Kolumne: RAMBOS CARRIBEAN DIARIES #1 (09.02.2016)

Es war September im 2005. In einem alten Fitness Studio, in Berlin Neukölln, traf ich zum ersten Mal den Wrestler „Crazy Sexy Mike“. Zu dieser Zeit konnte ich kein deutsches Wort und auch Mike sprach kein perfektes englisch. Wir verständigten uns mit „Händen und Füßen“ und so kam ich zu meinem ersten Wrestling Training.

Als ich damals durch die Tür der GWF Wrestlingschule trat, wurde es ganz ruhig. Alle Augen waren auf mich gerichtet und die Wrestler wie Aykut, Barish, Flying Dragon, Jose Lopez, Wesna, Nikita, Ivan Kiew etc. – ALLE waren sie da.

Danach haben sich alle bei mir vorgestellt und als Übersetzer habe ich Barish an die Seite gestellt bekommen. Dann startete das wohl schlimmste „Warm Up“ in meinem Leben. „Wenn dies hier nur das Warm Up ist, werde ich wohl bald sterben,“ dachte ich. Nach 20 Minuten musste sich mein Magen von dem leckeren Döner und der Cola verabschieden, die ich ca. 1 Stunde zuvor genüsslich gegessen hatte.

Nach dem besagten „Warm Up“ übten wir die ersten „Back Bombs“. Eine alte Matte, die auf man auf eine Judo Matte legte, nahm ich also meine ersten „Bomben“. Wie viele Bomben ich an diesem tage genommen habe, „Madre Mia“, das weiß ich nicht mehr. Ich war danach wirklich bereit meine Sachen zu packen, zu gehen um zuhause zu weinen.

Nach dem Training hab ich mich dann schnell verabschiedet um wirklich nachhause zu gehen. Ich erholte mich kurz, um danach meinem Job als Zeitungszusteller nachzugehen. 3 Monate pausierte ich mit dem Training. Die glaubten schon, ich komme nicht wieder. Doch ich raufte mich zusammen, kam wieder und bin bis heute Teil der German Wrestling Federation, ein Wrestler, der Euch mit dieser Kolumne zukünftig etwas aus seinem Leben erzählen wird.

Euer „Caribbean Killer“ Rambo

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