

WF: Ich bin immer wieder erstaunt über den Werdegang mancher Menschen. Du bist eine junge russische Wrestlerin, die bereits in den USA gearbeitet hat und aktuell in Japan lebt und arbeitet – richtig?

M: Ja das ist korrekt. Seit dem 27. Januar bin ich wieder in den vereinigten Staaten und ich glaube das ich das ganze Jahr 2020 in Japan gelebt und gewrestlet habe.

WF: Wie unterscheidet sich das Leben & Wrestling zwischen Amerika und Japan? Kann man in Japan davon leben, auch wenn man aus dem Ausland kommt?

M: Sehr unterschiedlich. Die Kultur, der Lifestyle und das Wrestling unterscheiden sich vom amerikanischen Stil. Ausländische Wrestler machen in Japan normalerweise gutes Geld.

WF: Kannst Du uns einen typischen Tag beschreiben? Wie läuft es beispielsweise unter der Woche im Vergleich zum Wochenende?

M: Üblicherweise trainieren wir täglich im Marvelous Dojo. Ich laufe nach dem Aufstehen, nehme eine Dusche und gehe mit meinem Hund und frühstücke bis das Training um 10.30 Uhr beginnt. Wir trainieren bis 14.00 oder 15.00 Uhr und machen eine Pause für das Mittagessen. Jeder hat danach seine eigenen Dinge zu tun. In der Regel gehe ich zwischen 17.00 bis 18.00 Uhr zum Gewichtheben. Freitags gehe ich auf Youtube live für ein Workout von 20.00 bis 21.00 Uhr. Samstags kann ich mal frei haben oder das Training anders gestaltet werden. Sonntags hat man frei. Natürlich sind Tage, an denen Shows stattfinden ganz anders, genauso am Tag danach bis wieder eine andere Show ansteht.

WF: Arbeitest Du mit einem Visum das immer wieder erneuert werden muss, oder kannst Du inzwischen länger bleiben, soweit ich weiß warst du schon mehrmals auf Tour in Japan, richtig?

M: Ich benötigte ein Arbeitsvisum, welches alle 3 Monate verlängert wird. Und wie du sagst, war ich schon einmal in Japan auf Tour, habe aber keine Staatsbürgerschaft oder ähnliches erhalten.

WF: Lass uns bitte mal mit dem Start Deiner Karriere anfangen. Wann ging es für Dich los, wo und bei wem hast Du Deine ersten Erfahrungen im Pro Wrestling sammeln dürfen? Ich glaube du bist um 2000 rum beim Zappen darauf gestoßen?

M: Ich begann mein Training mit Johnny Rodz bei „World of Unpredictable Wrestling“ am 22.11.2014 im Alter von 16 Jahren. Dort trainierte ich bis zu meinem Debut Match am 08.07.2016 für Reina Joshi Puroresu in Tokyo (Japan) und teamte mit KONAMI & Yako Fujigasaki gegen León, Hanako Nakamori & Mika Iida. Ich entdeckte Wrestling in den frühen 2000ern und schaute hauptsächlich WWE, bis ich anfing auch die Indies zu schauen und so weiter.

WF: Bitten nenne und Deine sportlichen Vorbilder…

M: Ich gehe davon aus, dass du die Frage auf das Wrestling beziehst und einige der Namen wären:
Dynamite Kid
Chris Benoit
KENTA
Bret Hart
Eddie Guerrero
The Undertaker

WF: Wie oft trainierst Du aktuell und welche Sportarten übst Du noch aus, bzw. hast Du noch ausgeübt?

M: Ich trainiere täglich, üblicherweise zweimal am Tag. Ich machte früher Leichtatheltik, schwamm, machte viel Pferdesport aber nun wrestle ich und trainiere BJJ bei der Renzo Gracie Academy.

WF: Was bedeutet der „22.11.14“ für Dich, Deine Tattoos sprechen klar, für was Du lebst und stehst! Es wäre schön, wenn Du uns über deine 3 (?) Tätowierungen erzählen würdest!

