Kolumne: Doors Open #4 – By Pete Bouncer (16.03.2016)

Was du unbedingt wissen solltest

Zuletzt habe ich über meinen ersten Kampf berichtet, der mittlerweile dreieinhalb Jahre her ist. Seitdem haben sich die Dinge gut für mich entwickelt; trotzdem stehe ich immer noch am Anfang. Genau deshalb glaube ich, in der optimalen Position zu sein, Ratschläge für diejenigen parat zu haben, die mit diesem Sport anfangen wollen, einfach, weil ich diese Erfahrung nach wie vor mache und täglich aus meinen Fehlern lerne.

Über eines musst du dir im Klaren sein: Wrestling ist eine außergewöhnliche Belastung nicht nur für deine Knochen und Gelenke, sondern auch für deine Muskulatur. Es ist also ausgesprochen schwierig, neben dem Wrestlingtraining nennenswerte Muskelmasse aufzubauen.
Solltest du also noch nicht alt genug sein, in einer Wrestlingschule aufgenommen zu werden, melde dich noch heute im Fitnessstudio an. Bist du zu jung für eine Mitgliedschaft, mach Liegestütze. Heute! Morgen machst du Klimmzüge. Hast du keine Stange dafür, geh auf einen Spielplatz. Übermorgen sind wieder Liegestütze dran. Jede Anstrengung deiner Muskeln schafft eine bessere Grundlage für deinen Traum.
Solltest du bereits trainieren und muskulös sein, vergiss um Gottes Willen das Stretching nicht! Auch wenn es nicht jedem Wrestler sofort anzusehen ist: Beweglichkeit ist das A und O! Wenn ich mit dem Wissen von heute noch mal 12 wäre, ich würde mich in einem Turnverein anmelden. Natürlich gäbe es immer noch verdammt viel zu lernen, aber mit diesem Grundverständnis für die Fähigkeiten des eigenen Körpers und dieser Flexibilität wäre vieles leichter und man könnte viel zielgerichteter trainieren.

Wichtigster Punkt: Sei! Nicht! Faul!
Wenn du weißt, dass dir etwas fehlt, hol‘ es dir. Fehlt dir trotz Training Masse, sei nicht zu faul zum Essen. Bist du zu schwer, um dich so zu bewegen wie du möchtest, mach dir Gedanken über das, was du isst.

Du hast ein Problem mit Autorität? Ändere das! Das Wrestling-Business ist einer strengen Hierarchie unterworfen. Jemand trainiert länger als du und/oder hat deutlich mehr Kämpfe in den Knochen? Widersprich ihm nicht! Nichts ist für deinen Ruf unter Kollegen und Promotern wichtiger als der Respekt, den du den Leuten entgegenbringst. Du springst spielend einen 450 und kannst problemlos jeden Move kassieren, bist aber für deine große Klappe und deine Extrawünsche bekannt? Niemand wird dich buchen. Bis du dir ein solches Verhalten erlauben kannst, werden noch viele Jahre vergehen – und auch dann wirst du keine Freunde haben.

Im Grunde genommen sind die Grundregeln ganz einfach ausgesprochen: Sei immer der Fleißigste und Respektvollste im Raum; dann wirst du es weit bringen. Die Umsetzung dagegen gestaltet sich ungleich schwieriger.

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