M: „11.22.14“ ist das Datum, als ich erstmals einen Fuß in den Wrestling Ring setzte und zu trainieren begann. An diesem Tag begann meine Reise. Lustigerweise begannen zwei Wrestler zu denen ich aufblicke, der Undertaker und Chris Benoit auch an einem 22. Das fühlte sich für mich wie eine Bestimmung an, haha

WF: Über ein Tryout bei EVOLVE konntest Du wohl schon NXT Luft schnuppern. Kannst Du uns darüber erzählen? Wie lief das ab, wie lautete das Feedback und ist Amerika eine langfristige Option für Dich?

M: Das habe ich tatsächlich und es war eine tolle Erfahrung in der Full Sail University & bei dem Event aufzutreten. Ich konnte mein Netzwerk erweitern und eine große Erfahrung mitnehmen. In den USA zu arbeiten ist eine große Option, wie auch Japan.

WF: Gibt es so etwas wie Wunschgegner oder Lieblingsmatches?

M: Absolut. Ich würde es lieben mit Meiko Satomura, Bea Preistley, Miyu Yamashita, Kris Statlander neben einigen anderen zu wrestlen. Einige meiner Favoriten wären Chihiro Hashimoto, DASH Chisako, Mio Momono, Mei Hoshizuki und Ryo Mizunami.

WF: Welche Ziele hast Du Dir gesteckt, es scheint, als steht Wrestling absolut an erster Stelle für Dich?

M: Wrestling steht für mich an erster Stelle. Das war bisher in meinem ganzen Leben so und es ist das, was ich immer tun wollte. Nun bekomme ich, was ich mir über die Jahre verdient habe und bin so glücklich, diese Reise erleben zu dürfen. Mein Ziel ist es „Wrestling zu übernehmen“, die Welt soll meinen Namen kennen, die Indies, ich möchte durch die Länder wie Australien reisen und die Welt sehen. Und hoffentlich eines Tages World Champion sein.

WF: Wie bist Du damals zu dem Namen „Skinripper“ gekommen?

M: Das war einer meiner letzten Namen in Russland, welches in Skinripper übersetzt wurde, er ähnelt meinem Namen. Aber ich nutze diesen Namen nicht mehr und habe dies bereits seit 2016 nicht mehr.

WF: Du hast auch schon für CZW gewrestlet, welche hierzulande als Hardcore Promotion bekannt ist. Ist „Hardcore“ Wrestling etwas, womit Du dich identifizieren kannst, wäre es langfristig etwas für Dich?

M: Hardcore ist definitiv etwas, mit was ich mich identifizieren kann und ich hoffe, mehr in naher Zukunft machen zu dürfen. Nur zur Aufklärung: Hardcore & Deathmatches sind 2 unterschiedliche Dinge. Ich habe (bisher) nie ein Deathmatch bestritten aber ich bin mir sicher, dass sich das bald ändern wird.

WF: Impact Wrestling ist auch in Deutschland bekannt und befindet sich aktuell wieder auf einem guten Weg, wie erinnerst Du Dich an Deinen Auftritt dort, wie hat es dir dort gefallen?

M: Ich habe es genossen im Juni 2019 für Impact zu arbeiten und würde mich über eine weitere Möglichkeit freuen. Ich habe tolle Erinnerungen an meine Zeit dort und hatte Spaß mit Jessica Havoc & Jordynne Grace zu arbeiten.

WF: Leyla Hirsch wurde kürzlich bei AEW unter Vertrag genommen, auch Du bist mit ihr schon im Ring gestanden. Wie weit kann sie es Deiner Meinung nach dort bringen und hält man unter den russischen Wrestlern zusammen, bleibt in Kontakt? Wie hast Du die Verpflichtung wahrgenommen?

M: Leyla Hirsch ist eine großartige Gegnerin und eine erfahrene Wrestlerin. Ich glaube sie kann es weit bei AEW bringen oder wo auch immer sie auch arbeiten wird, was sie sich für sich vorgenommen hat. Wir stehen in Kontakt und ich stehe auch in Kontakt mit anderen russischen Wrestlern, welche immer noch in Russland für die IWF Moscow arbeiten. Ich hörte von Leylas Verpflichtung auf Social Media.

WF: Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg, bleib gesund!

M: Vielen Dank und auch alles gute für Dich!

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